Burgenmuseum Eisenberg

Burgenmuseum Eisenberg

Überblick

Das Burgenmuseum Eisenberg widmet sich der Geschichte der benachbarten Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg und vermittelt Einblicke in das Leben des Adels, den Burgenbau und die Entwicklung des Rittertums im Allgäu. Die Ausstellung entstand aus zahlreichen archäologischen Funden, die bei Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen auf den Burgruinen entdeckt wurden. Heute präsentiert das Museum die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungen und macht die Geschichte der beiden bedeutenden Burganlagen anschaulich erlebbar.

Ausstellung & Rundgang

Das Museum wurde 1985 eröffnet und 2017 nach modernen museumspädagogischen Gesichtspunkten vollständig neu gestaltet. In fünf Themenräumen und einem Medienraum werden die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg aus unterschiedlichen Blickwinkeln vorgestellt. Ausgewählte Grabungsfunde, Rekonstruktionen und bildhafte Inszenierungen erläutern Bauweise, Nutzung und Niedergang der Burgen ebenso wie die Entwicklung des Rittertums im Spätmittelalter.

Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene ebenso wie an Familien. Spezielle Kinderstationen ermöglichen einen spielerischen Zugang zur Burgenwelt und vermitteln historische Zusammenhänge auf anschauliche Weise.

Die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg

Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte der Burg Eisenberg. Sie entstand vermutlich um 1315 und wurde erstmals 1340 urkundlich erwähnt. Nach wechselnden Besitzverhältnissen gelangte die Herrschaft an die Freiherren von Freyberg und später an Österreich. Im Bauernkrieg wurde die Burg beschädigt, im Dreißigjährigen Krieg schließlich gemeinsam mit Hohenfreyberg und Falkenstein niedergebrannt. Seitdem blieb sie Ruine.

Auch die Burgruine Hohenfreyberg wird ausführlich vorgestellt. Die zwischen 1418 und 1432 errichtete Anlage zählt zu den letzten großen Burgneubauten des Mittelalters in Deutschland. Ihre Erbauer wollten bewusst an die große Zeit der Ritterburgen anknüpfen. Nach späteren Ausbauten entwickelte sich Hohenfreyberg zu einer modernen Festungsanlage, bevor sie 1646 ebenfalls zerstört wurde.

Sammlung & Besonderheiten

Grundlage der Ausstellung bilden zahlreiche Grabungsfunde von beiden Burgruinen. Waffen, Alltagsgegenstände, Bauteile und weitere Fundstücke dokumentieren das Leben auf den Burgen über mehrere Jahrhunderte. Ergänzt werden die Originalfunde durch Modelle, Rekonstruktionen und multimediale Präsentationen. Ein Medienraum vertieft die Inhalte und vermittelt zusätzliche Einblicke in die Forschungsgeschichte der Anlagen.

Besonders reizvoll ist die Verbindung von Museumsbesuch und anschließender Besichtigung der nur wenige Kilometer entfernten Burgruinen. Dadurch lassen sich Ausstellung und Originalschauplätze unmittelbar miteinander verbinden.

Besuch & Informationen

Name: Burgenmuseum Eisenberg

Ort: Eisenberg-Zell

Eröffnung: 1985

Neugestaltung: 2017

Träger: Burgenverein Eisenberg und Gemeinde Eisenberg

Schwerpunkte: Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg • Burgenbau • Rittertum • Archäologie

Besonderheiten: Grabungsfunde • Medienraum • Kinderstationen • Virtueller Rundgang

 

Geschichte des Museums

Die Idee zur Museumsgründung entstand, nachdem bei den Sicherungsarbeiten an der Burgruine Eisenberg immer mehr historische Funde zutage kamen. Gemeinsam richteten der Burgenverein Eisenberg und die Gemeinde daraufhin ein eigenes Museum ein, das am 19. Mai 1985 eröffnet wurde. Nach einer umfassenden Neugestaltung konnte die moderne Ausstellung im Mai 2017 wieder der Öffentlichkeit übergeben werden.


Burgenmuseum • Burgruine Eisenberg • Burgruine Hohenfreyberg • Mittelalter • Rittertum • Grabungsfunde • Archäologie • Burgenbau • Medienraum • Kinderstationen • Burgenverein Eisenberg • Kulturgeschichte des Allgäus

 
 

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