Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Jengen, Ostallgäu

Jengen

 
 

Die Gemeinde Jengen liegt am Übergang vom Lech-Wertach-Raum zum Ostallgäu. Sanfte Hügel, weite Felder und Auenlandschaften bestimmen das Bild. Der Fluss Gennach durchzieht den Hauptort und prägt die Umgebung ebenso wie kleine Bäche, die in die Wertach entwässern. Zwischen 616 m am Irsinger See und 694 m auf den Höhen westlich von Beckstetten erstreckt sich eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, die vom Wechsel von Wiesen, Feldern und Baumgruppen lebt.

Die Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig: Wanderungen führen entlang der Gennach, Radtouren verbinden die einzelnen Ortsteile mit den Nachbargemeinden, im Winter laden Loipen und Schneeschuhrouten zum Naturerlebnis ein. Der Irsinger See bietet im Sommer eine beliebte Bademöglichkeit, während örtliche Vereine Sport und Geselligkeit pflegen. Auch Spielplätze in den Ortsteilen schaffen familienfreundliche Angebote. Landwirtschaftliche Strukturen prägen die Gemeinde – bis hin zu Besonderheiten wie der Alpakazucht mit eigenen Produkten.

Durch die Nähe zur Stadt Buchloe mit Bahnanschluss und guter Infrastruktur ist Jengen nicht nur für Gäste, sondern auch für Einheimische ein attraktiver Wohnort.

Das aktive Vereinsleben reicht von Sport über Musik bis zur Traditionspflege. Zusammen mit kirchlichen und kulturellen Initiativen entsteht so eine stabile Gemeinschaft, die ihre Identität pflegt und gleichzeitig offen für Neues bleibt. Einkaufsmöglichkeiten im Ort sichern die Nahversorgung und runden das Bild einer Gemeinde ab, die Natur, Freizeitwert und Lebensqualität miteinander verbindet.

Jengen, Ostallgäu
Jengen, Ostallgäu
 

Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet von Jengen schon in der frühen Bronzezeit besiedelt war. Besonders eindrucksvoll ist das Grab einer Frau mit reichem Bronzeschmuck. Bei Weicht weisen keltische Grabhügel auf eine kontinuierliche Siedlungsgeschichte hin. Bereits um das Jahr 800 entstand eine Missionsstelle mit Taufkirche, die als Ursprung des Ortes gilt.

Im 12. Jahrhundert treten Adelige von Jengen urkundlich in Erscheinung. 1150 werden Hiltprant und Konrad von Giengen genannt, zur gleichen Zeit war Jengen eine Malstätte der Markgrafen von Ronsberg. Der Bauernkrieg von 1524 bis 1526 griff auch auf die Gemeinde über: Bauern aus Jengen und Ummenhofen schlossen sich dem Haufen von Buchloe unter Anführer Sebastian Bader an. Während des Dreißigjährigen Krieges brach die Pest aus und forderte zahlreiche Opfer.

1665 wurde die Skapulierbruderschaft gegründet, die bald mehrere Tausend Mitglieder zählte. Bis zur Säkularisation gehörte Jengen zum Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 fiel die Gemeinde an Bayern. Das Gemeindeedikt von 1818 brachte die moderne Selbstverwaltung.

Die Vereinödung des 19. Jahrhunderts veränderte die Siedlungsstruktur: Viele Höfe wurden aus den Dörfern ausgesiedelt, was das Landschaftsbild bis heute prägt. Schulen und Infrastruktur wurden aufgebaut, landwirtschaftliche Betriebe spezialisierten sich zunehmend. Die Eingemeindungen im 20. Jahrhundert vergrößerten Jengen erheblich: Weinhausen kam 1972 hinzu, 1978 folgten Beckstetten, Eurishofen, Ummenhofen und Weicht.

Das Vereinswesen und das kulturelle Leben entwickelten sich stetig. Persönlichkeiten wie der Komponist Matthias Waldhör (1796 bis 1833) stehen für die musikalische Tradition. 

Kontakt

Gemeinde Jengen
Kirchplatz 7
86860 Jengen

Tel.: 08241 / 90223
Fax: 08241 / 90225
E-Mail: info@jengen.de

www.jengen.de

Besonderheiten

  • Spielplätze
  • Alpakazüchter/-produkte
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern