Der Rohrsee liegt rund sechs Kilometer südwestlich von Bad Wurzach zwischen Rohrbach, Rohr und Molpertshaus. Der rund 55 ha große Flachsee gehört zu den bedeutenden Natur- und Vogelschutzgewässern im Westallgäuer Hügelland.
Das Gewässer entstand gegen Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 16.000 Jahren in einem Toteisloch. Mit durchschnittlich rund 1,2 m und maximal etwa 2 m Tiefe ist der Rohrsee ausgesprochen flach.
Der See ist Kern eines etwa 110 ha großen Naturschutzgebiets und zugleich Bestandteil eines FFH- und eines Vogelschutzgebiets. Seine besondere Bedeutung liegt vor allem als Lebensraum, Brutgebiet sowie Rastplatz für Wasservögel.
Der Rohrsee liegt auf rund 662 m Höhe. Die Wasserfläche beträgt etwa 55,1 ha. Bei einer mittleren Tiefe von rund 1,2 m und einer maximalen Tiefe von etwa 2 m besitzt der See ein Volumen von ungefähr 646.000 m³.
Der Hauptzulauf erfolgt über den Rohrbach und mehrere Entwässerungsgräben. Eine hydrologische Besonderheit ist die Lage im Bereich zweier großer Flusssysteme: Grundwasserströme führen einerseits über Wolfegger Ach und Schussen zum Rhein, andererseits über Wurzacher Ach, Aitrach und Iller zur Donau.
Der Rohrsee entstand vor ungefähr 16.000 Jahren gegen Ende der letzten Kaltzeit in einem Toteisloch. Zurückgebliebenes Gletschereis schmolz aus und hinterließ die Senke des heutigen Sees.
Bereits 1938 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Damit gehört der Rohrsee zu den traditionsreichen Schutzgebieten der Region; in älteren Unterlagen findet sich auch die Bezeichnung Vogelfreistätte Rohrsee.
Name: Rohrsee
Gewässertyp: eiszeitlicher Flachsee / Toteissee
Fläche: ca. 55,1 ha
Höhe: ca. 662,2 m
Mittlere Tiefe: ca. 1,2 m
Maximale Tiefe: ca. 2 m
Volumen: ca. 646.000 m³
Einzugsgebiet: ca. 695 ha
Zufluss: Rohrbach • Entwässerungsgräben
Abfluss: über Grundwasserströme zu Rhein- und Donau-System
Schutz: Naturschutzgebiet • FFH-Gebiet • Vogelschutzgebiet
Uferorte: Rohr • Rohrbach
Ort: Bad Wurzach
Der Rohrsee und seine Umgebung stehen seit 1938 unter Naturschutz. Das rund 110 ha große Schutzgebiet bewahrt den Flachsee mit seinen Röhricht-, Ufer- und Feuchtbereichen.
Zusätzlich ist das Gebiet Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Als Vogelschutzgebiet besitzt der Rohrsee besondere Bedeutung für Brutvögel sowie für rastende und durchziehende Wasservögel.
Beim Rohrsee steht nicht die klassische Freizeitnutzung eines Badesees, sondern der Schutz des Gewässers und seiner Tierwelt im Vordergrund. Besonders die Vogelbeobachtung macht das Gebiet für naturkundlich Interessierte bedeutsam.
Die empfindlichen Ufer- und Röhrichtbereiche sind wesentliche Bestandteile des Schutzgebiets. Erholung und Naturbeobachtung müssen sich deshalb den Anforderungen des Naturschutzes unterordnen.
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