Oberallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Oberstaufen

Oberstaufen

 
 

Eingebettet in die malerische Landschaft des westlichen Allgäus liegt Oberstaufen auf 791 Metern Höhe zwischen Nagelfluhkette und sanften Hügellandschaften. Der Markt ist seit Jahrzehnten ein weithin bekannter Ferienort, dessen Reiz in der Verbindung von Natur, alpiner Kultur und einem vielfältigen Freizeitangebot liegt. Besucher wie Einheimische schätzen gleichermaßen die reine Luft, das gesunde Klima und die abwechslungsreichen Möglichkeiten, die sich hier im Jahreslauf bieten.

Die Landschaft prägen grüne Täler, klare Bäche und die imposanten Gipfel von Hochgrat, Eineguntkopf und Rindalphorn. Die Nähe zum Naturpark Nagelfluhkette macht Oberstaufen zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren, von leichten Spazierwegen bis hin zu alpinen Routen. Auch Radfahrer finden ein weites Netz an Wegen, das von gemütlichen Touren im Tal bis zu anspruchsvollen Mountainbike-Strecken reicht.

Für Wintersportler ist Oberstaufen seit Langem eine feste Adresse. Mehrere Skigebiete wie Hündle-Thalkirchdorf, Steibis und Hochgrat bieten Abfahrten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, Loipen für Langlauf und Skating ziehen sich über Dutzende Kilometer durch die verschneite Landschaft, und Schneeschuhwanderungen eröffnen stille Winterwelten. Besonderheiten wie beleuchtete Loipen und lange Rodelabfahrten am Hochgrat ergänzen das Angebot.

Doch Oberstaufen ist weit mehr als ein Wintersportort. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich der Markt zu einem Kur- und Gesundheitszentrum entwickelt. Heute verbindet er die Tradition der Schrothkur mit moderner Wellness- und Gesundheitskultur. Im Kurpark und im Kurhaus werden regelmäßig Konzerte und kulturelle Veranstaltungen geboten, während das Erlebnisbad Aquaria mit seinen Becken, Rutschen und Saunen Erholung für die ganze Familie verspricht.

Auch für Familien gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Erlebnis-Spielplätze, Sommerrodelbahnen, ein Klettergarten und Bungeetrampoline bereichern den Aufenthalt. Golfer finden zwei großzügige Anlagen, Tennisspieler mehrere Plätze, und im Winter lockt sogar ein Kunsteisplatz mit Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen.

Museen wie das Heimatmuseum „Beim Strumpfar“ oder das Bauernhausmuseum „S’Huimatle“ geben Einblicke in die Allgäuer Geschichte und Lebensweise. Naturfreunde besuchen die uralte Eibe bei Steibis, eines der ältesten Naturdenkmäler Deutschlands.

Ein weiterer Vorzug Oberstaufens liegt in der Vielfalt an Gastgebern. Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Bauernhöfe öffnen ihre Türen für Gäste und bieten eine breite Palette von der einfachen Unterkunft bis zum luxuriösen Wellnesshotel. Für Einheimische wie für Gäste prägt die Gastlichkeit das Leben im Ort, und sie ist Teil der Identität Oberstaufens.

Der Alltag in Oberstaufen verbindet moderne Infrastruktur mit einer lebendigen Vereins- und Kulturszene. Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie vom traditionellen Wirtshaus bis zur gehobenen Küche sowie ein reges Vereinsleben sorgen dafür, dass Oberstaufen nicht nur als Urlaubsort, sondern auch als Heimat überzeugt.

Oberstaufen, Zentrum
Oberstaufen, Zentrum
 

Die Geschichte Oberstaufens reicht tief ins Mittelalter zurück. Erstmals erwähnt wurde der Ort am 20. Dezember 868 in einer Urkunde des Klosters Sankt Gallen unter dem Namen Stoufun. Der Name geht auf den Hausberg Staufen zurück und leitet sich vom althochdeutschen Wort für Kelch (stouf) ab.

Im Jahr 1453 erhielt Staufen das Marktrecht, was den Aufstieg zu einem regionalen Zentrum förderte. Lange Zeit gehörte der Ort zur Herrschaft Staufen in der Grafschaft Königsegg-Rothenfels. 1804 tauschten die Grafen ihren Besitz gegen Güter in Ungarn mit Kaiser Franz I. von Österreich, sodass Staufen kurzzeitig zu Vorderösterreich gehörte. Doch bereits 1805, mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg, fiel der Markt an Bayern.

Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen wurde Staufen 1808 Teil einer Verwaltungseinheit mit Aach, Stiefenhofen und Thalkirchdorf. 1818 erhielt Staufen seine Eigenständigkeit als Marktgemeinde.

Ein einschneidendes Ereignis war 1853 der Anschluss an die Bahnlinie Immenstadt–Lindau. Der Bahnverkehr brachte wirtschaftlichen Aufschwung und erleichterte den Beginn des Tourismus. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Staufen zum Luftkurort. 1918 genehmigte das königliche Innenministerium die Erhebung einer Kurtaxe.

Am 12. Februar 1921 erhielt der Markt offiziell den Namen Oberstaufen. Mit der Einführung der Schrothkur durch den Kurarzt Hermann Brosig im Jahr 1949 begann eine neue Epoche. Oberstaufen wurde 1959 als einziger Schrothkurort Deutschlands anerkannt und entwickelte sich zu einem führenden Gesundheitszentrum. 1969 folgte die staatliche Anerkennung als Heilklimatischer Kurort.

Die Säkularisation und der Übergang an Bayern hatten zuvor den Aufbau moderner Verwaltung, Schulen und die Entwicklung von Gewerben ermöglicht. Besonders die Leinenproduktion spielte im 19. Jahrhundert eine Rolle, während später Sennereigenossenschaften zur wirtschaftlichen Basis beitrugen. Mit der Industrialisierung, Eisenbahn und wachsendem Tourismus veränderte sich das Ortsbild stark.

Die Gastgebertradition begann früh: Schon im 19. Jahrhundert vermieteten Bauern Zimmer an Sommerfrischler. Mit der wachsenden Beliebtheit der Schrothkur kamen wohlhabende Gäste, und die Zahl der Pensionen und Hotels stieg. Heute reicht die Palette von traditionellen Gasthöfen bis zu international bekannten Häusern.

Im 20. Jahrhundert erlebte Oberstaufen bauliche Veränderungen durch die Ausweitung von Zweitwohnsitzen und Eigentumswohnungen. Gleichwohl blieb die historische Identität durch die Kirchen und Kapellen, durch die Burgruine Staufen und durch die starke Verankerung von Brauchtum und Vereinswesen erhalten.

Kontakt

Tourist-Information Haus des Gastes
Hugo-von-Königsegg-Straße 8
87534 Oberstaufen

Tel.: 08386 / 9300-0
E-Mail: info@oberstaufen.de

Besonderheiten

  • Heilklimatischer Kurort
  • Kurpark
  • Kurhaus mit diversen Veranstaltungen
  • Museen
  • Naturdenkmal: Ureibe bei Steibis
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Erlebnisbad Aquaria
  • Schroth-Heilbad
  • Erlebnis-Spielplätze
  • Bungeetrampolin
  • Tennis
  • Golf
  • Minigolf
  • Bergbahnen
  • Sommerrodelbahn
  • Klettergarten
  • Winter-Triathlon
  • Viehscheid
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Eisstockschießen
  • Schlittschuhlaufen
  • Ski und Snowboard
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern
 
 
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