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Burgberg

Burgberg

 
 

Burgberg im Allgäu liegt am Fuß des Grünten, der oft als „Wächter des Allgäus“ bezeichnet wird. Schon von weitem sichtbar, prägt der markante Berg das Ortsbild und bietet eine beeindruckende Kulisse für die Gemeinde. Sanfte Hügelfluren, Wälder und das Tal der Starzlach bilden eine abwechslungsreiche Landschaft, die Naturfreunden und Erholungssuchenden gleichermaßen offensteht.

Die Gemeinde bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Natur aktiv zu erleben: Rund um den Grünten führen Wanderwege zu Alpwiesen, Aussichtspunkten und Einkehrmöglichkeiten. Radfahrer nutzen die Fernroute der Radrunde Allgäu oder den Bodensee-Königssee-Radweg, die beide durch Burgberg führen. Im Winter warten gespurte Langlaufloipen und eine Rodelbahn.

Besondere Erlebnisse vermitteln die Erzgruben-Erlebniswelt am Grünten, die an den früheren Bergbau erinnert, und die Naturerlebnisstation Steinbruch (NESS), die Einblicke in Geologie und Lebensräume vermittelt. Familien schätzen das Burgberger Tierparadies sowie das Naturfreibad im Vitalpark Burgberg-Blaichach. Kulturelle Veranstaltungen und Dorffeste beleben den Jahreslauf und stärken die Gemeinschaft.

Das Vereinsleben ist vielfältig: Musik- und Sportvereine, Trachtengruppen und ehrenamtliche Initiativen gestalten Freizeit und Miteinander. Gäste finden Unterkunft in Ferienwohnungen, Bauernhöfen, Pensionen oder Privatzimmern. Für Einheimische bietet Burgberg eine solide Infrastruktur mit Kindergarten, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Die Nähe zu Sonthofen sorgt für zusätzliche Anbindung und kurze Wege.

Burgberg
Burgberg, Brunnen
 

Die Ursprünge Burgbergs sind eng mit der Burg Heimenhofen verbunden, die um 1140 erwähnt wird. Burkhart von Burgberg ist als erster namentlich bekannter Herr bezeugt. Ab 1351 war die Burg Sitz der Herren von Heimenhofen, die bis 1536 hier ansässig waren. Danach blieb Burgberg Teil des Hochstifts Augsburg, bis die Säkularisation von 1803 den Übergang an Bayern brachte.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit prägten nicht nur die Burg, sondern auch die Erzvorkommen am Grünten den Ort. Der Abbau von Eisenerz im Nummulitenkalk begann spätestens im 15. Jahrhundert. In mühsamer Arbeit förderten Knappen das Erz, das in den Schmelzöfen von Sonthofen und Hindelang verhüttet wurde. Der Bergbau führte zur Abholzung großer Waldflächen, die später wieder aufgeforstet wurden.

Die Starzlach, die östlich des Ortes fließt, schuf mit ihrer Klamm ein Naturdenkmal, das seit 1932 begehbar iSankt Die Fluten waren jedoch auch Gefahr: Überschwemmungen richteten in der Vergangenheit Schäden an.

Kirchlich gehört Agathazell seit dem Mittelalter zum Zentrum des religiösen Lebens. Kapellen und Kirchenbauten wurden über die Jahrhunderte erweitert, umgebaut oder erneuert.

Die Vereinödung im 19. Jahrhundert veränderte das Ortsbild: viele Höfe zogen aus den Kernlagen hinaus auf die Fluren. Gleichzeitig begann der Tourismus Fuß zu fassen, zunächst in Form von Sommerfrischlern. Die Nähe zum Grünten machte Burgberg attraktiv für Bergwanderer und Naturfreunde.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer Wohngemeinde mit regem Vereinsleben. Persönlichkeiten wie der Erfinder Willy Müller oder der Maler Arnulf Heimhofer stammen aus Burgberg und prägen sein kulturelles Gedächtnis.

Kontakt

Burgberg i. Allgäu
Grüntenstraße 2
87545 Burgberg

Tel.: 08321 / 6722-0
Fax: 08321 / 6722-22
E-Mail: info@burgberg.de

Besonderheiten

  • Ruine Burgberg
  • Erzgruben Burgberg
  • Dorffeste
  • Vitalpark Blaichach-Burgberg mit Naturfreibad
  • Naturerlebnisstation Steinbruch - NESS
  • Burgberger Tierparadies
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Skifahren
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern