Das Kempten-Museum im Zumsteinhaus erzählt die mehr als 2.000-jährige Geschichte der Stadt Kempten. Als modernes Stadtmuseum verbindet es historische Themen mit aktuellen Fragestellungen und versteht sich als offener Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die Dauerausstellung präsentiert Stadtgeschichte multimedial, interaktiv und barrierefrei. Seit seiner Eröffnung im Dezember 2019 hat sich das Museum zu einem zentralen Kulturort entwickelt und wurde 2020 als Deutschlands bestes Heimatmuseum ausgezeichnet.
Die Dauerausstellung führt durch die Geschichte Kemptens von den Anfängen bis in die Gegenwart. Themenräume beschäftigen sich mit Macht, Migration, Gesundheit, Freizeit, Stadtentwicklung und gesellschaftlichem Wandel. Ein großes Stadtmodell mit audiovisueller Inszenierung vermittelt die Entwicklung Kemptens im Wandel der Jahrhunderte. Interaktive Stationen und digitale Medien ermöglichen einen vielseitigen Zugang zu den Inhalten.
Neben der Dauerausstellung finden regelmäßig Sonderausstellungen statt, die historische, gesellschaftliche und kulturelle Themen aufgreifen. Führungen, Workshops, Tastführungen, Familienangebote, Stadtrundgänge und museumspädagogische Programme ergänzen das Angebot. Die Kempten-Museum-App bietet zusätzliche Hörspiele und interaktive Elemente zur Stadtgeschichte.
Das Museum greift auf die umfangreichen kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Kempten zurück, deren Ursprünge bis in die 1880er Jahre reichen. Heute umfasst die Sammlung mehr als 70.000 kunst- und kulturgeschichtliche Objekte. Sie dokumentieren die Geschichte Kemptens und des Allgäus über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Besonders ist die konsequent partizipative Ausrichtung des Museums. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen und Kindertagesstätten wirken regelmäßig an Ausstellungen und Projekten mit. Wechselnde Objekte aus dem Alltag der Bevölkerung werden gemeinsam mit ihren Geschichten präsentiert. Dieses Konzept war ein wesentlicher Grund für die Auszeichnung als Deutschlands bestes Heimatmuseum 2020.
Das Museum befindet sich im denkmalgeschützten Zumsteinhaus am Hildegardplatz. Das repräsentative Bürgerpalais wurde 1802 von der Kaufmannsfamilie Zumstein de la Pierre als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Die Familie handelte vor allem mit Textilien und Seidenstoffen aus der Schweiz und Norditalien.
Nach unterschiedlichen Nutzungen ging das Gebäude 1961 in den Besitz der Stadt Kempten über. Es beherbergte zunächst ein Römermuseum und später ein Naturkundemuseum. Nach einer umfassenden Neukonzeption entstand hier das heutige Kempten-Museum, das seit 2019 rund 580 Quadratmeter barrierefreie Ausstellungsfläche bietet.
Name: Kempten-Museum im Zumsteinhaus
Ort: Kempten (Allgäu)
Adresse: Residenzplatz 31,
87435 Kempten (Allgäu)
Eröffnung: Dezember 2019
Schwerpunkte: Stadtgeschichte • Kulturgeschichte • Alltagsgeschichte • Bürgerbeteiligung • Sonderausstellungen
Besonderheiten: Deutschlands bestes Heimatmuseum 2020 • Freier Eintritt • Interaktive Ausstellung • Kempten-Museum-App • Barrierefreiheit
Telefon: 0831 2525-1790
E-Mail: museen@kempten.de
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10–18 Uhr
Eintritt: frei
Die Geschichte der städtischen Sammlungen begann bereits 1882 mit ersten Ausstellungen des Kemptener Alterthumsvereins. 1925 wurde im Kornhaus das Allgäuer Heimatmuseum eröffnet. Über Jahrzehnte hinweg wuchsen die Sammlungen kontinuierlich an und wurden mehrfach neu geordnet und erweitert.
1999 entstand im Kornhaus eine moderne Dauerausstellung des Allgäu-Museums. Nach dessen Schließung im Jahr 2018 wurde das Konzept eines neuen Stadtmuseums verwirklicht. Im Dezember 2019 eröffnete das Kempten-Museum im Zumsteinhaus. Bereits 2021 erhielt es die Auszeichnung als Deutschlands bestes Heimatmuseum 2020 durch die Stiftung „Lebendige Stadt“.
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