Der Markt Türkheim liegt im Landkreis Unterallgäu nahe der Kreisstadt Mindelheim. Der Ort verbindet eine gewachsene Struktur mit moderner Infrastruktur und wird für seine hohe Wohn- und Lebensqualität geschätzt. Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, vielseitige Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie sowie ein aktives Vereinsleben bilden die Grundlage für einen lebendigen Alltag.
RATHAUS & BÜRGERSERVICE
Marktgemeinde Türkheim
Maximilian-Philipp-Straße 32
86842 Türkheim
Tel.: 08245 / 53-0
Fax: 08245 / 53-22
E-Mail: rathaus@tuerkheim.de
Bewegung und Freizeit sind direkt vor Ort möglich. Entlang der Wertach führen Wege für Spaziergänge und Radtouren, Feldstraßen erschließen die umliegende Kulturlandschaft. Sportplätze, Tennisanlagen, eine Skate- und Streetballfläche sowie Boule-/Schach-Ecken ergänzen das Bild. Im Winter kommen Loipen und kleinere Hänge für Abfahrten hinzu. Schwimmen ist im Freibad und an nahegelegenen Seen möglich. Das Schlossensemble mit Heimatmuseum und Ausstellungen setzt kulturelle Akzente, ergänzt durch Kino, kleinere Bühnenformate und ein vielseitiges Vereinsleben.
Für Gäste stehen die im Allgäu üblichen Unterkunftsformen zur Verfügung, darunter Gasthöfe, Pensionen und Ferienwohnungen. Familien finden im Ort zahlreiche Spielmöglichkeiten, während die Wertachauen naturnahe Freiräume bieten. Ergänzt wird das Angebot durch ein Kunsteisstadion in der kalten Jahreszeit. Insgesamt vereint Türkheim eine dichte Infrastruktur mit naturnaher Lage und bietet damit sowohl für Einheimische als auch für Besucher ein ausgewogenes Umfeld.
Frühe Spuren menschlicher Präsenz reichen in die Vor- und Frühgeschichte; keltische und spätere römische Zeugnisse im weiteren Raum sind belegt, die Römerstraße Augsburg–Kempten berührte die Gegend. Die erste gesicherte Nennung Türkheims stammt aus dem Jahr 1090 im Zusammenhang einer welfischen Schenkung an das Kloster Weingarten. Im Frühmittelalter gehörte der Ort zur Herrschaft Schwabegg. Patronatsrechte lagen seit 1226 bei den Regularkanonikern vom Heiligen Grab in Denkendorf; nach der Reformation gelangten Zehnt und Präsentationsrecht in weltliche Hände und anschließend an das bayerische Herrscherhaus.
Ein starker Entwicklungsschub fällt in das 17. Jahrhundert: 1666 löste Kurfürst Ferdinand Maria die verpfändete Herrschaft Schwabegg ein, sein Bruder Herzog Maximilian Philipp nahm Türkheim zum persönlichen Lebensmittelpunkt. Am 07. Oktober 1700 erhob er das Dorf zum Markt. Handwerk und Kunsthandwerk gewannen an Strahlkraft; Werkstätten aus Türkheim lieferten Kirchenausstattungen weit über die Region hinaus. Das Große Schloss gründet auf einem Bau von 1532 bis 1535 und wurde 1682 bis 1686 barock überformt; seine heutige Gestalt erhielt es 1754 bis 1757 nach Plänen aus dem Münchner Hofumfeld. Der Schlossgarten entstand als barockes Pendant.
Kirchlich prägten die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, das Kapuzinerkloster (Ansiedlung im späten 17. Jahrhundert) und weitere Kapellen das Ortsbild; Umnutzungen und Verluste einzelner Gotteshäuser fielen in die Säkularisations- und Folgezeit. Katastrophen überliefert die Ortsgeschichte in den üblichen Schlaglichtern: Pestzüge früherer Jahrhunderte, kriegerische Durchzüge, Brände – ohne dass eine singuläre Großkatastrophe den Ort dauerhaft gezeichnet hätte.
Mit dem Übergang an Bayern wurde die Verwaltung neu geordnet: 1803/06 Festigung der bayerischen Landesherrschaft, 1818 Gemeindeedikt und Einrichtung der modernen Gemeinde. Als Gerichts- und Verwaltungsstandort behielt Türkheim über das 19. Jahrhundert hinaus Bedeutung; parallel professionalisierte sich das Schulwesen. Verkehrliche Impulse brachte 1908 die Staudenbahn (Türkheim-Bahnhof–Ettringen, später bis Gessertshausen). 1917 folgte mit der Salamander-Schuhfabrik ein industriegeschichtlicher Einschnitt.
Die Kriegszeit 1939 bis 1945 hinterließ Spuren: 1944/45 bestand am Bahnhof das Außenlager Kaufering VI des KZ Dachau; Gedenkorte in Bahnhofsnähe erinnern heute an die Opfer. Nach 1945 setzte eine kontinuierliche Ortsentwicklung ein; einzelne staatliche Einrichtungen wurden verlagert, dafür entstanden Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur neu. Der Ausbau der B 18 zur A 96, der Vollausbau 2009 und die Umgehungsstraße (2003) ordneten die Verkehrsströme neu. 1978 wurde Irsingen im Zuge der Gebietsreform eingegliedert. Tourismus im engeren Sinne blieb stets kleinteilig; die Gastgeber-Tradition entwickelte sich aus Gasthäusern, Pensionen und spätere Ferienwohnungsangebote, während das Schlossensemble Kulturträger blieb.
Schloss Türkheim • Schlossgarten • Kino • Heimatmuseum • Ausstellungen • Bio-Markt • Freibad • Kunsteisstadion • Tennisplatz • Golfplatz • Spielplätze • Kneippanlagen • Streetballanlage • Anlage für Boccia oder Schach • Skateboardbahn • Einkaufsmöglichkeiten • Gastronomie • Wandern • Radfahren • Schwimmen • Langlauf • Schneeschuhwandern
EISSTADION
Sieben-Schwaben-Stadion
Türkheim, Stadt, Waldstraße 5, 86842 Türkheim
THERMEN, HALLEN- u. FREIBÄDER
Freibad Türkheim
Türkheim, Badstraße 20, 86842 Türkheim