Der Forggensee nördlich von Füssen ist ein Stausee des Lechs und mit 15,2 km² Wasserfläche der flächenmäßig größte Stausee Deutschlands. Er entstand durch den Bau des Staudamms bei Roßhaupten und wurde 1954 erstmals vollständig aufgestaut. Der See ist 8,7 km lang, bis zu 2,8 km breit und besitzt einen Speicherraum von rund 168 Millionen m³.
Hauptzufluss und Abfluss ist der Lech. Weitere größere Zuflüsse sind die Füssener Ache und die Mühlberger Ache. Der Speicher dient der Stromerzeugung in den Lechkraftwerken und dem Hochwasserschutz. Im Winter wird der Wasserspiegel deutlich abgesenkt.
Der Forggensee ist zugleich eines der wichtigsten Freizeitgewässer im südlichen Ostallgäu. Baden, Segeln, Surfen, Angeln und Schifffahrt prägen die Nutzung während der Stausaison.
Der Forggensee besitzt eine Fläche von 15,2 km², eine Länge von 8,7 km und eine Breite von bis zu 2,8 km. Der Speicherraum beträgt rund 168 Millionen m³, das Einzugsgebiet rund 1.596 km².
Der Lech ist mit Abstand der größte Zufluss und liefert im Mittel rund 65,7 m³ Wasser pro Sekunde. Hinzu kommen die Füssener Ache mit rund 1,53 m³/s und die Mühlberger Ache mit rund 1,26 m³/s. Der Abfluss erfolgt wieder über den Lech.
Der Staudamm bei Roßhaupten erreicht eine Talhöhe von 37 m und eine Kronenlänge von 320 m. Der Forggensee ist als kalkreicher Voralpensee mesotroph bis schwach eutroph.
Name: Forggensee
Gewässertyp: Stausee
Fläche: 15,2 km²
Länge: 8,7 km
Breite: bis 2,8 km
Speicherraum: 168 Mio. m³
Einzugsgebiet: ca. 1.596 km²
Zuflüsse: Lech • Füssener Ache • Mühlberger Ache
Abfluss: Lech
Staudamm: Roßhaupten
Erster Vollstau: 1954
Anrainer: Füssen • Schwangau • Halblech • Rieden am Forggensee • Roßhaupten
Der Forggensee wurde von 1950 bis 1954 angelegt. Durch den Staudamm bei Roßhaupten entstand der Speicher Roßhaupten, der im Frühjahr 1954 erstmals vollständig gefüllt wurde. Das heutige Staubecken liegt in einem Raum, in dem nach der letzten Eiszeit der wesentlich größere Füssener See bestand.
Bei abgesenktem Winterwasserstand werden Teile des Seegrunds wieder sichtbar. Dort lassen sich unter anderem Spuren der römischen Via Claudia Augusta und ehemalige Materialgruben erkennen.
Das Wasser des Forggensees ist kalkreich. Nach chemischen und biologischen Daten wird der See als mesotroph bis schwach eutroph eingestuft. Im Frühjahr ist die Sichttiefe durch mineralische Schwebstoffe nach dem Einstau gering; im Sommer und Herbst kann sie deutlich zunehmen.
Während der Stausaison wird der Forggensee zum Baden, Segeln, Surfen, Angeln, Kanufahren und für weitere Wassersportarten genutzt. Badeplätze liegen unter anderem bei Füssen, Osterreinen, Dietringen, Roßhaupten, Waltenhofen und Brunnen.
Die Forggenseeschifffahrt verkehrt während der Sommersaison auf dem See. Der Wasserspiegel wird außerhalb der Hauptsaison deutlich abgesenkt, da der Speicher auch der Hochwasserregulierung des Lechs dient.
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