Der Herzogenweiher liegt südwestlich von Amtzell nahe der Grenze zur Gemeinde Bodnegg. Der nur rund 2,9 ha große Weiher bildet den Kern eines etwa 34 ha großen Naturschutzgebiets.
Das Gewässer wurde künstlich angelegt und 1396 erstmals erwähnt. Es diente als Stauweiher für Mühlen und ist damit ein historisches Element der oberschwäbischen Kulturlandschaft.
Heute steht die ökologische Bedeutung im Vordergrund. Riedgebiete, Feuchtwiesen und das flache Gewässer bilden Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten und einen wichtigen Rast- und Ruheplatz für Zugvögel.
Der Herzogenweiher liegt auf etwa 550 m Höhe. Seine Wasserfläche umfasst rund 2,9 ha, die mittlere Tiefe beträgt etwa 0,9 m und die maximale Tiefe 1,6 m. Das Volumen liegt bei ungefähr 26.000 m³.
Das Einzugsgebiet umfasst rund 543 ha. Hauptzulauf ist der Herzogenweiherbach. Der reguläre Ablauf führt über Mönch, Schwarzach und Schussen zum Bodensee.
Der Herzogenweiher ist künstlich angelegt und wurde 1396 erstmals urkundlich erwähnt. Über lange Zeit diente er als Stauweiher für verschiedene Mühlen.
Die historische Nutzung hinterließ ein künstliches, aber inzwischen ökologisch wertvolles Gewässer. Seit 1991 stehen der Weiher und seine Umgebung als Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz.
Name: Herzogenweiher
Gewässertyp: künstlich angelegter Stauweiher
Ersterwähnung: 1396
Fläche: ca. 2,9 ha
Höhe: ca. 550 m
Mittlere Tiefe: ca. 0,9 m
Maximale Tiefe: ca. 1,6 m
Volumen: ca. 26.000 m³
Einzugsgebiet: ca. 543 ha
Zulauf: Herzogenweiherbach
Abfluss: Mönch → Schwarzach → Schussen → Bodensee
Schutz: Naturschutzgebiet • FFH-Gebiet • Biotop
Nutzung: Angelfischerei
Ort: Amtzell
Das Naturschutzgebiet Herzogenweiher umfasst rund 34 ha. Geschützt werden das Gewässer, angrenzende Riedflächen und Feuchtwiesen als charakteristische und gefährdete Bestandteile der oberschwäbischen Kulturlandschaft.
Das Gebiet besitzt besondere Bedeutung als Rückzugsraum für seltene Pflanzen und Tiere sowie als Rast- und Ruheplatz während des Vogelzugs. Bei botanischen Erhebungen wurden zahlreiche, darunter auch gefährdete Pflanzenarten nachgewiesen.
Die Nutzung des Herzogenweihers ist aufgrund seiner hohen ökologischen Bedeutung deutlich zurückhaltender als bei klassischen Badeseen. Als Bewirtschaftungsform ist vor allem die Angelfischerei dokumentiert.
Für die Umgebung prägen Naturbeobachtung und die geschützte Kulturlandschaft den Charakter des Weihers. Die Schutzfunktion des Gebiets steht im Vordergrund.
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