Der Lechfall liegt am südlichen Stadtrand von Füssen. Dort stürzt der Lech über ein knapp 8 m hohes und 49 m breites Stauwehr in eine kurze Klamm. Das Wehr wird in ganzer Breite überströmt und bildet drei Fallstufen.
Die Lechklamm ist rund 150 m lang und gut 20 m tief. Sie entstand am Ende der Würmeiszeit vor etwa 12.000 Jahren, als der Lech den Felsriegel zwischen Falkensteinkamm und Ammergauer Alpen durchbrach.
Das heutige Stauwehr wurde von 1784 bis 1787 zur Nutzung der Wasserkraft errichtet. Über den Lechfall führt der 1895 erbaute König-Max-Steg. Lechfall und Klamm sind als Geotop ausgewiesen; die Klamm ist außerdem Naturdenkmal.
Der Lechfall ist ein knapp 8 m hohes Stauwehr im Lech. Die Fallkante liegt auf 795 m, die Prallzone auf 787 m Höhe. Das Wehr ist 49 m breit und besitzt drei Fallstufen: eine 5,2 m hohe Stauwehrtreppe sowie darunter Stufen von 1,8 m und weniger als einem Meter.
Der mittlere Durchfluss des Lechs beträgt hier 65,8 m³ pro Sekunde. Unterhalb des Wehrs durchquert der Fluss eine rund 150 m lange und gut 20 m tiefe Klamm. Sie ist in massige Riffkalksteine des Wettersteinkalks eingeschnitten.
Die Entstehung der Lechklamm begann am Ende der Würmeiszeit vor etwa 12.000 Jahren. Schmelzwasser des Lechgletschers bildete damals einen großen See, der sich bis zum heutigen Pfronten erstreckte. Als dessen Abfluss stürzte der Lech über einen Felsriegel in den damaligen Füssener See und schnitt anschließend die enge Schlucht in den Wettersteinkalk.
Das heutige Stauwehr entstand zusammen mit einem Ableitungsstollen zwischen 1784 und 1787 zur Nutzung der Wasserkraft. Im Zuge einer späteren Modernisierung des Wasserkraftwerks wurden Mindestwassermengen für den Lechfall festgelegt.
Name: Lechfall
Weiterer Name: Mang-Fall
Gewässer: Lech
Art: überströmtes Stauwehr
Höhe: knapp 8 m
Breite: 49 m
Fallstufen: 3
Mittlerer Durchfluss: 65,8 m³/s
Lechklamm: ca. 150 m lang • gut 20 m tief
Stauwehr erbaut: 1784–1787
König-Max-Steg: 1895
Schutz: Geotop • Naturdenkmal
Anrainer: Füssen
Über den Lechfall führt der 1895 erbaute König-Max-Steg. In einer Nische über der Klamm befindet sich eine Büste König Maximilians II.
Mit dem Lechfall verbunden ist außerdem die Legende vom heiligen Magnus. Er soll auf der Flucht vor Verfolgern an dieser Stelle über den Lech gesprungen sein. Eine Vertiefung auf der östlichen Seite wurde im Volksglauben als sein Fußabdruck gedeutet und als Magnustritt oder Mangtritt bezeichnet.
Lechfall und Klamm sind als Geotop ausgewiesen und gehören zu den „100 schönsten Geotopen Bayerns“. Die Lechklamm ist außerdem Naturdenkmal. Magnustritt und König-Max-Büste stehen unter Denkmalschutz.
Trotz seines technischen Ursprungs besitzt der Lechfall große touristische Bedeutung und zählt zu den markanten Natur- und Landschaftszielen am südlichen Stadtrand von Füssen.
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