Die Wallfahrtskapelle Maria Schnee liegt im Ortsteil Kapelle westlich von Markt Rettenbach am schwäbisch-bayerischen Jakobsweg. Ihr Ursprung geht auf ein Gelöbnis des Bauern Johannes Herz während des Dreißigjährigen Krieges zurück. Nachdem die Pest im Ort zurückgegangen war, entstand von 1646 bis 1654 eine erste Kapelle.
Der rasch wachsende Zustrom von Wallfahrern machte bereits wenige Jahrzehnte später einen größeren Neubau notwendig. Die heutige Kapelle wurde 1710 geweiht. Ihr Innenraum besitzt reichen Stuck, figürlichen Schmuck, Deckenbilder und einen Hochaltar von 1718, in den das Gnadenbild der ersten Kapelle übernommen wurde.
Die erste Kapelle entstand 1646 bis 1654 als Folge des Pestgelöbnisses. Wegen der zunehmenden Wallfahrt wurde Anfang des 18. Jahrhunderts ein größerer Neubau errichtet, der 1710 geweiht wurde.
Der barocke Innenraum ist reich dekoriert. Stuck und figürlicher Schmuck verleihen dem vergleichsweise kleinen Wallfahrtsbau eine festliche Wirkung. Die Kapelle liegt leicht abseits des Ortskerns und ist bis heute ein eigener Wallfahrtsplatz.
Der Hochaltar von 1718 trägt das Gnadenbild aus der ersten Kapelle von 1654. Zwei Engel halten das Marienbild in einem großen Rahmen. Der Tabernakel besitzt eine kunstvolle Silberarbeit aus dem Jahr 1709 mit Maria und Johannes unter dem Kreuz.
Die Deckengemälde zeigen die Aufnahme Mariens in den Himmel und ihre Krönung. Das Patrozinium Maria Schnee erinnert an die Legende um die römische Basilika Santa Maria Maggiore und den Schneefall auf dem Esquilin.
Name: Maria Schnee
Ort: Markt Rettenbach, Ortsteil Kapelle
Adresse: Kapellenstraße 6
87733 Markt Rettenbach
Kirchentyp: katholische Wallfahrtskapelle
Besonderheiten: Pestgelöbnis • erste Kapelle 1646–1654 • Neubau 1710 geweiht • Gnadenbild von 1654 • Hochaltar 1718 • Wallfahrt
Zuständig: Pfarreiengemeinschaft Markt Rettenbach
Telefon: 08392 268
E-Mail: pg.markt.rettenbach@bistum-augsburg.de
Internetseite: Weitere Informationen
Während des Dreißigjährigen Krieges gelobte der Rettenbacher Bauer Johannes Herz, eine Kapelle zu Ehren der Gottesmutter zu errichten, wenn die Pest aufhöre. Nach dem Ende der Epidemie wurde das Gelübde eingelöst und zwischen 1646 und 1654 eine erste Kapelle gebaut.
Der Wallfahrtsbetrieb nahm stark zu, sodass ein größerer Neubau notwendig wurde. 1710 wurde die heutige Kapelle geweiht, 1718 entstand der Hochaltar. Ursprünglich hieß die Wallfahrt „Maria Trost“ beziehungsweise „Mutter der Barmherzigkeit“. Die Bezeichnung Maria Schnee setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch.
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