Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Bidingen

Bidingen

 
 

Bidingen liegt eingebettet im östlichen Landkreis Ostallgäu im Tal des Hühnerbachs, auf einer Höhenlage zwischen 718 und 904 Metern. Das Pfarrdorf und seine Ortsteile sind von weiten Wiesen, Feldern und sanften Hügeln umgeben, die den Blick auf die Allgäuer Alpen freigeben. Die Atmosphäre ist ländlich und ruhig, mit einer klaren Ausrichtung auf Natur und traditionelle Lebensweise.

Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig: Wanderwege führen durch die Flure und Wälder der Gemarkungen Bidingen und Bernbach. Radfahrer nutzen das regionale Wegenetz oder begeben sie auf den „Sagenhaften Weg“, der von Bidingen bis Münzenried geht. Im Winter werden Loipen gespurt, und die Landschaft lädt zu Langlauf und Schneeschuhwanderungen ein. Für Musikfreunde gibt es örtliche Konzerte, die das kulturelle Leben bereichern. Schwimmen ist in den nahegelegenen Seen möglich, die im Sommer eine willkommene Abkühlung bieten.

Das Dorfleben ist geprägt von Vereinen – vom Eishockeyverein über die Musikkapelle bis zum traditionsreichen Pfeifenclub. Dieses Vereinswesen stärkt das Miteinander und verleiht Bidingen eine starke soziale Basis. Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf sowie Gastronomie sind vorhanden.

Bidingen
Bidingen
 

Die Ursprünge des Ortsnamens lassen sich auf die Sippe eines Alemannen namens Bido zurückführen, der sich im 6. oder 7. Jahrhundert in der Region niederließ. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte um 1150 als „Bidigin“. Zwischen 1256 und 1341 sind die Herren von Bidingen bezeugt. Im Verlauf des Mittelalters wechselte die Grundherrschaft mehrfach: Neben dem Reichskloster Stöttwang und dem Kloster Kempten hatten auch die Ritter von Baisweil, die Herren von Schwarzenburg und die Burgberger Linie der Herren von Heimenhofen Rechte.

1506 erwarb das Hochstift Augsburg die Dorf- und Gerichtsherrschaft über Bidingen. Während des Bauernkriegs 1525 trat Hans Badwerker aus Bidingen als Bauernführer bei den Verhandlungen mit dem Hochstift auf. Der Dreißigjährige Krieg brachte schweres Leid: 1635 dezimierten Krieg und Pest die Bevölkerung von fast 500 auf rund 200 Einwohner. Doch schon 1675 lebten wieder 430 Menschen in der Gemeinde.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel Bidingen an das Kurfürstentum Bayern. 1818 entstand im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen die politische Gemeinde. Die Vereinödung führte dazu, dass bäuerliche Anwesen aus den Dorfkernen in die Fluren verlegt wurden, was das Landschaftsbild bis heute prägt.

Der Ortsteil Bernbach wurde 1978 nach Bidingen eingemeindet. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, zwischen 1875 und 1912 trug er die amtliche Bezeichnung „Bärnbach“.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Bidingen zu einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde. Im 20. Jahrhundert erlebte der Ort durch Vereine, den Ausbau von Infrastruktur und die Einbindung in das Bildungswesen eine Stabilisierung. 

Kontakt

Gemeinde Bidingen
Dorfstraße 8
87651 Bidingen 

Tel.: 08348 / 244
Fax: 08348 / 673
E-Mail: info@bidingen.bayern.de

Besonderheiten

  • Konzerte
  • Radweg "Sagenhafter Weg"
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern