Das Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz bei Immenstadt widmet sich dem Leben, Arbeiten und Wirtschaften der Allgäuer Bergbauern. Auf über 1.000 Metern Höhe verbindet das Freilichtmuseum historische Gebäude, originale Hofanlagen, traditionelle Landwirtschaft und die Kulturlandschaft des Allgäus zu einem weitläufigen Museumsgelände. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Berglandwirtschaft von früher bis in die Gegenwart und vermittelt anschaulich die Bedeutung von Milchwirtschaft, Alpwesen und bäuerlicher Lebensweise für die Region.
Der Museumsrundgang führt durch historische Gebäude, Freiflächen und Themenstationen. Bereits im Eingangsgebäude wird die Entwicklung der Allgäuer Bergbauernwirtschaft vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entstehung der Milchwirtschaft und der Bedeutung des Käses für das sogenannte „Blaue Allgäu“.
Auf dem weitläufigen Gelände folgen Museumsbauernhof, Sattler-Hof, Panoramatenne, Bienen- und Imkerhaus, Rosshütte, Heuschinde sowie weitere historische Gebäude. Die verschiedenen Stationen vermitteln Einblicke in Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften auf einem Bergbauernhof.
Im Mittelpunkt des Museums steht die traditionelle Berglandwirtschaft. Die Ausstellung erklärt den Weg vom Gras zur Milch und zeigt die Arbeitsabläufe auf einem Allgäuer Bauernhof. Ein begehbarer Kuhmagen macht biologische Zusammenhänge anschaulich und vermittelt Wissen über die Haltung und Bedeutung von Rindern in der Berglandwirtschaft.
Auf dem Museumsgelände leben verschiedene traditionelle Nutztierrassen, darunter Allgäuer Braunvieh, Bergschafe, Bentheimer Schweine und historische Geflügelrassen. Dadurch werden frühere Formen der Landwirtschaft unmittelbar erfahrbar.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Allgäuer Alpwirtschaft. Die historische Höfle-Alpe dokumentiert den Alltag der Sennen und erläutert die Bedeutung des Alpsommers für Mensch, Tier und Landschaft. Auch der traditionelle Viehscheid wird thematisiert. Das Museum verdeutlicht, wie über Jahrhunderte hinweg die charakteristische Kulturlandschaft des Allgäus entstanden ist.
Zum Gelände gehören außerdem ein Bauern- und Kräutergarten nach historischem Vorbild, ein Bienen- und Imkerhaus sowie verschiedene Stationen zur Nutzung und Bewirtschaftung der Berglandschaft.
Zu den besonderen Exponaten zählt die Heuschinde, die ursprünglich im Steigbachtal bei Immenstadt stand. Solche Gebäude dienten früher als Zwischenlager für Heu, das im Winter mit Schlitten zu den Höfen transportiert wurde. Durch die Umsetzung ins Museum konnte dieses Zeugnis der traditionellen Landwirtschaft erhalten werden.
Die historischen Gebäude vermitteln einen authentischen Eindruck von Bauweise, Arbeitsabläufen und Lebensverhältnissen der Bergbauern im Allgäu.
Das Museum versteht sich als Erlebnis- und Mitmachmuseum. Für Kinder stehen verschiedene Entdeckerstationen zur Verfügung, darunter die Zeitreise im Sattler-Hof, ein Kinderkino, Spielbereiche und Mitmachangebote. Dabei wird Wissen über das Leben auf einem Bergbauernhof spielerisch vermittelt.
Durch Führungen, Kurse und Sonderausstellungen wird das Museumsangebot regelmäßig erweitert und ergänzt.
Name: Allgäuer Bergbauernmuseum
Ort: Diepolz (Stadt Immenstadt im Allgäu)
Adresse: Diepolz 44,
87509 Immenstadt im Allgäu
Träger: Allgäuer Bergbauernmuseum e. V.
Schwerpunkte: Berglandwirtschaft • Alpwirtschaft • Milchwirtschaft • Kulturlandschaft • Alltagsgeschichte
Besonderheiten: Freilichtmuseum • Höfle-Alpe • Museumsbauernhof • Begehbarer Kuhmagen • Historische Nutztierrassen • Heuschinde • Panoramatenne • Bienen- und Imkerhaus
Telefon: 08320 9259290
E-Mail: info@bergbauernmuseum.de
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