Das Museum der Stadt Füssen befindet sich im ehemaligen Benediktinerkloster Sankt Mang und verbindet Stadtgeschichte, Kunst, Klosterkultur und Musikinstrumentenbau unter einem Dach. Die Ausstellung führt durch die barocken Prunkräume des Klosters und widmet sich zugleich den kulturellen Entwicklungen der Stadt vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Zu den Höhepunkten zählen der Kaisersaal, die Klosterbibliothek, der Füssener Totentanz sowie die europaweit bedeutende Sammlung zum Lauten- und Geigenbau.
Das Museum ist im Südteil der ehemaligen Benediktinerabtei Sankt Mang untergebracht. Die Geschichte des Klosters reicht bis zum Wirken des heiligen Magnus um das Jahr 750 zurück. Damit zählt die Anlage zu den ältesten Klosterstandorten nördlich der Alpen. Um 1700 entstand unter Baumeister Johann Jakob Herkomer die bis heute erhaltene barocke Klosteranlage mit ihrer markanten Symmetrie und italienisch geprägten Architektur.
Zu den eindrucksvollsten Räumen gehören der reich ausgestattete Kaisersaal sowie die ungewöhnliche Klosterbibliothek mit ihrem ovalen Grundriss. Beide vermitteln einen Eindruck von der einstigen Bedeutung des Klosters und seiner repräsentativen Architektur.
Ein besonderer Schwerpunkt des Museums widmet sich den Füssener Lauten- und Geigenmachern. Bereits im 14. Jahrhundert sind Lautenmacher in der Stadt nachweisbar. Mit der Gründung der ersten Lautenmacherzunft Europas im Jahr 1562 entwickelte sich Füssen zu einem Zentrum des europäischen Musikinstrumentenbaus. Viele Handwerker wanderten später nach Italien aus und gründeten dort bedeutende Werkstätten.
Zu den herausragenden Ausstellungsstücken zählt eine Laute aus dem 16. Jahrhundert, die zu den „100 Heimatschätzen Bayerns“ gehört. Ergänzt wird die Sammlung durch historische Instrumente, Dokumente und das Archiv der Deutschen Lautengesellschaft.
Das Museum beleuchtet zahlreiche Facetten der Füssener Geschichte. Ein bedeutendes Exponat ist der Füssener Totentanz von Jakob Hiebeler aus dem Jahr 1602. Das monumentale Werk gilt als ältester erhaltener Totentanz Bayerns und zählt zu den bedeutenden Totentanzdarstellungen Europas.
Weitere Ausstellungsbereiche beschäftigen sich mit der Entwicklung Füssens zur Industriestadt, insbesondere mit der Geschichte der Hanf- und Seilerwarenproduktion. Auch die gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts werden anhand von Objekten und Dokumenten nachvollziehbar dargestellt.
Zur Sammlung gehören mehrere historische Weihnachtskrippen, darunter die große Krippe des Füssener Holzbildhauers Edmund Sprenzel. Ergänzt werden die Dauerausstellungen regelmäßig durch Sonderausstellungen zu Kunst, Kultur und Stadtgeschichte.
Mit der Reihe „Staunen und Wissen“ werden zudem ausgewählte Objekte der Sammlung ausführlich vorgestellt und in ihren historischen Zusammenhang eingeordnet.
Name: Museum der Stadt Füssen
Ort: Füssen
Adresse: Lechhalde 3,
87629 Füssen
Träger: Stadt Füssen
Schwerpunkte: Stadtgeschichte • Klosterkultur • Musikinstrumentenbau • Kunst • Brauchtum
Besonderheiten: Barockkloster Sankt Mang • Kaisersaal • Klosterbibliothek • Füssener Totentanz • Lautensammlung • Krippenausstellung
Telefon: 08362 903143
E-Mail: museum@stadt-fuessen.de
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