Oberallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Betzigau

Betzigau

 
 

Betzigau liegt östlich von Kempten am Rand des Kempter Waldes und öffnet sich nach Süden hin in Richtung Allgäuer Alpen. Wälder, sanfte Höhen und kleine Weiher prägen die Landschaft, während das Illertal in erreichbarer Nähe liegt. Von den Höhen bei Hochgreut oder vom Haldiger Rain bieten sich weite Ausblicke über das Voralpenland bis zu den Gipfeln der Allgäuer Berge.

Die Gemeinde bietet ein hohes Maß an Lebensqualität: Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und ein reges Vereinsleben prägen den Alltag. Kultur findet ihren Ausdruck unter anderem beim Festival „Kunst am Bach“, das überregional Beachtung findet. Tradition und Brauchtum werden gepflegt, zugleich besteht ein modernes Freizeitangebot für alle Altersgruppen.

Für aktive Gäste und Einheimische ist Betzigau ein guter Ausgangspunkt: Wanderwege führen in den Kempter Wald, hinauf zu Burgruinen wie Baltenstein oder Schönberg und zu Aussichtspunkten über das Illertal. Radfahrer nutzen sowohl Familienrouten wie auch sportlichere Touren Richtung Eschacher Weiher oder durchs Voralpenland. Im Winter erschließen Loipen und Schneeschuhrouten die Umgebung.

Die Weiherlandschaften und kleinen Seen der Umgebung laden im Sommer zum Baden ein. Kneippanlagen und Spazierwege ergänzen das Angebot. Kultur, Natur und Erholung stehen in enger Verbindung.

Gastgeber in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und auf Bauernhöfen empfangen Besucher mit regionaler Gastfreundschaft. Sie tragen dazu bei, dass Urlauber die Region ebenso genießen können wie die Einwohner selber.

Betzigau
Betzigau, Kunst
 

Betzigau wurde erstmals 1238 als „Bezzingowe“ erwähnt. Der Name weist auf den Personennamen „Betzo“ hin und deutet in Verbindung mit „Gau“ auf ein siedlungsfreundliches Waldgebiet.

Im Mittelalter gehörte Betzigau lange Zeit zum Fürststift Kempten. Die Burgen Baltenstein und Schönberg erinnern noch heute an diese Epoche, in der verschiedene Adelsgeschlechter und Ministerialen die Region prägten. 1440 ging die Herrschaft endgültig an das Fürststift über.

Die Kirchen im Ort und in den Weilern wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erneuert und erweitert. Das religiöse Leben war tief im Alltag verankert, die Pfarrkirche Sankt Afra ist bis heute ein zentrales Wahrzeichen.

Im Dreißigjährigen Krieg litt auch Betzigau: 1632 und 1646 zogen Truppen durch das Gebiet, Plünderungen und Zerstörungen waren die Folge. Spätere Pestzüge und Hungersnöte forderten ebenfalls ihren Tribut.

Nach der Säkularisation von 1803 kam Betzigau mit dem Reichsdeputationshauptschluss zu Bayern. Das Gemeindeedikt von 1818 formte die politische Gemeinde, wie sie heute besteht. Im 19. Jahrhundert wurden Schulen eingerichtet, die Vereinödung führte zur Aufsiedlung der Fluren. Landwirtschaft, Leinenproduktion und beginnende Milchverarbeitung mit den ersten Sennereigenossenschaften prägten das Leben.

Im 20. Jahrhundert modernisierte sich Betzigau: Vereine entstanden, Straßen wurden ausgebaut, die Bahnlinie Buchloe–Lindau sicherte die Anbindung. Kultur- und Heimatpflege gewannen an Bedeutung, die Gastgebertätigkeit entwickelte sich vom Nebenerwerb der Bauern zu einem festen Bestandteil des Ortes.

Persönlichkeiten wie der Kabarettist Wilhelm Heiligensetzer oder der Radrennfahrer Michael Schwarzmann machten den Ort überregional bekannt.

Die Gastgebertradition setzte sich fort: Bauernhöfe boten Zimmer an, später kamen Ferienwohnungen und Pensionen hinzu. Heute ergänzen moderne Betriebe und kleine Hotels dieses Angebot.

Kontakt

Gemeinde Betzigau
Rotkreuzstraße 2
87488 Betzigau

Tel.: 0831 / 57502-0
Fax: 0831 / 57502-22
E-Mail: betzigau@betzigau.de  

Besonderheiten

  • Kulturfestival "Kunst am Bach"
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern