Das Schwäbische Freilichtmuseum Illerbeuren in Kronburg gehört zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Süddeutschlands. Auf dem weitläufigen Gelände werden historische Bauernhöfe, Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und technische Anlagen aus verschiedenen Regionen Schwabens bewahrt und präsentiert. Das Museum vermittelt die Lebens- und Arbeitswelt der ländlichen Bevölkerung über mehrere Jahrhunderte hinweg und verbindet historische Architektur mit Landwirtschaft, Handwerk, Volkskunde und Kulturgeschichte. Als ältestes Freilichtmuseum Süddeutschlands besitzt Illerbeuren eine besondere Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft.
Der Rundgang führt durch ein historisches Museumsdorf mit zahlreichen originalen Bauernhäusern, Ställen, Stadeln und Nebengebäuden. Die Gebäude stammen aus unterschiedlichen Regionen Schwabens und wurden an ihren ursprünglichen Standorten abgetragen, dokumentiert und in Illerbeuren wieder aufgebaut. Dadurch entstand ein Dorf im Dorf, das die regionalen Bauweisen und Lebensformen verschiedener Landschaften nachvollziehbar macht.
Mehrere Baugruppen widmen sich unterschiedlichen Themen. Im Alten Museumsdorf stehen die Ursprünge des Museums im Mittelpunkt. Die Baugruppe Mittelschwaben zeigt typische Hofanlagen zwischen Donautal und Allgäu. Hinzu kommen Ausstellungen zur Landtechnik, historische Werkstätten, die Sägemühle Hettisried sowie zahlreiche Nebengebäude und Funktionsbauten. Neben den Dauerausstellungen finden regelmäßig Aktionstage, Vorführungen, Kurse, Ferienprogramme und Führungen statt. Handwerkstechniken, Brotbacken, Gartenkultur, Imkerei, Obstbau, Volksmusik und traditionelle Landwirtschaft werden dabei praktisch vermittelt.
Die Sammlung umfasst mehr als 80.000 Objekte der ländlichen Alltagskultur. Dazu gehören Möbel, Werkzeuge, Maschinen, Haushaltsgegenstände, landwirtschaftliche Geräte, Dokumente und zahlreiche weitere Zeugnisse des früheren Lebens auf dem Land. Die Bestände werden wissenschaftlich betreut, restauriert und für kommende Generationen bewahrt.
Zu den Besonderheiten gehören die historischen Bauernhöfe aus verschiedenen Regionen Schwabens, die umfangreiche Landtechnik-Ausstellung sowie die Sammlung zur süddeutschen Schützenkultur. Ergänzt wird das Angebot durch Obstgärten, Bauerngärten, das historische Bienenhaus, die Sägemühle und virtuelle Rundgänge durch ausgewählte Bereiche des Museums.
Das Freilichtmuseum besteht aus einer Vielzahl historischer Gebäude, die zwischen den 1950er Jahren und heute nach Illerbeuren übertragen wurden. Den Ausgangspunkt bildete die St.-Ulrich-Sölde, die 1955 als erstes Museumsgebäude eröffnet wurde. In den folgenden Jahrzehnten kamen zahlreiche weitere Bauernhäuser, Stadeln, Werkstätten und Nebengebäude hinzu.
Die Gebäude repräsentieren unterschiedliche Landschaften Schwabens und zeigen die regionalen Unterschiede in Bauweise, Nutzung und Ausstattung. Vom kleinen Söldnerhaus bis zum großen Bauernhof wird die Vielfalt ländlicher Architektur sichtbar.
Name: Schwäbisches Freilichtmuseum Illerbeuren
Ort: Kronburg-Illerbeuren
Adresse: Museumstraße 8,
87758 Kronburg (Illerbeuren)
Gründung: 1955
Schwerpunkte: Freilichtmuseum • Bauernhöfe • Volkskunde • Landwirtschaft • Handwerk • Alltagskultur
Besonderheiten: Ältestes Freilichtmuseum Süddeutschlands • Über 80.000 Sammlungsobjekte • Historische Baugruppen • Landtechnik-Ausstellung • Sägemühle Hettisried • Virtuelle Rundgänge
Telefon: 08394 1455
E-Mail: info@bauernhofmuseum.de
Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November, 10 bis 18 Uhr, montags (außer Feiertage) geschlossen
Die Geschichte des Museums begann 1948 mit der Gründung des Heimatvereins Heimatdienst Illertal e. V. durch den Restaurator und Bildhauer Hermann Zeller. Ziel war zunächst die Einrichtung eines Heimatmuseums. 1954 wurde das erste Gebäude erworben, ein Jahr später eröffnete das Bauernhofmuseum Illerbeuren.
Mit der Umsetzung weiterer Gebäude entwickelte sich das Museum in den 1960er und 1970er Jahren schrittweise zu einem Freilichtmuseum. 1983 entstand der Zweckverband Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren als neuer Träger. Unter der Leitung des Volkskundlers Dr. Otto Kettemann wurde das Museum ab 1987 zum Freilichtmuseum für den gesamten Bezirk Schwaben ausgebaut. Wissenschaftliche Abteilungen, Werkstätten, Landwirtschaft und museumspädagogische Angebote kamen hinzu. Heute zählt das Museum zu den wichtigsten Einrichtungen zur Bewahrung ländlicher Kulturgeschichte in Bayern und dokumentiert die Entwicklung des schwäbischen Dorflebens über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Freilichtmuseum • Bauernhöfe • Landwirtschaft • Volkskunde • Handwerk • Alltagsgeschichte • Schwaben • Illerbeuren • Landtechnik • Sägemühle • Bauernhausmuseum • Dorfgeschichte • Kulturgeschichte • Museumsdorf