Westallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Ortsansicht von Aitrach

Aitrach

 
 

Aitrach liegt im Illertal zwischen Leutkirch und Memmingen, dort, wo das Flüsschen Aitrach in die Iller mündet. Die sanften Hügel des Allgäus gehen hier in die offene Landschaft Oberschwabens über. Wälder, Felder und kleine Bäche prägen das Bild, und im Ortskern sorgt die Iller mit ihren Uferwegen für eine naturnahe Atmosphäre. Das Naturschutzgebiet „Kiesgrube Aitrach“ mit seinen artenreichen Biotopen unterstreicht die landschaftliche Vielfalt.

Freizeitmöglichkeiten sind reichlich vorhanden: Wanderwege führen entlang der Iller und durch die umliegenden Wälder, Radfahrer profitieren von der direkten Anbindung an regionale Routen. Im Sommer lädt der Aitrach-See zum Baden und Erholen ein, während im Winter Langlaufloipen und Schneeschuhpfade die Landschaft erschließen. Auch Kultur hat ihren Platz – vom Sommerkino bis zu den Dorffesten, die den Zusammenhalt der Gemeinde stärken.

Die historische Burg Marstetten und die Kirchen im Hauptort und in den Ortsteilen Mooshausen und Treherz zeugen von der langen Tradition des Ortes. Vereine, Musikgruppen und sportliche Aktivitäten beleben den Alltag, während Wochenmarkt und Gastronomie für Nahversorgung und Geselligkeit stehen.

Gastgeber in Aitrach heißen Besucher in Ferienwohnungen herzlich willkommen. 

Aitrach verbindet idyllisches Landleben mit praktischen Vorzügen: die Nähe zur Autobahn 96 und zur Bahnstrecke Leutkirch–Memmingen sichert Mobilität, während die Gemeinde selbst mit Einkaufsmöglichkeiten, Schule und Kindergarten für eine hohe Lebensqualität sorgt.

Das Rathaus von Aitrach
Pfarrkirche Sankt Gordianus und Epimachus von Aitrach
 

Die erste urkundliche Erwähnung Aitrachs stammt aus dem Jahr 838 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen. Schon damals war die Lage an der Iller von Bedeutung. Im Hochmittelalter gehörte Aitrach zum Herzogtum Schwaben, seine Geschichte ist eng mit der Burg Marstetten verbunden.

Von 1566 bis 1803 verlieh das Fürststift Kempten die Herrschaft an das Haus Waldburg. Die Waldburger prägten über Jahrhunderte die Geschicke des Ortes. Der Dreißigjährige Krieg brachte großes Leid: 124 Menschen starben an der Pest, das Dorf war beinahe entvölkert. Erst langsam erholte sich die Gemeinde von den Zerstörungen und Verlusten.

Seit 1675 übte die Linie Waldburg-Zeil-Wurzach die Herrschaft aus. Mit der Mediatisierung 1806 kam Aitrach zunächst zum Königreich Bayern, 1810 jedoch zum Königreich Württemberg. Fortan war es dem Oberamt Leutkirch zugeordnet. In der Zeit des Königreichs entstanden neue Verwaltungsstrukturen, Schulen wurden ausgebaut, und die Landwirtschaft wandelte sich.

Eine große Rolle spielte die Illerflößerei: schon seit 1397 sind kaiserliche Zollprivilegien überliefert, die Flößerei war über Jahrhunderte wichtiger Wirtschaftszweig. Noch im 18. Jahrhundert war zeitweise jeder zweite Mann Flößer. Mit dem Rückgang dieser Tätigkeit setzte im 19. Jahrhundert ein Strukturwandel ein: Mühlen, Kies- und Steinabbau, später auch kleinere Gewerbebetriebe prägten die Gemeinde.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Aitrach weiter. Die Eingemeindungen von Mooshausen und Treherz stärkten die kommunale Einheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Aitrach Teil von Württemberg-Hohenzollern, 1952 ging es in Baden-Württemberg auf. Seit der Kreisreform 1973 gehört der Ort zum Landkreis Ravensburg.

Kontakt

Bürgermeisteramt Aitrach
Schwalweg 10
88319 Aitrach

Tel.: 07565 / 9800-0
Fax: 07565 / 5213
E-Mail: gemeinde@aitrach.de

Besonderheiten

  • Wochenmarkt
  • Sommerkino
  • Dorffeste
  • Camping
  • "Aitrach-See"
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern