Aichstetten liegt im südöstlichen Baden-Württemberg, im Landkreis Ravensburg, am Übergang zwischen dem Allgäu und Oberschwaben. Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, geprägt von Feldern, Wäldern und kleineren Bachläufen, bietet die Gemeinde eine ruhige, ländliche Atmosphäre. Der Blick reicht bis in die Voralpen, während die Nähe zu Leutkirch und Memmingen eine gute Anbindung gewährleistet.
Die Umgebung von Aichstetten ist reich an Möglichkeiten für Wanderungen und Radtouren. Über Feldwege und durch Wälder führen abwechslungsreiche Strecken, die sowohl für Familien als auch für sportlich Ambitionierte geeignet sind. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein stilles Schneedorf, in dem Schneeschuhwanderungen und Langlauf ihre Anhänger finden. Auch Schwimmen ist in den umliegenden Bädern und Weihern möglich.
Kulturell prägend sind die Kirchen und Kapellen wie die Pfarrkirche St. Michael oder die St.-Wolfgangs-Kapelle. Sie spiegeln die lange Tradition des katholisch geprägten Dorflebens wider. Vereine – vom Musikverein bis zum Sportverein – spielen eine große Rolle im Alltag und fördern ein aktives Gemeinschaftsleben.
Die Gemeinde ist durch kleine Geschäfte, eine solide Gastronomie und die Nähe zu größeren Städten gut versorgt. Gastgeber heißen ihre Besucher in Ferienwohnungen oder im Hotel willkommen.
Das Leben in Aichstetten vereint Bodenständigkeit und Moderne: die Lage an der Autobahn 96 sorgt für Mobilität, während die dörfliche Struktur ein hohes Maß an Lebensqualität mit Ruhe und Naturerlebnis bietet.
Die erste urkundliche Erwähnung Aichstettens erfolgte im Jahr 797 als „Eihsteti“ in einer Urkunde des Klosters St. Gallen. Archäologische Funde, darunter eine keltische Befestigung auf dem Buchkapf, deuten jedoch auf eine deutlich frühere Besiedlung hin. Im Hochmittelalter gehörte das Gebiet zum Herzogtum Schwaben.
Im Jahr 983 ging Aichstetten in den Besitz des Klosters Petershausen über, das den Ort 1491 an das Haus Waldburg verkaufte. Im Mittelalter entstanden Burgen in der Umgebung, darunter Burg Aichstetten und die Burg Blutsberg, die lange Zeit Herrschaftssitze waren.
Mit der Mediatisierung im Jahr 1806 verlor das Haus Waldburg seine Eigenständigkeit, und Aichstetten wurde für kurze Zeit zwischen Bayern und Württemberg umstritten. 1810 kam die Gemeinde endgültig zum Königreich Württemberg und wurde dem Oberamt Leutkirch zugeteilt.
Das religiöse Leben prägten die katholischen Pfarreien St. Michael in Aichstetten und St. Vitus in Altmannshofen. Zahlreiche Kirchenbauten und Kapellen, wie die St.-Wolfgangs-Kapelle oder die Rochuskapelle, stammen aus dieser Zeit oder wurden im Laufe der Jahrhunderte erneuert und erweitert.
Während des Dreißigjährigen Krieges litt auch Aichstetten unter Einquartierungen und Plünderungen. Pestzüge, Hungersnöte und die große Vereinsamung durch die Vereinödung in der Neuzeit hinterließen ihre Spuren.
Im 19. Jahrhundert brachte die Zugehörigkeit zu Württemberg Verwaltungsreformen, den Ausbau von Schulen und den Beginn einer stärker organisierten Landwirtschaft. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Leutkirch–Memmingen erhielt Aichstetten Anschluss an den modernen Verkehr.
Im 20. Jahrhundert kam es zu wirtschaftlicher Entwicklung, besonders im Handwerk und später in kleineren Industriebetrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Aichstetten Teil von Württemberg-Hohenzollern, das 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Seit 1973 gehört der Ort zum Landkreis Ravensburg.
Gemeinde Aichstetten
Bachstraße 2
88317 Aichstetten
Tel.: 07565 / 9418-0
Fax: 07565 / 9418-25
E-Mail: rathaus@aichstetten.de