Schloss Senftenau

Schloss Senftenau

Übersicht

Schloss Senftenau ist ein Herrensitz mit Park im Lindauer Stadtteil Aeschach. Die Anlage geht auf eine ursprünglich als Wasserburg angelegte Befestigung zurück und wird zeitlich in das 12. oder 13. Jahrhundert eingeordnet. Ein südlich gelegener kleiner Weiher erinnert bis heute an die frühere wasserumwehrte Situation. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1344.

Im Lauf der Jahrhunderte wechselte Schloss Senftenau mehrfach den Besitzer und wurde zeitweise als Sommersitz genutzt. Neben dem Schloss bestand eine Mühle. Das Gebäude erfuhr im 16. und 18. Jahrhundert Umgestaltungen, wobei der heutige Baubestand im Wesentlichen auf Erneuerungen zwischen 1551 und 1569 zurückgeht. Der Gebäudekomplex setzt sich aus einem Hauptbau und barocken Nebengebäuden zusammen.

Seit dem späten 20. Jahrhundert befindet sich das Schloss in Privatbesitz. Umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden zwischen 1984 und 2008 durchgeführt. Eine öffentliche Nutzung ist nicht vorgesehen.

Besuch und Eindruck

Schloss Senftenau liegt im Stadtteil Aeschach und ist von einem Park umgeben. Das Gebäude grenzt an einen kleinen Weiher, der als Rest der früheren Wasseranlage erhalten geblieben ist. Der Weiher wird durch eine verrohrte Zuleitung sowie durch Grundwasser gespeist und besitzt keinen Abfluss.

Von außen zeigt sich Schloss Senftenau als geschlossener Herrensitz mit historisch gewachsener Bausubstanz. Der heutige Eindruck wird vom erneuerten Hauptbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sowie von den barocken Nebengebäuden geprägt. Hinweise auf weitere sichtbare Reste der früheren Wasserburg oder auf Geländespuren sind in den Quellen nicht genannt.

Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich. Angaben zu Informationstafeln oder öffentlich begehbaren Bereichen liegen nicht vor. Öffnungszeiten und Eintritt sollten vor dem Besuch geprüft werden.

Geschichte

Die Entstehung von Schloss Senftenau wird in das 12. oder 13. Jahrhundert datiert. Ursprünglich handelte es sich um eine Wasserburg. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1344, als Graf Ulrich von Feldkirch die Burg Senftenau dem Kaiser als Lehen übergab. Zu dieser Zeit gehörten zur Anlage das Schloss und eine Mühle.

Nach 1356 befand sich das Anwesen im Besitz wechselnder Patriziergeschlechter und wurde überwiegend als Sommersitz genutzt. Im Jahr 1525 ging Schloss Senftenau im Zuge des Bauernkriegs an die Familie Humpis über. 1551 erwarb Sebastian Kurtz, Faktor der Fugger, die Burg Senftenau von Friedrich Hundtpiss aus der Humpis-Linie Siggen-Brochenzell. Da es sich um ein Lehen des Lindauer Damenstifts handelte, führte Sebastian Kurtz fortan den Namen Kurtz von Senftenau.

Zwischen 1551 und 1569 wurde der Gebäudekomplex erneuert. 1533 ließ Sebastian Kurtz die Schlosskapelle errichten. 1605 kam das stiftische Lehen wieder in den Besitz Lindaus. Im 16. und 18. Jahrhundert erfolgten weitere bauliche Veränderungen.

1918 ließ sich der Schriftsteller Bruno Wille auf Schloss Senftenau nieder. Seit 1984 befindet sich das Anwesen im Besitz der Familie Jobst. In den Jahren 1984 bis 2008 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten und Umbauten durchgeführt, in deren Verlauf auch der Burgweiher ausgeholzt wurde.

Anlage und Baugestalt

Schloss Senftenau entstand als Wasserburg in einer Niederung und war ursprünglich durch einen künstlich angelegten Wasserbereich geschützt. Der heute noch vorhandene Weiher stellt einen Rest dieser Anlage dar.

Der heutige Gebäudekomplex besteht aus einem Hauptbau, der zwischen 1551 und 1569 erneuert wurde, sowie aus barocken Nebengebäuden. Die Grundstruktur dieser Bauphase ist bis in die Gegenwart erhalten. Über weitere Details zur Gliederung, zu Baumaterialien oder zur Innenausstattung liegen in den Quellen keine Angaben vor.

Im 16. und 18. Jahrhundert kam es zu Umgestaltungen des Gebäudes, ohne dass diese im Einzelnen beschrieben werden. Der Gesamtcharakter als geschlossener Herrensitz blieb erhalten.


Fakten

Lage: Lindau-Aeschach, Stadt Lindau, Landkreis Lindau (Bodensee), Bayern

Koordinaten: nicht bekannt

Höhe: nicht bekannt

Datierung/Entstehung: 12. oder 13. Jahrhundert, erstmals erwähnt 1344

Schutzstatus: nicht bekannt

Eigentum/Nutzung: Privatbesitz, nicht öffentlich zugänglich

Alternative Namen: nicht bekannt

 
 
 

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