Schloss Holdereggen ist eine stattliche bürgerliche Villa mit Park im Lindauer Stadtteil Aeschach. Das Anwesen geht auf ein Grundstück zurück, das erstmals 1497 unter dem Namen Holderegk erwähnt wurde. In seiner heutigen Form entstand das Gebäude gegen Ende des 19. Jahrhunderts als schlossähnliche Villa für den aus Aeschach stammenden Unternehmer Hermann Näher.
Der Bau wurde zwischen 1887 und 1890 errichtet und stellt ein Beispiel repräsentativer Villenarchitektur dieser Zeit dar. Schloss Holdereggen wurde im Stil der Neurenaissance mit englisch-normannischem Charakter ausgeführt und ist von einem eingefriedeten Park umgeben. Im Lauf des 20. Jahrhunderts änderten sich Eigentumsverhältnisse und Nutzungen mehrfach. Heute wird das Gebäude kommunal genutzt und ist vor allem durch seine Rolle als Sitz der städtischen Musikschule bekannt. Der Park ist Bestandteil des historischen Ensembles.
Schloss Holdereggen liegt im Lindauer Stadtteil Aeschach und ist von einem Park umgeben. Das Gebäude ist als zweigeschossiger Bau mit markanten Türmen, Erkern und einer Terrasse mit Freitreppe ausgeführt. Die Fassaden bestehen aus Rotsandstein, wodurch sich das Schloss deutlich von der umgebenden Bebauung abhebt.
Zum Anwesen gehört ein eingefriedeter Park, der zusammen mit der Villa eine gestalterische Einheit bildet. Der Park weist ältere Baumbestände auf und wird regelmäßig für örtliche Veranstaltungen genutzt. Das Schloss selbst ist von außen als repräsentativer Villenbau des späten 19. Jahrhunderts wahrnehmbar.
Angaben zu öffentlich zugänglichen Innenräumen oder zu Informationstafeln sind in den Quellentexten nicht enthalten. Öffnungszeiten und Eintritt sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Das Gelände von Schloss Holdereggen wurde erstmals 1497 erwähnt. Im 19. Jahrhundert erwarb Hermann Näher das Areal, nachdem er 1879 nach Lindau zurückgekehrt war. Näher hatte durch wirtschaftliche Tätigkeiten in Übersee Vermögen erworben. 1881 heiratete er Louise von Gonzenbach und ließ auf dem Grundstück eine schlossähnliche Villa errichten. Zuvor stand an dieser Stelle die Villa Diehl.
Der Bau des Schlosses erfolgte zwischen 1887 und 1890 nach Plänen des Architekten Georg von Hauberrisser. Hermann Näher wurde 1902 wegen seiner Großzügigkeit gegenüber der Allgemeinheit mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Lindau ausgezeichnet. Kurz darauf geriet er jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die in einem Konkursverfahren endeten. Das Schloss wurde Teil der Konkursmasse. Näher starb 1908, noch vor Abschluss des Verfahrens.
1910 ging Schloss Holdereggen in den Besitz von Geheimrat Adolph Brougier über. Während des Ersten Weltkriegs stellte er das Gebäude als Lazarett zur Verfügung. Später gelangte das Anwesen an die Familie seines Schwiegersohnes Ludwig Seisser. Dessen Sohn Erich Seisser wurde während der Zeit des Nationalsozialismus getötet; seit 2012 erinnert ein Stolperstein vor dem Schloss an ihn.
1937 erwarb die Stadt Lindau Schloss Holdereggen und ließ es zum Pensionat der Höheren Evangelischen Töchterschule umbauen. Aus dieser Nutzung stammt die Bezeichnung Jungfernburg. Seit 1951 ist die Musikschule der Stadt in dem Gebäude untergebracht. Zwischen 2001 und 2010 befand sich dort zudem ein sonderpädagogisches Förderzentrum.
Schloss Holdereggen ist ein zweigeschossiger Villenbau im Stil der Neurenaissance mit englisch-normannischem Charakter. Das Gebäude wurde aus Rotsandsteinen errichtet, die aus einem Steinbruch bei Landstuhl stammen. Die Architektur ist durch zwei Türme, mehrere Erker sowie eine Terrasse mit Freitreppe gegliedert.
Der Bau wurde als freistehende Villa konzipiert und in einen gestalteten Park eingebettet. Weitere Angaben zur inneren Raumstruktur oder zur Ausstattung sind in den Quellentexten nicht enthalten. Der Park bildet einen wesentlichen Bestandteil des Ensembles und ist von einem Zaun eingefasst.
Lage: Lindau-Aeschach, Stadt Lindau, Landkreis Lindau (Bodensee), Bayern
Koordinaten: nicht bekannt
Höhe: nicht bekannt
Datierung/Entstehung: 1887 bis 1890
Schutzstatus: nicht bekannt
Eigentum/Nutzung: städtisches Eigentum, Nutzung durch die Musikschule der Stadt Lindau
Alternative Namen: Jungfernburg