Der Hegratsrieder See liegt im Gemeindegebiet von Halblech wenige hundert Meter östlich des Forggensees. Das rund 10 ha große Gewässer befindet sich auf etwa 794 m Höhe in einer voralpinen Hügel- und Moorlandschaft. Oberhalb des Sees liegt der einzelne Hof Hegratsried mit seiner kleinen Hofkapelle.
Der auch Hegratsriedsee genannte Weiher soll um 1560 künstlich als Fischweiher angelegt worden sein. Damit gehört er zu den historischen Nutzgewässern des Ostallgäus, deren Entstehung eng mit Landwirtschaft und Fischhaltung verbunden ist.
Heute prägt der See vor allem als stiller Landschaftsraum die Umgebung zwischen Halblech, Schwangau und Forggensee. Am Ostufer befindet sich ein Badeplatz. Mehrere bekannte Rad- und Wanderwege führen direkt am Gewässer vorbei.
Der Hegratsrieder See liegt auf etwa 794 m Höhe in einer Senke östlich des Forggensees. Die Umgebung gehört zum Landschaftsschutzgebiet „Forggensee und benachbarte Seen“ und ist durch Wiesen, Moorflächen und sanfte Geländerücken geprägt. Südöstlich schließt sich der Naturraum des Bannwaldsees an.
Mit einer Fläche von ungefähr 10 ha ist der See deutlich kleiner als Forggensee und Bannwaldsee, bildet aber zusammen mit ihnen eine abwechslungsreiche Seenlandschaft am nördlichen Alpenrand. Der Einzelhof Hegratsried liegt etwas erhöht am See und ist weithin sichtbar.
Der Hegratsrieder See wurde der Überlieferung nach um 1560 als künstlicher Fischweiher angelegt. In diese Zeit fällt auch ein grundlegender Wandel der Besitzverhältnisse in Hegratsried: Der Hof gehörte zum Besitz des Klosters Sankt Mang in Füssen und zur Herrschaft Hohenschwangau. 1557 verkaufte das Kloster seine Güter in der Herrschaft an David Baumgartner, 1567 gelangte die Herrschaft an Herzog Albrecht V. von Bayern.
Hegratsried selbst ist urkundlich um 1420 belegt. Der Hof blieb über Jahrhunderte ein markanter Einzelhof. 1705 pachtete Balthasar Stöger das Anwesen; seine Nachfahren bewirtschaften es bis heute. Damit stehen See und Hof in einer Landschaft, deren Nutzungsgeschichte über viele Jahrhunderte zurückreicht.
Der namensgebende Einzelhof Hegratsried liegt auf einer Anhöhe am Gewässer. Das Bauernhaus besitzt einen denkmalgeschützten Wohnteil, dessen Kern aus dem 18. Jahrhundert stammt. Eine Haustafel trägt die Jahreszahl 1810.
Unweit des Hofes steht die 1863 errichtete Kapelle zur Ettaler Muttergottes. Der neugotische, achteckige Zentralbau befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Hof, Kapelle und See bilden zusammen ein ungewöhnlich geschlossenes historisches Landschaftsensemble.
Name: Hegratsrieder See
Weiterer Name: Hegratsriedsee
Gewässertyp: historischer Fischweiher
Fläche: ca. 10 ha
Höhe: ca. 794 m
Anlage: vermutlich um 1560
Baden: Badeplatz am Ostufer
Schutz: Landschaftsschutzgebiet Forggensee und benachbarte Seen
Ort: Hegratsried
Anrainer: Halblech
Der Hegratsrieder See liegt im Landschaftsschutzgebiet „Forggensee und benachbarte Seen“. Wiesen, Moorflächen und die nur geringe Bebauung prägen den Uferraum. Zusammen mit Forggensee und Bannwaldsee gehört er zu einer vielfältigen Seenlandschaft am nördlichen Alpenrand.
Die geschützte Umgebung bewahrt den offenen Charakter der Landschaft rund um den historischen Fischweiher und den Einzelhof Hegratsried.
Am Ostufer befindet sich ein Badeplatz, der den kleinen See zu einem ruhigen Ausflugsziel abseits der größeren Strandbereiche des Forggensees macht. Die unmittelbare Umgebung ist nur wenig bebaut und wird von Wiesen, Moorflächen und dem historischen Hof Hegratsried bestimmt.
Am See verlaufen die Forggensee-Runde, der Weitwanderweg Romantische Straße und der König-Ludwig-Weg. Die Straße von Rauhenbichl nach Hegratsried führt bis zum See; in Richtung Brunnen ist sie anschließend nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben.
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