Mariä Heimsuchung

Mariä Heimsuchung in Lechbruck am See

Überblick

Die katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung steht weithin sichtbar auf einer Anhöhe in Lechbruck am See. Der frühklassizistische Bau entstand ab 1786, nachdem die ältere Kirche durch einen Blitzschlag schwer beschädigt worden war. 1790 wurde der Neubau geweiht, der Turm folgte 1792.

Bemerkenswert ist die weitgehend geschlossen erhaltene Ausstattung aus der Entstehungszeit. Fresken von Johann Nepomuk Eberle, Altäre mit Figuren von Nikolaus Weiß und das Gnadenbild „Unsere Liebe Frau am Lech“ verbinden Klassizismus und ältere Wallfahrtstradition.

Bau & Architektur

Baumeister des 1786 begonnenen Neubaus war Johann Anton Geisenhof aus Pfronten. Das einschiffige Langhaus ist durch korinthische Doppelpilaster und hohe Rundbogenfenster gegliedert. Im nördlichen Chorwinkel erhebt sich der etwa 45 Meter hohe Glockenturm.

Die Kirche wurde 1790 geweiht; Matthias und Franz Ott vollendeten den Turm zwei Jahre später. Die klare Architektur und die zurückhaltende Stuckdekoration stehen bereits im Zeichen des Frühklassizismus, während einzelne Elemente noch an den ausgehenden Barock erinnern.

Ausstattung & Kunstwerke

Johann Nepomuk Eberle schuf 1788 die Fresken. Im Chor ist die Begegnung Mariens mit Elisabeth dargestellt, im Langhaus die Himmelfahrt Mariens. Die Altäre tragen Figuren von Nikolaus Weiß. Im Hochaltar befindet sich das Gnadenbild „Unsere Liebe Frau am Lech“, eine bekleidete Madonna mit Kind aus dem 17. Jahrhundert.

Die klassizistische Kanzel entstand um 1780/90. Kreuzwegbilder von Franz Anton Wassermann aus dem Jahr 1750 wurden aus der Vorgängerkirche übernommen. Votivbilder an der Westwand erinnern an die frühere Wallfahrt zum Lechbrucker Gnadenbild.

Besuch & Informationen

Name: Mariä Heimsuchung

Ort: Lechbruck am See

Adresse: Flößerstraße 1
86983 Lechbruck am See

Kirchentyp: katholische Pfarrkirche

Besonderheiten: Neubau ab 1786 • Frühklassizismus • Johann Anton Geisenhof • Fresken von Johann Nepomuk Eberle • Gnadenbild • historische Wallfahrt

Internetseite: Weitere Informationen

 

Geschichte

Eine erste Kirche in Lechbruck entstand vermutlich 1616. 1779 wurde der Ort zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Das dort verehrte Gnadenbild „Unsere Liebe Frau am Lech“ war Ziel einer Wallfahrt. 1785 beschädigte ein Blitzschlag die ältere Kirche so schwer, dass sie abgebrochen werden musste.

Bereits 1786 begann etwas weiter nördlich der heutige Neubau. 1790 erfolgte die Weihe, 1792 war auch der Turm fertiggestellt. Im Zuge der Aufklärung verlor die Wallfahrt an Bedeutung. Bei der Renovierung von 1985 bis 1990 wurden die ursprüngliche Farbgestaltung und der Charakter der frühklassizistischen Ausstattung weitgehend wiederhergestellt.


Mariä Heimsuchung • Lechbruck am See • Pfarrkirche • Frühklassizismus • Neubau 1786 • Weihe 1790 • Turm 1792 • Johann Anton Geisenhof • Johann Nepomuk Eberle • Nikolaus Weiß • Unsere Liebe Frau am Lech • Wallfahrt

 
 

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