Am Fuß der Hörnergruppe liegt Bolsterlang, eingebettet in ein weites Hochtal zwischen Sonthofen und Oberstdorf. Der Ort eröffnet eindrucksvolle Panoramen über die Allgäuer Alpen und zugleich eine ruhige, ländliche Atmosphäre. Sanfte Hügel, bewaldete Höhenzüge und der Übergang zu den markanten Gipfeln prägen die Landschaft.
Die Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig: Wanderwege führen durch Wiesen und Wälder, auf Höhenrücken und zu Alpen mit uriger Einkehr. Radfahrer und Mountainbiker finden Strecken von der Talebene bis in alpine Höhenlagen. Im Winter verwandelt sich Bolsterlang in ein Skidorf mit der Hörnerbahn als Herzstück des Skigebiets. Auch Langlaufloipen, Schneeschuhtrails und Pferdeschlittenfahrten gehören zum Erlebnisangebot.
Der Kurpark mit Kneippanlage und Musikpavillon bildet ein Zentrum für Erholung und Begegnung. Theater, Musikveranstaltungen und traditionelle Feste spiegeln die Kultur des Ortes wider. Der Viehscheid als Höhepunkt des Jahres verbindet Einheimische und Gäste.
Gastgeber – von traditionellen Gasthöfen bis zu modernen Ferienwohnungen – sorgen für eine persönliche und gastfreundliche Atmosphäre. Bauernhöfe bieten Urlaub auf dem Land, während Pensionen und Hotels direkt im Ort den Komfort eines Ferienortes sichern.
Mit Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und einem lebendigen Vereinswesen bietet Bolsterlang nicht nur Urlaubern, sondern auch Einheimischen eine hohe Lebensqualität.
Die Wurzeln Bolsterlangs reichen weit ins Mittelalter zurück. 1169 übertrug Graf Wolfrad von Veringen Güter und eine Taferne an das Kloster Isny – eine der frühesten urkundlichen Erwähnungen. Im Mittelalter stand das Gebiet unter wechselnden Herrschaften, darunter die Herren von Königsegg-Rothenfels, die in der Region wichtige Besitzungen hielten.
Besondere Spuren hinterließen die Burgen Untermühlegg und Gundelsberg, einst Stammsitze der Herren von Mühlegg, die im 13. bis 15. Jahrhundert hier ansässig waren. Die Glocke der Sankt-Ottilien-Kapelle, gegossen 1580 von Hans Frei in Kempten, ist ein Symbol für die religiöse und handwerkliche Tradition.
Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Bolsterlang zu Österreich. Mit dem Frieden von Pressburg 1805 kam der Ort an Bayern. Das Gemeindeedikt von 1818 schuf die politische Selbstverwaltung. Die Vereinödung veränderte die Siedlungsstruktur: Bauern zogen aus den Dorfkernen hinaus auf ihre Fluren.
Das 19. Jahrhundert brachte Ausbau von Schule und Verwaltung. Mit dem Beginn des Tourismus im Allgäu gegen Ende des Jahrhunderts fanden erste Gäste Aufnahme in Bauernhäusern und Gasthöfen. Damit entwickelte sich eine Gastgebertradition, die bis heute gepflegt wird.
Im 20. Jahrhundert rückte Bolsterlang stärker in den Fokus des Wintersports. Mit der Erschließung der Hörnergruppe durch die Hörnerbahn wurde das Skigebiet etabliert. Später ergänzten Schlepplifte und Sesselbahnen das Angebot. Parallel wuchs die Bedeutung des Sommerurlaubs: Wandern, Bergsteigen und Erholung im Grünen prägten den Ort.
Heute verbindet Bolsterlang bäuerliche Tradition, touristische Infrastruktur und ein lebendiges Kulturleben.
Gästeinformation Bolsterlang
Rathausweg 4
87538 Bolsterlang
Tel.: 08326 / 8314