Galerien im Hohen Schloss Füssen

Galerien im Hohen Schloss Füssen

Überblick

Die Galerien im Hohen Schloss verbinden bedeutende Kunstsammlungen mit einem der eindrucksvollsten Profanbauten der deutschen Spätgotik. In den historischen Räumen der ehemaligen Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe präsentieren die Staatsgalerie und die Städtische Galerie Kunstwerke vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Ergänzt wird der Museumsbesuch durch den Zugang zu Wehrgang, Türmen und der Veitskapelle sowie durch eindrucksvolle Ausblicke über die Altstadt und das Füssener Land.

Ausstellung & Rundgang

Die Staatsgalerie befindet sich in den ehemaligen fürstbischöflichen Residenzräumen. Sie bietet einen Überblick über die Kunst im Allgäu und im schwäbischen Raum an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Gezeigt werden Tafelbilder, Skulpturen und Glasgemälde von hoher kunsthistorischer Bedeutung. Ein großer Teil der Sammlung stammt aus der Oettingen-Wallersteinschen Kunstsammlung, die König Ludwig I. im Jahr 1828 erwarb. Zu den herausragenden Werken gehören die Magnus-Tafeln eines Allgäuer Meisters sowie eindrucksvolle Darstellungen von Krieg und Pest aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Der prachtvolle Festsaal mit geschnitzter Kassettendecke, Glasgemälden von Hans Holbein dem Älteren und Hans Burgkmair sowie Darstellungen bedeutender Heiliger vermittelt einen Eindruck von der kulturellen Blütezeit unter Kaiser Maximilian I. Auch dessen häufige Aufenthalte in Füssen werden in der Ausstellung thematisiert.

Städtische Galerie

Die Städtische Galerie widmet sich vor allem der Kunst des 19. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt auf Werken der Münchner Malerschule. Zu sehen sind Gemälde von Carl Spitzweg, Adolf Lier, Joseph Wenglein und Franz von Defregger. Ergänzt wird die Sammlung durch Arbeiten des Malers Oskar Freiwirth-Lützow, der viele Jahre in Bad Faulenbach lebte und mit seinem Monumentalgemälde „Prozession in Leukerbad“ vertreten ist.

Hohes Schloss

Das Hohe Schloss selbst gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Füssens. Die Anlage entstand aus einer mittelalterlichen Burg, die zwischen 1489 und 1504 unter Fürstbischof Friedrich II. von Zollern zu einem repräsentativen Burgschloss ausgebaut wurde. Besonders bekannt sind die illusionistischen Fassadenmalereien, die bis heute das Erscheinungsbild prägen. Nach der Säkularisation ging das Schloss an Bayern über und wird heute als Museumsstandort genutzt.

Wehrgang, Türme und Veitskapelle

Über die Staatsgalerie gelangen Besucher auf den historischen Wehrgang. Von dort führt der Weg hinauf in den Torturm und zum ehemaligen Türmerzimmer mit weitem Blick über Füssen, das Lechtal und die umliegende Berglandschaft. Ebenfalls zugänglich ist die Veitskapelle, die als eine der höchstgelegenen Schlosskapellen Deutschlands gilt.

Sammlung & Besonderheiten

Die Galerien vereinen Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten in authentischen historischen Räumen. Besonders hervorzuheben sind die Magnus-Tafeln, die Glasgemälde von Hans Holbein dem Älteren und Hans Burgkmair, Werke der Münchner Malerschule sowie der originale Festsaal des Hohen Schlosses. Die Verbindung von Kunstmuseum, spätgotischer Schlossanlage und Aussichtspunkt macht den besonderen Reiz des Hauses aus.

Besuch & Informationen

Name: Galerien im Hohen Schloss

Ort: Füssen

Adresse: Magnusplatz 10,
87629 Füssen

Träger: Bayerische Staatsgemäldesammlungen und Stadt Füssen

Schwerpunkte: Kunst des 15. bis 19. Jahrhunderts • Spätgotik • Münchner Malerschule • Schlossgeschichte

Besonderheiten: Staatsgalerie • Städtische Galerie • Festsaal • Wehrgang • Torturm • Veitskapelle

Telefon: 08362 940162 • 08362 903143

E-Mail: museum@stadt-fuessen.de

 

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