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Kammlach

Kammlach

 
 

Kammlach liegt zwischen Memminger Ebene und Günztal auf sanften Höhen, deren Felder, Wiesen und kleine Waldstücke einen offenen, klar gegliederten Landschaftsraum bilden. Die Ortsteile Oberkammlach und Unterkammlach setzen mit Kirche, Schule und Vereinsheimen die sichtbaren Fixpunkte; dazwischen kurze Wege, ruhige Straßenräume, viel Blick in die Weite. Wer hier unterwegs ist, spürt das gleichmäßige Tempo eines Dorflebens, das ohne Eile auskommt: morgens der Gang zum Laden, mittags die Runde über die Feldraine, abends Treffpunkt bei Proben, Sport oder einer Aufführung im kleinen Rahmen.

Die Umgebung lädt zu unkomplizierter Bewegung ein. Von der Siedlungskante führen Wege sofort hinaus: erst an Hecken entlang, dann quer über die offenen Schläge, immer mit Aussicht. Für Radfahrende spannt sich ein dichtes Nebennetz über die Ortsteile und in die Nachbarschaft; Steigungen bleiben moderat, die Schleifen lassen sich nach Zeit und Laune verlängern. An warmen Tagen sind Badeplätze der Umgebung in kurzer Fahrzeit erreichbar, die Feldgehölze spenden Schatten; an kühlen Abenden liegt die Luft still über den Fluren. Hält sich der Winter, werden die gleichmäßigen Feldwege zu Bahnen für Langlauf und Schneeschuhe – leise, übersichtlich, ohne Aufwand.

Das Gemeindeleben trägt: Musik- und Theaterabende, Dorffeste, Proben und Trainings geben der Woche Struktur. Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten konzentrieren sich im nahen Umgriff, vieles bleibt fußläufig oder per Rad erreichbar. Die Vorteile für Alltag und Erholung liegen in der Hand: verlässliche Infrastruktur, lebendiges Vereinswesen, eine Landschaft, die direkt an die Haustür rückt – mit Runden zum Wandern, Strecken zum Radfahren und stillen Wegen für den Winter.

Rathaus in Kammlach
Pfarrkirche "Maria, Königin des heiligen Rosenkranzes" in Unterkammlach
 

Die erste urkundliche Nennung fällt 1167 in die Zeit der Reliquienschenkung des Abtes Isingrim von Ottobeuren; 1363 wird zwischen Ober- und Unterkammlach unterschieden, ab 1611 sind eigene Amtmänner für beide Ortsteile belegt. Oberkammlach war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte zur Herrschaft Mindelheim, die seit dem Frieden von Rastatt 1714 kurbayerisch war. Die Region erlebte die Belastungen des Dreißigjährigen Krieges: 1632 und 1646 zogen Heere durch Mittelschwaben, Einquartierungen und Abgaben betrafen den Raum um Mindelheim – ein Hintergrund, vor dem auch Kammlach seine Alltagslasten trug.

Mit dem Übergang an Bayern (1803/06) und dem Gemeindeedikt von 1818 entstanden die politischen Gemeinden Oberkammlach und Unterkammlach; sie wurden am 1. Mai 1978 zur heutigen Gemeinde Kammlach zusammengeschlossen. Kirchlich prägte über Jahrhunderte die Pfarrei Oberkammlach die Ortsteile. Nach dem Bevölkerungsanstieg der Nachkriegszeit entstand 1952 in Unterkammlach eine neue Kirche; 1961 wurde die Pfarrei Unterkammlach selbständig. Ein einschneidendes Ereignis bleibt der Absturz eines Starfighters am 1. Februar 1973 nahe Unterkammlach; der Pilot verhinderte einen Absturz in den Ort und kam dabei ums Leben.

Das Gemeindewappen, am 23. Juli 1979 genehmigt, bündelt Ortsgeschichte und Lage: der schwarze Rosskamm erinnert an die Herren von Kammlach, der blaue Wellenbalken an die Kammel, deren Quelle in der benachbarten Flur Erisried liegt; Schwarz und Gold weisen auf die Herren von Frundsberg als Inhaber der Herrschaft Mindelheim. Verwaltungssitz wurde Oberkammlach. Die wirtschaftliche Entwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts blieb ländlich geprägt; Landwirtschaft und Handwerk blieben tragend, später kamen Betriebe aus Bau und Produktion hinzu. 

Kontakt

Gemeinde Kammlach
Pfarrer-Herb-Straße 11
87754 Kammlach

Tel.: 08261 / 1495
Fax: 08261 / 8469
E-Mail: rathaus@kammlach.de

Besonderheiten

  • Konzerte
  • Dorffeste
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern