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Mauerstetten, Ostallgäu

Mauerstetten

 
 

Mauerstetten – lebendige Gemeinde zwischen Stadt und Land

Die Gemeinde Mauerstetten liegt östlich von Kaufbeuren und besteht aus den Ortsteilen Frankenried, Hausen und Steinholz. Die Einwohner leben auf ca. 1.653 Hektar in einer offenen, von Feldern, kleinen Wäldern und Bächen geprägten Landschaft. Landwirtschaft, Handwerk und moderne Betriebe bilden eine solide Wirtschaftsstruktur, ergänzt durch gute Nahversorgung wie Bäckerei und Metzgerei, Gastronomie (in Frankenried sind auch Fremdenzimmer verfügbar) sowie medizinische Einrichtungen.

Freizeit und Erholung haben hier einen hohen Stellenwert: Wander- und Radwege führen durch Fluren, entlang kleiner Gewässer und in den Sachsenrieder Forst mit den Themenrouten „Dampflokrunde“ und „Sachsenrieder Bähnle“. Im Winter bieten Loipen und verschneite Wege ideale Bedingungen für Langlauf und Schneeschuhwanderungen. Kirchen, Kapellen und die Mariengrotte prägen das Ortsbild, während Vereine und Musikgruppen das kulturelle Leben bereichern.

Kinder besuchen den Kindergarten St. Vitus oder den Kleinstkindergarten Regenbogen, ältere Schüler die Hörmann-Grundschule im Hauptort. Für Sport und Veranstaltungen stehen die Mehrzweckhalle „Sonnenhof“, eine moderne Dreifachsporthalle, Tennisplätze, Kegelbahnen und Sportanlagen zur Verfügung. Zwei Freiwillige Feuerwehren sorgen für Sicherheit in der Gemeinde.

Mit ihrer Mischung aus ländlichem Charme, lebendiger Gemeinschaft und unmittelbarer Nähe zur Stadt Kaufbeuren ist Mauerstetten ein Ort mit hoher Lebensqualität – ein Platz zum Wohnen, Arbeiten und Wohlfühlen.

Mauerstetten, Ostallgäu
Mauerstetten, Ostallgäu
 

Die Geschichte Mauerstettens reicht weit zurück. Archäologische Hinweise deuten auf eine römische Besiedlung hin. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 919. Im Hochmittelalter sind Herren von Kemnat als Grundherren belegt, 1334 ging die Herrschaft an das Reichsstift Irsee über. Auch das Spital Kaufbeuren besaß Güter im Gemeindegebiet.

Ein Ortsadel ist von 1150 bis ins 14. Jahrhundert bezeugt. 1480 wurde die Pfarrkirche St. Vitus in Mauerstetten neu geweiht, die Kerne von Chor und Turm stammen aus dieser Zeit. Das Langhaus wurde gegen 1696 erneuert, seither prägt der markante Bau das Ortsbild.

Die Gemeinde war wie viele Orte im Ostallgäu von Pestzügen und Kriegswirren betroffen. Im Dreißigjährigen Krieg führten Plünderungen und Seuchen zu schweren Verlusten. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam Mauerstetten an Bayern. 1818 wurde die politische Gemeinde gebildet, zu der auch Hausen gehörte.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte stellt die Zeit des Nationalsozialismus dar. Im Gemeindeteil Steinholz befand sich von September 1944 bis Januar 1945 das Konzentrationslager „Riederloh II“, ein Außenlager von Dachau. Über 900 jüdische Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit in der nahegelegenen Sprengstofffabrik in Kaufbeuren gezwungen. Fast die Hälfte überlebte die unmenschlichen Bedingungen nicht. Heute erinnert ein KZ-Friedhof an die Opfer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Steinholz stark an, da viele Heimatvertriebene dort eine neue Bleibe fanden. Mit der Gebietsreform von 1978 wurde Frankenried eingegliedert, dessen Kirche St. Andreas und historische Bauten die kulturelle Vielfalt der Gemeinde bereichern.

So vereint Mauerstetten heute ein reiches historisches Erbe: vom römischen Ursprung über das Mittelalter und die Klosterherrschaft bis hin zu den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.

Kontakt

Gemeinde Mauerstetten
Kirchplatz 4
87665 Mauerstetten

Tel.: 08341 / 90937-0
Fax: 08341 / 90937-20
E-Mail: info@mauerstetten.de

Besonderheiten

  • Mariengrotte
  • Bahnhof
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern
Schönegger Käse-Alm Mauerstetten

Schönegger Käse-Alm
Mauerstetten

Mauerstetten, Dorf,
Bahnhofstraße 1, 87665 Mauerstetten, Telefon: (08341) 9608866

Käseladen, Brotzeitstube, Terrasse

Schönegger Käse-Alm Mauerstetten