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Oberostendorf, Ostallgäu

Oberostendorf

 
 

Ortsinfos

Gemeinde Oberostendorf – Geschichte, Gemeinschaft und Lebensqualität im Ostallgäu

Die Gemeinde Oberostendorf liegt im Herzen des Ostallgäus und umfasst die Ortsteile Unterostendorf, Gutenberg und Lengenfeld. Eingebettet in eine sanft hügelige Landschaft zwischen Kaufbeuren, Buchloe und Bad Wörishofen verbindet sie dörfliche Idylle mit moderner Infrastruktur und gelebter Tradition.

Die Region ist bis heute landwirtschaftlich geprägt, zugleich aber auch wirtschaftlich vielfältig: Handwerksbetriebe, Dienstleister und IT-Unternehmen prägen das örtliche Gewerbe. Neue Bau- und Gewerbeflächen sorgen für eine ausgewogene Entwicklung, während die Gemeinde großen Wert auf Innenverdichtung und nachhaltige Nutzung bestehender Flächen legt.

Kontakt

Gemeinde Oberostendorf
Kirchstraße 7
86869 Oberostendorf
Tel.: 08344 / 76828-0
Fax: 08344 / 76828-22
E-Mail: rathaus@oberostendorf.com

 

Das gesellschaftliche Leben in Oberostendorf ist lebendig. Ein breites Vereinsangebot – von Musik und Sport über Schützen- und Gartenbauvereine bis hin zu Veteranen- und Heimatvereinen – stärkt den Zusammenhalt. Feste, Konzerte und Dorfgemeinschaftsveranstaltungen sind fester Bestandteil des Jahreslaufs. Der Kindergarten und die Kinderkrippe in Gutenberg gelten als beispielhaft in der Region, die Grundversorgung ist mit Einkaufsmöglichkeiten, Friseuren, Bank, Handwerksbetrieben und einer modernen Zahnarztpraxis gesichert.

Auch in der Gastronomie zeigt sich Vielfalt: Traditionswirtschaften, Landgasthöfe und Bürgerhäuser laden zum Verweilen ein. Besonders der historische „Untere Wirt“ in Oberostendorf mit seinem unveränderten Wirtshausschild und barocker Stube gilt als seltenes Zeugnis echter Allgäuer Wirtshauskultur.

Kulturell prägend ist die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, sowie der Bauernjahrtagsbund, gegründet 1731 – ein früher Zusammenschluss, der schon damals Arbeitsschutzregelungen enthielt. In Unterostendorf beeindruckt die Rokokokirche St. Stephan, während Gutenberg mit seiner Dreifaltigkeitskapelle und Lengenfeld mit geschichtsträchtigen Wurzeln bis ins 11. Jahrhundert faszinieren.

Dank der guten Lage zwischen Lech und Wertach, der Nähe zu Kaufbeuren und Buchloe und der Anbindung an Bahn und Autobahn A96 ist Oberostendorf hervorragend erreichbar. Die reizvolle Umgebung mit Rad- und Wanderwegen, kleinen Bächen und historischen Kapellen macht die Gemeinde zu einem Ort, an dem sich Geschichte, Natur und moderne Lebensqualität harmonisch verbinden.

Oberostendorf, Ostallgäu
Der Hühnerbach fließt durch Oberostendorf im nördlichen Ostallgäu
 

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung Oberostendorfs datiert auf das Jahr 890 als „Ostrindorf“. Damit gehört der Ort zu den ältesten Siedlungen der Region. Früh bestimmte die Lage im Kirchweihtal die Entwicklung: Das Hochstift Augsburg, die Reichsstadt Kaufbeuren und die Herren von Hörmann zu Gutenberg teilten sich hier Besitz und Rechte.

Die Kirchen in den Ortsteilen gehen auf das Mittelalter zurück. In Oberostendorf entstand im 15. Jahrhundert die Kirche Mariä Himmelfahrt, in Lengenfeld die Kirche St. Nikolaus mit späteren barocken Veränderungen. Unterostendorf erhielt 1753 eine neue Pfarrkirche im barockisierten Stil, während Gutenberg mit St. Margareta eine bedeutende Kirche mit Gruft der Familie Hörmann beherbergt. Kapellen wie die Dreifaltigkeitskapelle von 1704 zeugen von Frömmigkeit und Gelöbnissen der Bevölkerung.

Im 16. Jahrhundert spielte die Patrizierfamilie Rehlinger eine Rolle, bevor das Kaufbeurer Spital die Dorfherrschaft übernahm. Mit der Säkularisation im Jahr 1803 gingen die Rechte an Bayern über. 1818 entstand die politische Gemeinde.

Kriege und Notzeiten prägten die Geschichte ebenso wie Hungersnöte. Im Dreißigjährigen Krieg litten die Dörfer 1632 und 1646 unter Einquartierungen und Seuchen. Im 19. Jahrhundert kam es zur Vereinödung, die die Siedlungsstruktur veränderte und Bauernhöfe in die Flur verlagerte.

Die Neuzeit brachte Veränderungen durch die Gebietsreform: 1972 wurde Unterostendorf eingegliedert, 1978 folgten Gutenberg und Lengenfeld. Die enge Verbindung der Dörfer zeigt sich bis heute in den Strukturen der Gemeinde. Persönlichkeiten wie der Moraltheologe Jakob Danzer aus Lengenfeld (1743 bis 1796) verdeutlichen die kulturelle Bedeutung der Region.

Mit dem Ausbau von Schulen, Infrastruktur und Vereinen wuchs Oberostendorf im 19. und 20. Jahrhundert zu einer stabilen Landgemeinde, die ihre Traditionen bewahrt und gleichzeitig modernen Anforderungen gerecht wird.

 
 

Konzerte • Einkaufsmöglichkeiten • Gastronomie • Wandern • Radfahren • Schwimmen • Langlauf • Schneeschuhwandern