Unterallgäuer Orte - Übersicht

 
 
 
Pfarrkirche Sankt Afra in Lachen

Lachen

 
 

Lachen liegt ruhig zwischen sanften Hügeln und Bachläufen südöstlich von Memmingen. Wiesen öffnen weite Blicke, Feldraine und kleine Waldstücke rahmen die Dörfer; am Krebsbach sorgt eine Tretanlage für eine kurze Erfrischung nach Spaziergängen. Wer von Hetzlinshofen oder Theinselberg her kommt, erlebt die typischen Allgäuer Übergänge: offenes Kulturland, dazwischen Baumgruppen und Kapellen, und immer wieder Wege, die in wenigen Minuten von einem Ortsteil zum nächsten führen. Abseits großer Durchgangsstraßen bleibt es leise – ideal für Runden zu Fuß oder mit dem Rad, auch am Abend, wenn die Täler auskühlen.

Die Freizeit spielt sich draußen ab. Spazierwege folgen den Bächen und verbinden die Ortsteile; Radrouten führen über wenig befahrene Straßen in die Nachbarschaft der Regionslandschaft Donau-Iller. Wer längere Touren plant, verknüpft flache Strecken im Tal mit kleinen Anstiegen auf die Rücken rund um den Burgstall Theinselberg. Im Sommer bieten sich Bade- und Schwimmangebote in der Umgebung an; vor Ort steht die Tretanlage am Krebsbach für einen unkomplizierten Kneipp-Moment. In der kalten Jahreszeit eignen sich Feldwege und Waldränder für Winterwandern und Schneeschuhrunden.

Kulturell zeigt sich Lachen bodennah: Konzerte in kirchlichen Räumen, Dorffeste, Vereinsabende – das Jahresprogramm wächst aus dem Ort heraus. Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie sind erreichbar; Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe prägen das Bild. Für den Alltag zählen kurze Wege: Grundschule im Verbund, Kindertagesstätte, Sport- und Spielangebote der Vereine. Die Nähe zu Memmingen bringt zusätzliche Infrastruktur und Arbeitsplätze, ohne die ländliche Atmosphäre zu stören. So verbindet Lachen Landschaft, Dorfleben und verlässliche Alltagsqualität – mit kleinen Besonderheiten wie der Tretanlage am Krebsbach und den aussichtsreichen Wegen rund um den Theinselberg.

Das Rathaus von Lachen
Lachen
 

Lachen gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 zum Fürststift Kempten. Die Siedlungsstruktur mit mehreren Kirch- und Pfarrdörfern (u. a. Lachen, Herbishofen, Theinselberg) weist auf kontinuierliche Entwicklung in Mittelalter und Früher Neuzeit hin; der Burgstall Theinselberg markiert einen historischen Höhenplatz. Mit 1803 fiel das Gebiet an Bayern, 1818 entstand im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen die politische Gemeinde Lachen. Zuständigkeitswechsel folgten der Neuordnung der Verwaltung: am 1. Juli 1862 kam Lachen zum Bezirksamt (später Landkreis) Memmingen, der 1972 aufgelöst wurde; seit 1. Juli 1972 gehört Lachen zum neu gebildeten Landkreis Unterallgäu.

Kirchlich prägt die römisch-katholische Tradition den Ort; die Pfarrkirche St. Afra in Lachen und weitere Gotteshäuser in den Ortsteilen stehen für Bautätigkeit und Ausstattung über Jahrhunderte. Aus dem Gemeindegebiet stammen Persönlichkeiten wie der Freskenmaler Johannes Zick (1702 bis 1762) oder der Bauingenieur und Kartograf Georg Ludwig Stäbenhaber (1640 bis 1708). Das 19. und 20. Jahrhundert brachten – wie im schwäbischen Umland – landwirtschaftliche Modernisierung, Kleinhandwerk, Auspendeln in die nahen Zentren und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur (Schule, Kinderbetreuung, Straßen).

Die kommunale Entwicklung setzte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fort: 1978 wurden kleinere Gebietsteile an den Markt Ottobeuren abgetreten (Niebers, Schiessenhof), gleichzeitig formierte sich die Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg, der Lachen bis heute angehört. Aus dem dörflichen Beherbergungswesen entwickelte sich eine bis in die Gegenwart reichende Gastgeberkultur mit Ferienwohnungen, Gästehäusern und Bauernhöfen – eine praktische Ergänzung zur landwirtschaftlich geprägten Struktur. Historische Zäsuren wie der Dreißigjährige Krieg lassen sich in regionalen Quellen fassen; konkrete Ortsereignisse sind für Lachen in den vorliegenden Daten nicht belegt, die Linien der Zugehörigkeit, der Gemeindebildung und der Alltagsgeschichte sind jedoch klar: vom Stift Kempten über die bayerischen Reformen zur heutigen, gut angebundenen Landgemeinde.

Kontakt

Gemeinde Lachen
Hauptstraße 26
87760 Lachen

Tel.: 08332 / 340
Fax: 08332 / 5520
E-Mail: rathaus@gemeinde-lachen.de

Besonderheiten

  • Tretanlage am Krebsbach
  • Burgstall Theinselberg
  • Konzerte
  • Feste
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern
 
 
Allgäu-Karte wird geladen …