Unterthingau – lebendig, liebenswert, im Herzen des Ostallgäus
Unterthingau, das Allgäuer Dorf mit dem markanten „roten Schloss“, liegt eingebettet zwischen Wertach und Kirnach in der weiten Hügellandschaft des Ostallgäus. Die Marktgemeinde umfasst die Ortsteile Unterthingau, Oberthingau und Reinhardsried und besitzt seit über 500 Jahren das Marktrecht. Bis heute prägt dieser traditionsreiche Status das Selbstverständnis des Ortes.
Als Kleinzentrumsstandort erfüllt Unterthingau eine wichtige regionale Funktion. Die Marktgemeinde bietet eine vorbildliche Infrastruktur: kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Banken, Kindergärten, Schule sowie vielfältigen Sport- und Freizeiteinrichtungen erleichtern den Alltag. Moderne Einrichtungen wie Freibad, Sporthallen, Tennisanlagen, Fußballplätze, Eisstockbahn und ein Skaterplatz am Schulzentrum schaffen attraktive Angebote für alle Generationen.
Auch wirtschaftlich ist Unterthingau gut aufgestellt. Ein ausgewogenes Umfeld aus traditionsreichen Betrieben, innovativen Unternehmen, Handwerk, Landwirtschaft und Gastronomie sorgt für Stabilität und Arbeitsplätze direkt vor Ort. Ein neues Gewerbegebiet an der B12 verbessert die überregionale Erreichbarkeit zusätzlich. Die Verwaltungsgemeinschaft mit Görisried und Kraftisried hat ihren Sitz im Schloss und bietet bürgernahe Dienstleistungen.
Die Marktgemeinde zeichnet sich durch ein aktives Vereinsleben und ein ausgeprägtes kulturelles Miteinander aus. Das Häringer-Heimathaus vermittelt Geschichte und Tradition, während Märkte, Konzerte und zahlreiche Vereinsveranstaltungen das Jahr beleben. Ein besonderer Höhepunkt ist der historische Mittelaltermarkt, der alle 4 Jahre stattfindet und Besucher weit über die Region hinaus anzieht.
Naturfreunde finden vor Ort vielfältige Möglichkeiten: Wanderwege führen entlang der Kirnach, durch stille Wälder, zu Weihern, Kapellen und Aussichtspunkten. Der Allgäu-Radweg durchquert den Markt und verbindet ihn mit der Umgebung. Im Winter verwandeln sich Fluren und Höhenlagen in Loipen und Schneeschuhrouten. Die nahegelegenen Städte Marktoberdorf, Kempten und Kaufbeuren ergänzen das Angebot mit urbanem Flair und Kultur.
Für Gäste stehen unterschiedlichste Unterkunftsformen bereit - die Gastgeberstruktur ist bewusst kleinteilig und familiär geprägt.
Unterthingau verbindet Tradition mit Zukunftsorientierung, Gemeinschaft mit Offenheit und Natur mit Lebensqualität. Wer hier wohnt oder Urlaub macht, findet einen Ort, der lebendig, liebenswert und in vielerlei Hinsicht sehenswert ist.
Die Geschichte von Unterthingau reicht weit zurück. Bereits 950 schenkte Bischof Ulrich von Augsburg einen Hof in „Thingau“ dem Kloster Kempten. 963 weihte er eine Kirche, was den Beginn kirchlicher Strukturen markierte. Um 1100 ist mit Odalrich de Tonego der erste Pfarrer belegt. Die Unterscheidung in Unter- und Oberthingau wird erstmals 1357 fassbar.
Seit 1465 bestand in Unterthingau ein Dorfgericht des Fürststifts Kempten, das 1485 durch Kaiser Friedrich III. das Marktrecht erhielt – verbunden mit Eigenrechten, die den Ort aufwerteten. Das Schloss, im 16. Jahrhundert erbaut, war Sitz lokaler Verwaltung und ist bis heute ein markantes Bauwerk.
Die Kirchen prägen die Historie: In Unterthingau steht die Pfarrkirche St. Nikolaus mit Wurzeln im 14. Jahrhundert, in Oberthingau erhebt sich die Wallfahrtskirche St. Stephan mit kunstvollen Ausstattungen. Kleinere Kapellen wie Maria Trost und die Seelenkapelle auf dem Seelenberg zeugen von Volksfrömmigkeit.
Der Dreißigjährige Krieg brachte wie in der ganzen Region 1632 und 1646 Einquartierungen, Plünderungen und Abgabenlasten. Auch Pestzüge und Hungersnöte suchten die Bevölkerung heim. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Markt zu Bayern, das Gemeindeedikt von 1818 regelte die moderne Verwaltung.
Die Vereinödung im 19. Jahrhundert veränderte die Flurstruktur, Bauernhöfe wurden aus den Ortskernen ausgelagert. Landwirtschaft blieb prägend, daneben entwickelte sich Handwerk und später die Ansätze einer frühen Vermietung. Mit der Eingemeindung von Reinhardsried und Oberthingau 1978 wuchs das Gemeindegebiet.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Unterthingau zu einem regionalen Mittelpunkt mit Schulen, Vereinen und kulturellem Leben. Gäste wurden zunehmend in Gasthöfen und Privatzimmern aufgenommen. Heute ist die Gastgebertradition vielfältig und reicht bis zu modernen Ferienwohnungen und Bauernhofurlaub.
Markt Unterthingau
Marktplatz 9
87647 Unterthingau
Tel.: 08377 / 9201-0
E-Mail: info@unterthingau.de
www.unterthingau.de
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