Der Alatsee liegt sechs Kilometer westlich von Füssen auf 868 m Höhe. Der Natursee befindet sich in einer schluchtartigen Senke nur etwa 80 m nördlich des Falkensteinkamms und gut 500 m südlich des tiefer gelegenen Weißensees.
Der See ist 490 m lang, bis zu 290 m breit und besitzt eine Fläche von 12 ha. Seine maximale Tiefe beträgt 32,1 m, die mittlere Tiefe 15,3 m. Gespeist wird er durch Grundwasser; der Abfluss erfolgt über den Faulenbach, Obersee und Mittersee zum Lech.
Eine Besonderheit ist die dauerhafte Schichtung des meromiktischen Sees. In 15 bis 18 m Tiefe befindet sich eine auffällige Schicht aus Purpur-Schwefelbakterien. Der Alatsee liegt in einem Landschaftsschutzgebiet.
Der Alatsee besitzt eine Fläche von 12 ha, eine Länge von 490 m und eine Breite von bis zu 290 m. Sein Volumen beträgt rund 1,84 Millionen m³, der Umfang 1,3 km. Die maximale Tiefe liegt bei 32,1 m, die mittlere Tiefe bei 15,3 m.
Der See wird durch Grundwasser gespeist. Sein Wasser fließt nach Osten über den Faulenbach durch Obersee und Mittersee weiter zum Lech.
Der Alatsee ist meromiktisch: Nur die oberen Wasserschichten werden jahreszeitlich durchmischt. Die tieferen Bereiche bleiben weitgehend von der Zirkulation getrennt.
In der Nähe des Alatsees ist eine keltische Kultstätte nachgewiesen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde in unmittelbarer Umgebung Gips abgebaut; die Umgebung des Sees selbst blieb unbesiedelt.
Während des Zweiten Weltkriegs führten Luftwaffentechniker auf und im See Versuche mit Unterwassermodellen der Focke-Wulf Ta 154 durch. Davon stammen noch heute Eisenstangen und Gestelle im See.
Gerüchte über angeblich versenkte Goldschätze lockten besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren zahlreiche Schatzsucher und Taucher an. Ein Schatz wurde nicht gefunden. Seit 1983 ist das Tauchen im Alatsee verboten; wissenschaftliche Sondergenehmigungen sind möglich.
Name: Alatsee
Gewässertyp: Natursee • meromiktisch
Höhe: 868 m
Fläche: 12 ha
Länge: 490 m
Breite: 290 m
Umfang: 1,3 km
Volumen: 1,84 Mio. m³
Maximale Tiefe: 32,1 m
Mittlere Tiefe: 15,3 m
Zufluss: Grundwasser
Abfluss: Faulenbach → Obersee → Mittersee → Lech
Besonderheit: Purpur-Schwefelbakterien
Schutz: Landschaftsschutzgebiet
Anrainer: Füssen
In 15 bis 18 m Tiefe weist der Alatsee eine leuchtend rote Schicht aus Purpur-Schwefelbakterien auf. Oberhalb dieser Grenze wird das Wasser jahreszeitlich durchmischt und ist sauerstoffreich; darunter herrschen nahezu sauerstofffreie Bedingungen. In den tieferen Schichten kommen außerdem Burgunderblutalgen, tatsächlich Cyanobakterien, vor.
Der Alatsee liegt im seit 1956 bestehenden Landschaftsschutzgebiet des Faulenbacher Tales, Lechtales, Schwanseetales und Alpseegebietes.
Um den Alatsee ranken sich zahlreiche regionale Sagen und Mythen. Erzählungen von Fabelwesen, Gespenstern und verborgenen Schätzen wurden durch tatsächliche militärische Versuche während des Zweiten Weltkriegs zusätzlich befeuert. Die Schatzgerüchte inspirierten später auch den Allgäu-Krimi „Seegrund“.
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