Kaufbeuren – Stadt mit Geschichte, Kultur und lebendiger Gegenwart
Kaufbeuren, die kreisfreie Stadt im Ostallgäu, verbindet auf faszinierende Weise mittelalterliches Erbe mit modernem Leben. Der historische Stadtkern mit seinen Türmen, Kirchen, Brunnen und der weitgehend erhaltenen Stadtmauer lädt zum Entdecken ein. Entlang der Kaiser-Max-Straße, der lebendigen Flaniermeile mit Fachgeschäften, Cafés und Restaurants, zeigt sich die Stadt von ihrer charmant-urbanen Seite. Zwischen Kopfsteinpflaster und Klostergarten begegnet man Geschichte auf Schritt und Tritt.
Ein Rundgang führt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten: vom Alten Rathaus über das Crescentia-Kloster bis zum Kunsthaus mit wechselnden Ausstellungen. Das Stadtmuseum Kaufbeuren, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Museumspreis, präsentiert anschaulich die Entwicklung von der freien Reichsstadt bis zur Industrialisierung und zeigt eine der bedeutendsten Kruzifixsammlungen Süddeutschlands. Kulturfreunde erleben in Kaufbeuren ein vielfältiges Programm – von Kleinkunst im Podium bis zu Festivals wie der filmzeit, den ARTigen Samstagen oder dem Internationalen Orgelsommer.
Ein besonderes Kapitel Kaufbeurens erzählt die Geschichte der heiligen Crescentia Höß. Die Franziskanerin, 2001 heiliggesprochen, prägt bis heute das spirituelle Leben der Stadt. Ihr Wirken lässt sich in der Crescentia-Gedenkstätte und entlang des Crescentia-Pilgerwegs nachverfolgen, der zu den zentralen Orten ihres Lebens führt.
Auch die Natur hat in Kaufbeuren ihren festen Platz. Der Naturerlebnispfad Wertachauen, ein Gemeinschaftsprojekt von Schulen, Bundeswehr und Stadt, bietet entlang der Wertach spannende Einblicke in Flora, Fauna und Wasserwelten – ideal für Familien und Schulklassen.
Nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt Neugablonz, Kaufbeurens größter Stadtteil und Symbol für Aufbruch und Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. 1946 von vertriebenen Sudetendeutschen aus Gablonz gegründet, entwickelte sich der Stadtteil rasch zum Zentrum der deutschen Schmuck- und Glasindustrie. Heute erinnern das Isergebirgs-Museum, der Weg des Schmucks und das Haus der Gablonzer Industrie an die Wurzeln und Aufbauleistung der „Gablonzer“.
Kaufbeurens lebendige Altstadt ist nicht nur Schauplatz der Geschichte, sondern auch Bühne der Gegenwart. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das beim Tänzelfest, Bayerns ältestem Kinderfest. Jedes Jahr im Sommer lassen rund 1.700 Kinder in historischen Gewändern die Besuche Kaiser Maximilians wieder aufleben – ein farbenfrohes Spektakel mit Umzügen, Lagerleben und Musik.
Ob Kunst, Geschichte, Wallfahrt oder Natur – Kaufbeuren bietet auf kleinem Raum eine erstaunliche Vielfalt. Eine Stadt, die ihre Vergangenheit bewahrt, ihre Kultur lebendig hält und ihren Gästen mit offenen Armen begegnet.
Kaufbeuren ist mehr als nur ein Sprungbrett für Allgäu-Erlebnisse; die Stadt selbst hat eine bewegte Vergangenheit, die sich in jedem Winkel widerspiegelt. Gegründet wurde der Ort schon um das Jahr 740 als fränkischer Stützpunkt, der sich dann im 13. Jahrhundert zur bedeutenden Reichsstadt mausern sollte. Der Name „Kaufbeuren“ verrät dabei schon, dass hier schon früh reger Handel betrieben wurde.
Ein echtes Juwel ist die noch gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, die die Stadt einst vor Eindringlingen schützte. Manch einer mag sich fragen, ob die alten Steine nicht doch die Geschichten von einstigen Belagerungen flüstern. Besonders markant ist der Fünfknopfturm, der als Wahrzeichen hoch über Kaufbeuren thront und schon so manches Jahrhundert überblickt hat. Und der Hexenturm, ebenfalls Teil der Stadtmauer, soll früher sogar ein Ort für fröhliche Feste gewesen sein – keine Hexenverbrennungen, sondern eher ausgelassene Gelage! Eine kleine Ironie der Geschichte, wenn man bedenkt, wie sein Name heute klingt.
Die Stadt hat eine besondere Verbindung zu Kaiser Maximilian I., der im 15. Jahrhundert gern hier weilte. Diese kaiserlichen Besuche werden heute noch beim Tänzelfest lebendig – dem ältesten historischen Kinderfest Bayerns. Dabei schlüpfen fast 1.600 Kinder in historische Gewänder und lassen die Stadtgeschichte in einem farbenprächtigen Umzug wieder aufleben. Ein Spektakel, das zeigt, dass Tradition hier nicht verstaubt, sondern mit viel Freude gelebt wird.
Auch die heilige Crescentia Höss, eine wichtige Persönlichkeit des 17. Jahrhunderts, hat ihre Wurzeln in Kaufbeuren, und ihre Klosterkirche ist heute ein bekannter Wallfahrtsort. Und wusstest du, dass hier einst Ludwig Ganghofer seine Feder schwang und Sophie von La Roche, eine der ersten Herausgeberinnen einer Frauenzeitschrift, geboren wurde? Kaufbeuren war und ist eben ein Ort, der Kreativität und Geist fördert.
Im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Blütezeit durch das Weberhandwerk, und nach dem Zweiten Weltkrieg entstand mit Neugablonz ein faszinierender Stadtteil. Hier siedelten sich vertriebene Sudetendeutsche an und bauten eine beeindruckende Glas- und Schmuckindustrie auf. Eine Geschichte von Neubeginn und Schaffenskraft, die bis heute strahlt!
Das historische Rathaus aus dem Jahr 1879 ist ein weiteres architektonisches Highlight, das zur Weihnachtszeit mit dem größten Adventskranz der Welt auf dem Kirchplatz St. Martin um die Wette strahlt. Und wer die Stadt noch besser kennenlernen möchte, sollte unbedingt das Stadtmuseum Kaufbeuren besuchen, das neben der Stadtgeschichte auch eine bedeutende Puppenspielsammlung beherbergt.
Kaufbeuren zeigt, wie man Tradition bewahrt und gleichzeitig eine offene, moderne Stadt bleibt, die ihre Besucher mit Herzlichkeit empfängt und für jeden Geschmack etwas bereithält.
Kaufbeuren Tourismus- und
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