Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Rieden

Rieden

 
 

Ortsinfos

Rieden liegt am nördlichen Rand des Ostallgäus, in einer sanften Hügellandschaft, die von der Wertach und kleineren Bachläufen geprägt ist. Das Gemeindegebiet vereint offene Fluren mit landwirtschaftlicher Nutzung und grüne Waldbereiche, die sich bis zu den Höhen des Lindenbergs erstrecken. Vom Ridmonument, einer kleinen Marienkapelle in turmartiger Form, eröffnet sich ein weiter Blick über das Voralpenland.

Das Leben im Ort ist ruhig und ländlich, zugleich bietet die Nähe zu Kaufbeuren und Bad Wörishofen kurze Wege zu städtischer Infrastruktur. Radfahrer und Wanderer nutzen die abwechslungsreiche Umgebung für Touren entlang der Wertach oder hinauf auf die Anhöhen. Auch Wintersport ist in kleinem Rahmen möglich: Langlaufloipen und Schneeschuhpfade führen durch die Fluren rund um Rieden und Zellerberg. Der Golfplatz am Ortsrand bringt ein sportliches Freizeitangebot, das sich harmonisch in die Landschaft einfügt.

Kontakt

Gemeinde Rieden
Saalfeldstraße 4a
87668 Rieden-Zellerberg
Tel.: 08346 / 358
Fax: 08346 / 982296
E-Mail: info@rieden-zellerberg.bayern.de

 

Natur spielt im Alltag eine große Rolle. Projekte zur Förderung der Biodiversität machen den Ort zu einem Beispiel für nachhaltige Landbewirtschaftung. Gäste können dies auf Spaziergängen und Lehrpfaden erleben. Kulturelle Akzente setzen die Pfarrkirche St. Martin von Tours sowie die Kapellen in den Ortsteilen, die das Ortsbild prägen.

Die Gastgeberstruktur passt zum Charakter der Gemeinde: klein, überschaubar und nah am Gast. Für die Lebensqualität der Einwohner sorgen Vereine, kulturelle Veranstaltungen im Jahreslauf und die gute Anbindung an Kaufbeuren.

Rieden
Oberstdorf
 

Historie

Die erste gesicherte Erwähnung von Rieden datiert auf das Jahr 1242. In dieser Zeit war die Region von der Reichsabtei Irsee geprägt, die auch in Rieden Grundbesitz hatte. Unter Abt Honorius Grieninger (1784 bis 1802) entstand 1793 das Schloss in Rieden, das die Stellung des Ortes innerhalb der Herrschaft unterstrich. In seiner Amtszeit wurde Rieden auch wieder selbstständige Pfarrei.

Kirchlich steht die Pfarrkirche St. Martin von Tours im Mittelpunkt. Ihr Bau reicht ins Mittelalter zurück, spätere Umbauten und Erweiterungen prägen das heutige Erscheinungsbild. Kapellen in den Ortsteilen sowie das Ridmonument von 1884 ergänzen das kirchliche Erbe. Das Ridmonument wurde von Johann Martin Rid gestiftet, finanziert durch die Entschädigung beim Bau der Eisenbahn.

Die Jahrhunderte brachten dem Dorf ähnliche Herausforderungen wie den Nachbarorten: Pestzüge, Hungersnöte und Einquartierungen im Dreißigjährigen Krieg, besonders in den Jahren 1632 und 1646. Auch die napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts hinterließen Spuren.

Mit der Säkularisation 1803 ging Rieden an das Königreich Bayern über. 1818 entstand durch das Gemeindeedikt die politische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert bestimmte die Landwirtschaft das Leben, später wurde durch die Vereinödung die Siedlungsstruktur verändert.

Der Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert brachte neue Impulse, auch wenn Rieden selbst keinen eigenen Bahnhof erhielt. Dennoch prägten die Nähe zu Kaufbeuren und die wirtschaftliche Entwicklung der Umgebung auch den Ort. Im 20. Jahrhundert waren die Folgen von Krieg und Flucht spürbar, doch blieb Rieden von größeren Zerstörungen verschont.

Die jüngere Geschichte ist von einem Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet, der im Gegensatz zum Wachstum der meisten Nachbargemeinden steht. Dennoch bewahrte sich Rieden eine lebendige Dorfgemeinschaft. Die Tradition der Gastlichkeit entwickelte sich von einfachen Unterkünften auf Bauernhöfen bis zu modernen Ferienwohnungen und Gasthöfen, die heute die Basis des kleinen Tourismusangebots bilden.

 
 

Ridmonument (Marienkapelle) • Biodiversität • Gastronomie • Golfplatz • Wandern • Radfahren • Schwimmen • Langlauf • Schneeschuhwandern