Opfenbach liegt eingebettet im sanften Hügelland des Westallgäus, wo sich die Ausläufer des Pfänderstocks mit dem Alpenvorland verbinden. Auf rund 600 Metern Höhe eröffnet sich eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit weiten Wiesen, kleinen Wäldern und alten Bauernhöfen, die das Dorfbild prägen. Die Lage zwischen Bodensee und Allgäuer Alpen macht den Ort besonders reizvoll: klare Luft, aussichtsreiche Höhenzüge und ein ruhiges Lebensumfeld bieten ideale Bedingungen für Einheimische wie Gäste.
Wer hier Urlaub macht, findet ein vielseitiges Angebot. Wanderer schätzen die Pfade durch Wiesen und Tobel, Radfahrer erkunden die Verbindung ins Bodenseevorland ebenso wie anspruchsvollere Strecken Richtung Allgäu. Im Winter laden Loipen und Schneeschuhrouten zur Bewegung ein. Sportlich ungewöhnlich ist die Anlage für Fußballgolf und Swin-Golf, die mit 18 Bahnen in Mywiler abwechslungsreichen Freizeitspaß bietet. Ein Freibad oder die Seen der Umgebung sorgen im Sommer für Erfrischung.
Zur Lebenskultur gehören auch Vereinsleben, kirchliche Feste und ein dichtes Miteinander. In den Gasthöfen wird regionale Küche serviert, während kleinere Geschäfte und Hofläden die Versorgung sichern. Gäste wohnen je nach Vorliebe in Ferienwohnungen, Pensionen oder auf Bauernhöfen, wo sie den ländlichen Alltag erleben.
Opfenbach ist nicht nur ein Urlaubsort, sondern auch eine Gemeinde mit guter Infrastruktur: Kindergarten, Grundschule und Einkaufsmöglichkeiten machen den Ort lebenswert. Besondere spirituelle Bedeutung hat der Gemeindeteil Wigratzbad, der mit Gebetsstätte, Exerzitienhaus und Sühnekirche ein religiöses Zentrum darstellt. Hier treffen Gläubige aus aller Welt auf die stille Landschaft des Allgäus.
Die Geschichte Opfenbachs reicht weit zurück. Schon die Römer hinterließen Spuren: Die antike Heerstraße von Bregenz nach Kempten führte direkt durch das Gebiet. In Mellatz und Opfenbach fanden Archäologen Reste von burgi, kleinen Wachtürmen, die die Grenze des spätrömischen Reichs, den Donau-Iller-Rhein-Limes, sichern sollten.
Die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahr 872 („Offinbach“). Damals gehörte der Ort zum Argengau. Später fiel das Gebiet an die Herrschaft Hohenegg, deren Burg oberhalb von Grünenbach stand. Ab 1359 übernahmen die Grafen von Montfort, 1451 schließlich die Habsburger, die den Ort ihrer Herrschaft Bregenz-Hohenegg eingliederten.
Wie viele Dörfer litt auch Opfenbach im Dreißigjährigen Krieg. 1632 brannten schwedische Truppen Kirche und Pfarrhof nieder, kurz darauf raffte die Pest große Teile der Bevölkerung dahin. Erst im 18. Jahrhundert kehrte wieder mehr Stabilität ein. Mit den Friedensschlüssen von Brünn und Pressburg 1805 fiel Opfenbach an Bayern.
Die Neuordnung führte 1818 zur Bildung der eigenständigen Gemeinde. Landwirtschaft blieb lange der wichtigste Erwerbszweig, geprägt von Grünlandwirtschaft und Viehhaltung. Im 19. Jahrhundert entstand ein dichtes Vereinswesen, und auch die kirchliche Prägung blieb stark: 1936 begann in Wigratzbad die Entwicklung der bekannten Gebetsstätte, die unter dem Eindruck der Visionen Antonie Rädlers stand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort mit der modernen Sühnekirche von Gottfried Böhm.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Opfenbach behutsam weiter. Die Landwirtschaft modernisierte sich, Gewerbe und Handwerk kamen hinzu, später auch kleine Industriebetriebe. Der Tourismus gewann an Bedeutung, besonders durch die spirituelle Anziehungskraft Wigratzbads. Heute verbindet der Ort seine alte Geschichte mit zeitgemäßer Infrastruktur und gastlicher Offenheit.
Gemeinde Opfenbach
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