Schloss Lenzfried ist eine denkmalgeschützte Anlage im Kemptener Pfarrdorf Lenzfried. In den Quellentexten wird die Lage in der Nachbarschaft des Franziskanerklosters sankt Bernhardin genannt. Das heutige Schlösschen entstand im Jahr 1770 und ersetzt einen älteren Vorgängerbau aus dem Jahr 1582. Beide Quellen verweisen damit auf eine lange Nutzungsgeschichte des Anwesens, das auch als Schlossgut bezeichnet wird.
Als prägende Merkmale werden ein zweigeschossiger Baukörper mit Mansarddach, eine streng gegliederte Fassade und ein Wappenstein über dem Eingang beschrieben. Zum Ensemble gehört außerdem ein späteres Nebengebäude aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. In der Chronik wird das Anwesen nach 1855 dauerhaft in Familienbesitz verortet und es wird eine spätere Entwicklung der Flächennutzung in Richtung Golfplatz geschildert.
Die Quellentexte liefern vor allem bauliche und kontextbezogene Hinweise, die sich auf das Ensemble und seine unmittelbare Umgebung beziehen. Schloss Lenzfried wird als Anlage mit Mansard- und Walmdach eingeordnet. Das Hauptgebäude ist zweigeschossig und besitzt eine Fassadengliederung mit fünf Achsen je Seite. Über dem Eingang befindet sich ein Sandsteinwappen des Bauherrn, das die Jahreszahl 1770 trägt.
Zum Anwesen zählt ein Nebengebäude, das als kleiner Putzbau mit Mansardwalmdach beschrieben wird; die Datierung liegt am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Nachbarschaft zum Franziskanerkloster sankt Bernhardin ist Teil der Lagebeschreibung und ordnet das Schloss in den örtlichen Zusammenhang ein.
Zu Zugängen, Wegen, Beschilderung oder Informationstafeln enthalten die bereitgestellten Quellentexte keine Angaben. Öffnungszeiten und Eintritt sind in den Quellentexten nicht genannt; vor einem Besuch sind entsprechende Informationen zu prüfen.
Für die Zeit vor dem Ende des 16. Jahrhunderts wird in der Chronik darauf hingewiesen, dass sich ein Bauherr urkundlich nicht nachweisen lasse. Ab dem Jahr 1582 nennen beide Quellen einen klaren Bezugspunkt: Ein älterer Bau in Lenzfried wird 1582 genannt, verbunden mit dem Namen Felix Kramer beziehungsweise Felix Clammer. In der Chronik wird dieser Bau als neu aufgebautes „steinernes Haus“ beschrieben; zusätzlich wird ein Kaufpreis von etwa 3.000 Gulden genannt.
Für den Übergang zum heutigen Gebäude werden in den Quellentexten unterschiedliche Abläufe genannt. Im Wikipedia-Text wird ein Patrizierschlösschen aus dem Jahr 1582 erwähnt, das 1762 vom Stift Kempten erworben und anschließend abgerissen worden sei. Daran schließe sich der Neubau von 1770 an, der unter Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein errichtet worden sei; im selben Zusammenhang wird die Orangerie genannt. In der Chronik wird dagegen ein Brand im Jahr 1765 als Anlass genannt, nach dem der Fürstabt das Schloss von Grund auf neu errichtet und als Sommerresidenz genutzt habe.
Für das Jahr 1803 wird in der Chronik die Übernahme durch den Staat im Zuge der Säkularisation genannt. Danach seien die Besitzer mehrfach gewechselt; konkret nennt die Chronik zwölf Besitzerwechsel bis zum Jahr 1855. In diesem Jahr wird der Erwerb durch Johann Leichtle erwähnt, der als Eigentümer der Stiftsbrauerei Kempten beschrieben wird. Seitdem befinde sich das Anwesen zusammen mit den umliegenden Ländereien in Familienbesitz.
Die Chronik beschreibt außerdem die landwirtschaftliche Nutzung des Schlossguts und nennt ab 1980 die Betriebsführung durch Susanne Leichtle. In diesem Zusammenhang wird zunächst Milchviehhaltung erwähnt, später die Idee, die Flächen als Golfplatz zu nutzen. Für die Entwicklung dieser Nutzung werden mehrere Schritte mit Jahreszahlen genannt, darunter eine Idee zur Golfplatzgründung im Jahr 2002, ein Planungsbeginn im Sommer 2003 sowie eine Baugenehmigung im August 2005. Weitere Punkte betreffen gesellschaftsrechtliche und organisatorische Veränderungen, darunter Erwerb und Umbenennung einer Betreibergesellschaft sowie eine Mehrheitsübernahme im Zeitraum 2007 bis 2008.
Das Hauptgebäude wird als zweigeschossiger Bau mit Mansarddach beschrieben. Die Fassaden werden über ein Achsenschema von fünf zu fünf Achsen charakterisiert. Ein hervorstechendes Detail ist das Sandsteinwappen über dem Eingang, das dem Bauherrn zugeordnet wird und die Jahreszahl 1770 trägt.
Als Teil des Ensembles wird ein Nebengebäude genannt, das als kleiner Putzbau mit Mansardwalmdach ausgeführt ist und an das Ende des 19. Jahrhunderts datiert. Weitere Bauteile, Grundrissgliederungen oder Materialangaben über diese Beschreibung hinaus werden in den Quellentexten nicht ausgeführt.
Lage: Lenzfried, Kempten (Allgäu)
Koordinaten: nicht bekannt
Höhe: nicht bekannt
Datierung/Entstehung: 1582 (Vorgängerbau genannt) · 1770 (heutiges Hauptbauwerk) · Ende des 19. Jahrhunderts (Nebengebäude)
Schutzstatus: denkmalgeschützte Anlage
Eigentum/Nutzung: seit 1855 in Familienbesitz · landwirtschaftliche Nutzung genannt · spätere Entwicklung einer Golfplatznutzung der Flächen beschrieben
Alternative Namen: Schlossgut Lenzfried · Schloßgut Lenzfried · steinern Haus in Lenzfried (historische Bezeichnung in der Chronik)