Burg Degelstein, auch unter dem Namen Weiherschlösschen bekannt, ist die Ruine einer ehemaligen Wasserburg im heutigen Ortsteil Bad Schachen der Stadt Lindau im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) in Bayern. Die Anlage befindet sich nahe dem Bodenseeufer im Bereich des heutigen Lindenhofparks. Ihre Entstehung wird in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert.
Die Burg lag in einer Niederung und war ursprünglich von Wassergräben umgeben. Sie gehörte damit zum Typ der Niederungsburgen, die nicht auf einer natürlichen Anhöhe errichtet wurden, sondern ihre Schutzfunktion durch Wasser und bauliche Sicherungen erhielten. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte Burg Degelstein mehrfach den Besitzer. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Anlage weitgehend abgetragen. Heute sind nur noch wenige Mauerreste erhalten, die auf die frühere Bebauung hinweisen. Trotz des stark reduzierten Erhaltungszustands gilt die Ruine als ältestes Bauwerk im angrenzenden Lindenhofpark.
Die Ruine von Burg Degelstein liegt wenige hundert Meter vom Bodenseeufer entfernt im Gelände des Lindenhofparks. Sichtbar sind heute nur noch Teile des ehemaligen Eingangsbereichs sowie Mauerreste des Erdgeschosses, die eine Höhe von etwa 3 Metern erreichen. Zudem ist eine Kreuzschlüssellochscharte in einer der erhaltenen Mauern vorhanden.
Von der einstigen Gesamtanlage mit Burghaus, Ringmauer, Vorburg und Rundtürmchen ist oberirdisch nichts mehr erhalten. Auch der frühere Wassergraben ist nicht mehr vorhanden, da er im 19. Jahrhundert verfüllt wurde. Das Gelände vermittelt heute nur noch eingeschränkt einen Eindruck von der ursprünglichen Ausdehnung der Burg.
Der Name Weiherschlösschen erinnert an die frühere Umfassung durch Wasser, die den Eindruck eines Weihers entstehen ließ. Hinweise auf Informationstafeln sind in den Quellentexten nicht genannt. Öffnungszeiten und Eintritt sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Burg Degelstein wurde um 1332 erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit bestand am Seeufer ein zweigeschossiges kleines Burghaus mit Stufengiebeln und Satteldach, das unter dem Namen Tegelstein geführt wurde. Die Anlage war von einer Ringmauer umgeben und verfügte über eine Vorburg sowie ein Rundtürmchen.
Als frühe Besitzer werden die Familie Haintzel im Jahr 1332 und das Damenstift Lindau ab 1385 genannt. Um 1592 befand sich die Burg im Besitz von Kornelius von Kirchen. 1621 ging sie an die Stadt Lindau über, die dort einen vereidigten Wächter zum Schutz der Stadt stationierte.
1839 erfolgte der weitgehende Abbruch der Burganlage, die zu diesem Zeitpunkt unter dem Namen Weiherschlösschen bekannt war. In diesem Zusammenhang wurde auch der Wassergraben verfüllt. Nach dem Abbruch befand sich das Gelände im Besitz von Friedrich Gruber. Seit 1956 gehört das Areal wieder der Stadt Lindau.
Mehrfach kam es im Lauf der Zeit zu baulichen Veränderungen, genaue Maßnahmen sind in den Quellen jedoch nicht näher beschrieben.
Burg Degelstein war als Niederungsburg ausgeführt und gehörte zum Typ der Wasserburgen. Die Anlage lag in flachem Gelände und war durch Wassergräben gesichert. Das ursprüngliche Burghaus war zweigeschossig und mit Stufengiebeln sowie einem Satteldach versehen.
Zur Burg gehörten eine Ringmauer, eine Vorburg und ein Rundtürmchen. Über Baumaterialien oder weitere gestalterische Details liegen keine Angaben vor. Der heutige Erhaltungszustand beschränkt sich auf Mauerreste des Eingangsbereichs und des Erdgeschosses.
Die erhaltenen Mauern erreichen eine Höhe von etwa 3 Metern. Weitere Bauteile sind nicht mehr vorhanden. Der ehemalige Wassergraben ist im Gelände nicht mehr erkennbar.
Lage: Lindau-Degelstein, Stadt Lindau, Landkreis Lindau (Bodensee), Bayern
Koordinaten:
47° 33′ 26,1″ N, 9° 39′ 29,8″ O
Höhe: 399 m
Datierung/Entstehung: ca. 1326 bis 1332
Schutzstatus: nicht bekannt
Eigentum/Nutzung: im Besitz der Stadt Lindau
Alternative Namen: Weiherschlösschen