Oberallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Durach

Durach

 
 

Durach liegt unmittelbar südlich von Kempten und verbindet städtische Nähe mit ländlicher Atmosphäre. Der Ort wird von der Durach, einem Zufluss der Iller, durchflossen und öffnet sich auf einer sonnigen Höhe zu den Voralpen hin. Sanfte Hügel, Wälder und offene Wiesen prägen das Bild. Besonders der Ortsteil Bodelsberg mit seiner erhöhten Lage bietet eindrucksvolle Ausblicke über das Illertal bis zu den Alpen.

Die Freizeitmöglichkeiten sind vielseitig. Wanderungen führen durch das Durachtal oder hinauf zum Bachteltobel, Radwege erschließen die Landschaft bis zum Kempter Wald. Badefreunde finden am nahen Sulzberger See (Öschlesee) Möglichkeiten zum Schwimmen und Entspannen. Der Flugplatz Kempten-Durach ist der höchstgelegene Verkehrslandeplatz Deutschlands und bietet Rundflüge über die Allgäuer Bergwelt.

Auch kulturell hat Durach einiges zu bieten. Im Dorfmuseum lässt sich das bäuerliche Leben vergangener Jahrhunderte nacherleben, und im Ortskern erinnert eine rund 700 Jahre alte Linde an die lange Geschichte des Dorfes. Traditionen wie kirchliche Feste und regionale Märkte sind fester Bestandteil des Jahres.

Für Urlauber stehen vielfältige Gastgeber bereit: Ferienwohnungen und Pensionen bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Wer hier wohnt, profitiert von guter Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Vereinen und der unmittelbaren Nähe zur Stadt Kempten. Damit ist Durach ein attraktiver Lebens- und Ferienort zugleich.

Durach, Wappen
Durach, Brunnen
 

Die Ursprünge Durachs reichen weit zurück. Vermutlich ist der Ortsname keltischen Ursprungs und bedeutet „hindurchfließende Ach“. Schon im 1. Jahrhundert führten die Römer eine Straße durch das heutige Gemeindegebiet und errichteten eine kleine Siedlung.

Mit der Gründung des Stiftes Kempten im Jahr 752 kam das Gebiet für mehr als ein Jahrtausend in dessen Herrschaftsbereich. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1170. Um 1300 entstand ein Niedergericht, das 1455 durch Kaiser Friedrich III. bestätigt wurde. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch die Dorflinde, die noch heute im Ortskern steht.

1525 erreichte der oberschwäbische Bauernkrieg auch Durach: Georg Truchsess von Waldburg ließ 18 Bauernführer auf einer Anhöhe im Ort hinrichten. Nur zwei Jahre später, 1527, wurde Durach zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1628 bis 1635) dezimierte die Pest die Bevölkerung stark. Im Jahr 1803 endete die Herrschaft des Fürststiftes Kempten mit der Säkularisation, und 1818 wurde Durach im Zuge des Gemeindeedikts zur selbständigen Gemeinde im Königreich Bayern.

Mit dem Bau der Außerfernbahn 1895 erhielt der Ort einen Bahnhof und wurde stärker an die Region angebunden. In den Jahren 1943 bis 1945 befand sich im Ortsteil Weidach ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau.

Die Gebietsreform von 1972 bestätigte Durach als eigenständige Gemeinde, obwohl Kempten schon zuvor eine Eingemeindung anstrebte. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort wirtschaftlich weiter, zunächst durch Landwirtschaft und Handwerk, später durch Gewerbe- und Industriebetriebe. Auch die Gastgebertradition wurde ausgebaut: Aus einfachen Bauernherbergen entwickelten sich Gasthöfe, Pensionen und Ferienwohnungen, die den Ort bis heute prägen.

Kontakt

Gemeinde Durach
Bahnhofstraße 1
87471 Durach

Tel.: 0831 / 56119-0
Fax: 0831 / 56119-99
E-Mail: info@durach-allgaeu.de

Besonderheiten

  • historischer Ortskern
  • Dorfmuseum
  • ca. 700 Jahre alte Linde
  • höchstgelegene Flugplatz Deutschlands - Rundflüge
  • Gastronomie
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen