Memmingen verbindet eine hervorragend erhaltene Altstadt mit urbaner Lebendigkeit und kurzen Wegen. Zwischen Marktplatz, Rathaus und den Gassen mit ihren giebelständigen Häusern liegen Plätze, Museen und Spielstätten dicht beieinander. Der Stadtbach durchzieht die historische Mitte, Cafés und Geschäfte säumen seinen Lauf. Große Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer mit Toren und Türmen rahmen das Zentrum und gehen in Grünzüge über, die Raum für Erholung schaffen. In Richtung Iller führen Wege in die Auenlandschaften, während in den Ortsteilen Gärten, Bachläufe und Feldraine das Bild prägen.
Kulturell bietet die Stadt ein breites Spektrum. Thematische Stadtführungen erschließen die Altstadt, die Werke der Künstlerfamilie Strigel und die Geschichte der Freiheitsrechte. Das Stadtmuseum, das Antonitermuseum und die MEWO Kunsthalle setzen kunst- und kulturhistorische Akzente. Das Kulturzentrum Kaminwerk bringt Konzerte, Lesungen und Film auf die Bühne, die Stadthalle vereint Kultur- und Kongressveranstaltungen, und das Landestheater Schwaben spannt den Bogen von klassischen zu zeitgenössischen Inszenierungen.
Tourist Information Memmingen
Marktplatz 3
87700 Memmingen
Tel.: 08331 / 850-172 oder -175
Fax: 08362 / 39625
E-Mail: info@memmingen.de
Wer draußen unterwegs sein möchte, findet ein dichtes Netz an Rad- und Spazierwegen durch die Stadtteile und hinaus in die offene Landschaft des Allgäus. Parkanlagen entlang der Stadtmauer, Uferbereiche an Stadtbach und Memminger Ach sowie Grünflächen wie der Stadtpark Neue Welt laden zum Verweilen ein. Schwimmen ist im Hallen- und Freibad möglich, im Winter bietet die Eissporthalle Gelegenheit zum Eislaufen und für Sportveranstaltungen.
Traditionen prägen das Jahresbild: Kinderfest, Fischertag und historische Festspiele verwandeln die Altstadt regelmäßig in eine Bühne lebendiger Geschichte. Getragen werden diese Ereignisse von einer aktiven Vereinskultur aus Musik, Sport und Ehrenamt. Einkaufsmöglichkeiten reichen von inhabergeführten Geschäften bis zu größeren Einkaufszentren, die Gastronomie zeigt sich vielfältig – von traditionell bis modern. Bildungsangebote vom Kindergarten bis zu weiterführenden Schulen unterstreichen die Funktion als Schul- und Verwaltungsstandort; Bahnanschlüsse und die Nähe zum Flughafen sichern eine gute Erreichbarkeit.
Für Gäste steht eine breite Auswahl an Unterkünften bereit: Hotels in der Kernstadt, Gasthöfe und Pensionen mit Frühstück, Ferienwohnungen und Gästehäuser für Selbstversorger sowie – besonders in den ländlich geprägten Ortsteilen – Bauernhöfe für Urlaub auf dem Land. Memmingen verbindet städtische Vielfalt mit schnellen Übergängen ins Grüne und bleibt dabei überschaubar, fußläufig und gut erreichbar.
Steinzeitliche Funde an der Iller und römische Baureste markieren die frühen Spuren. Erstmals urkundlich greifbar wird „Mammingin“ 1128. 1158 erhob Welf VI. den Ort zur Stadt; nach 1191 stand Memmingen unter staufischem Einfluss. 1286 erklärte König Rudolf I. Memmingen zur Freien Reichsstadt und bestätigte Stadtrechte. Die Ummauerung wurde 1445 ein letztes Mal erweitert; Türme und Tore prägen bis heute das Bild.
Im 15. und frühen 16. Jahrhundert sorgten Handel und städtische Kunst für Aufschwung, Drucker und Papiermühle arbeiteten in der Stadt. 1525 entstanden in Memmingen die „Zwölf Artikel“ der oberschwäbischen Bauernbewegung; die Reformation fasste früh Fuß, Memmingen wurde ein Zentrum evangelischer Prägung in Oberschwaben. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ tiefe Spuren: 1632 weilte König Gustav Adolf in der Stadt; Belagerungen und Besatzungen belasteten Bevölkerung und Bausubstanz, bevor die Garnison 1649 abzog.
Die städtische Gerichtshoheit war seit dem Mittelalter ausgeprägt; das Privileg der Blutgerichtsbarkeit (1438 bestätigt) erlosch mit dem Übergang an Bayern. 1803 fiel Memmingen im Zuge der Mediatisierung an das Kurfürstentum, 1806 an das Königreich Bayern. Im 19. Jahrhundert stärkten Verwaltungssitz, Schulen und der Eisenbahnanschluss 1862 die Rolle als Verkehrsknoten und Markt. Industriebetriebe und Handwerk ergänzten die gewachsenen Gewerke.
Im 20. Jahrhundert trafen Bombardements den Süden der Altstadt; Synagoge und Quartiere gingen verloren, zentrale Bauten wurden später gesichert oder wiederaufgebaut (etwa das Siebendächerhaus). Nach 1945 wuchs die Stadt, wurde 1993 Oberzentrum. Kulturell entstanden und modernisierten sich Häuser wie das Landestheater Schwaben, das Stadtmuseum im Hermansbau, das Antonitermuseum und die MEWO Kunsthalle. 2001 erhielt der Bahnhof einen Neubau, 2007 nahm der nahe Flughafen den Linienbetrieb auf.
Fischertag • Memminger Meile • Memminger Kinderfest • alle 4 Jahre Historische Wallensteinwoche • Themen-Stadtführungen • Stadtmauer • Museen • MEWO Kunsthalle • Kaminwerk • Stadthalle • Landestheater Schwaben • Kino • Konzerte • Gastronomie • diverse Einkaufsmöglichkeiten • Eissporthalle • Eislaufen • Radfahren • Wandern • Schwimmen • Flughafen