Der Oggenrieder Weiher liegt am westlichen Ortsrand von Irsee unmittelbar an der Straße nach Oggenried und Baisweil. Der natürlich entstandene Weiher umfasst rund 1,4 ha und wird vom Krebsbach durchflossen, der bei den Irseer Quellen entspringt und später in die Wertach mündet.
Mit etwa 208 m Länge und maximal 92 m Breite ist der Oggenrieder Weiher klein, wird aber intensiv als Badegewässer genutzt. Bäume und Röhricht säumen Teile des Ufers. Im Wasser leben unter anderem Karpfen, Zander, Rotaugen und Rotfedern.
Überregional bekannt wurde der Weiher 2013 durch die spektakuläre Suche nach einer vermeintlichen Alligator- oder Schnappschildkröte. Für die Suche nach dem als „Lotti“ bekannt gewordenen Tier wurde der gesamte Weiher abgelassen – gefunden wurde die Schildkröte jedoch nie.
Der Oggenrieder Weiher liegt auf rund 724 bis 728 m Höhe. Seine Wasserfläche beträgt etwa 1,4 ha, die Länge rund 208 m und die größte Breite ungefähr 92 m. Der Krebsbach durchfließt das Gewässer von Westen nach Osten und entwässert weiter zur Wertach.
Das Ufer ist abschnittsweise mit Bäumen und Röhricht bewachsen. Der Weiher ist natürlichen Ursprungs. Zum Fischbestand zählen Karpfen, Zander, Rotaugen und Rotfedern. Die umliegenden Flächen werden überwiegend als Wiesen und Weiden genutzt.
Im August 2013 geriet der Oggenrieder Weiher bundesweit in die Schlagzeilen. Ein achtjähriger Junge hatte sich im Flachwasser eine schwere Verletzung an der Achillessehne zugezogen. Die Verletzung wurde als Biss gedeutet; als möglicher Verursacher kam eine ausgesetzte Alligator- oder Schnappschildkröte in Betracht.
Das unbekannte Tier erhielt in den Medien den Namen „Lotti“. Die Gemeinde setzte eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise aus. Schließlich wurde der gesamte Weiher abgelassen und der Fischbestand vorübergehend in andere Gewässer umgesetzt. Trotz der aufwendigen Suche fand sich keine Schildkröte.
Beim Ablassen wurde allerdings ein etwa 20 cm großer Flusskrebs entdeckt, der ebenfalls als möglicher Verursacher der Verletzung diskutiert wurde. 2014 flammte die Geschichte noch einmal auf, als vermutet wurde, das Tier könne in einen nahe gelegenen, verlandenden Weiher weitergewandert sein. Auch dort blieb eine Schildkröte unentdeckt.
Name: Oggenrieder Weiher
Gewässertyp: natürlicher Weiher
Fläche: ca. 1,4 ha
Länge: ca. 208 m
Breite: ca. 92 m
Höhe: ca. 724–728 m
Zufluss: Krebsbach
Abfluss: Krebsbach → Wertach
Fischbestand: Karpfen • Zander • Rotauge • Rotfeder
Baden: Badeplatz mit Infrastruktur
Anrainer: Irsee
Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung kann nach starken Regenfällen Auswirkungen auf die Wasserqualität haben. Durch oberflächliche Einschwemmungen aus Wiesen und Weiden kann die mikrobielle Belastung vorübergehend ansteigen. In der Vergangenheit wurden deshalb zeitweise behördliche Badeverbote ausgesprochen.
Die Wasserqualität wird während der Badesaison kontrolliert. Damit verbindet der Oggenrieder Weiher die typische Mehrfachnutzung vieler kleiner Allgäuer Gewässer: Naturraum, Fischgewässer, Badesee und örtlicher Treffpunkt.
Im Sommer ist der Oggenrieder Weiher ein gut ausgestatteter Badesee. Zur Infrastruktur gehören Parkplatz, Wasserwachtstation, Stege, Umkleiden und Toiletten; bei schönem Wetter gibt es außerdem einen Kiosk mit Imbiss. Am Nordufer wird traditionell auch textilfreies Baden geduldet.
Bei längeren Frostperioden wird der zugefrorene Weiher zum Eislaufen genutzt; auch Eisbaden findet statt. Im Sommer veranstalten Musikverein und Feuerwehr das Seefest am Weiher.
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