Oberallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Missen-Wilhams

Missen-Wilhams

 
 

Missen-Wilhams liegt eingebettet in eine grüne Tallandschaft zwischen sanften Höhenzügen und Wäldern, die typisch für das Oberallgäu sind. Die Lage auf rund 860 Metern sorgt für klare Luft und weite Ausblicke auf die Allgäuer Alpen. Wer Natur, Ruhe und gelebte Tradition sucht, findet hier ein ideales Umfeld, um Ferien zu verbringen oder sich dauerhaft niederzulassen.

Die Gemeinde bietet vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien. Wanderwege führen durch Wiesen und Wälder, hinauf zu Aussichtspunkten wie dem Alpkönigblick, von dem sich ein Panorama bis in die Alpen eröffnet. Radfahrer nutzen die ruhigen Nebenstraßen und Wege für ausgedehnte Touren. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein stilles Paradies für Langläufer, Schneeschuhwanderer und Skifahrer, die die kleineren familienfreundlichen Hänge schätzen.

Ein kulturelles Highlight ist das Carl-Hirnbein-Museum, das dem bekannten Agrarreformer gewidmet ist Es veranschaulicht, wie Carl Hirnbein im 19. Jahrhundert die Allgäuer Landwirtschaft veränderte und den Grundstein für die Käseproduktion legte, die die Region bis heute prägt. Im Kräutergarten Wilhams erleben Besucher die Pflanzenwelt des Allgäus in gepflegter Form, während die „Missner Kirbe“ mit Krämer- und Kunsthandwerkermarkt gelebtes Brauchtum darstellt.

Auch das Vereinsleben ist lebendig. Sportplätze, Tennisfelder, ein Minigolfplatz und das Familienfreibad laden zur Freizeitgestaltung ein. Tischtennis, Beachvolleyball, Schach oder Kegeln ergänzen das Angebot. Besondere Feste wie der Viehscheid gehören zu den jährlichen Höhepunkten und spiegeln die tiefe Verwurzelung der Bevölkerung mit ihren Traditionen wider.

Die Gastgeber tragen mit Appartements, Ferienwohnungen und Bauernhöfen wesentlich dazu bei, dass Gäste sich willkommen fühlen. Viele Familien bieten Quartiere, in denen man unmittelbar am dörflichen Leben teilnimmt. So wird ein Aufenthalt in Missen-Wilhams nicht nur zum Naturerlebnis, sondern auch zur Begegnung mit Menschen, die ihre Heimat und ihr Brauchtum offen teilen.

Wer hier lebt, profitiert von einer funktionierenden Infrastruktur mit Schule, Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Die Nähe zu Immenstadt und Oberstaufen sichert eine gute Anbindung, während die Natur vor der Haustür beginnt. Missen-Wilhams verbindet Allgäuer Ursprünglichkeit mit moderner Lebensqualität.

Missen-Wilhams, Kräutergarten
Missen-Wilhams
 

Die Geschichte der Gemeinde Missen-Wilhams ist durch ihre Lage zwischen Allgäu und Vorarlberg geprägt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Missen im Mittelalter, während Wilhams lange zur österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg gehörte. Missen selbst war Teil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die 1804 an Österreich fiel. Nach den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 kam das Gebiet an das neu gebildete Königreich Bayern.

Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen des frühen 19. Jahrhunderts wurden die Orte eigenständige Gemeinden. Mit Wirkung zum 1. Januar 1959 schlossen sich Missen und Wilhams zur Gemeinde Missen-Wilhams zusammen, was Verwaltung und Infrastruktur stärkte.

Kirchlich prägt die Pfarrkirche Sankt Martin in Missen das Ortsbild, während in Wilhams die Sankt-Josefs-Kapelle hervorsticht. Letztere erinnert mit einer Gedenktafel seit 1987 an Michael Lerpscher, einen religiös motivierten Kriegsdienstverweigerer, der 1940 von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Wie viele Orte im Allgäu war auch Missen-Wilhams von den Pestzügen des Mittelalters und der frühen Neuzeit betroffen. Brände und Überschwemmungen sind überliefert, wenn auch ohne größere chronologische Häufung. Kriegerische Ereignisse wie der Dreißigjährige Krieg hinterließen auch hier Spuren, als Truppen durch die Täler zogen.

Mit dem Übergang an Bayern 1805 begann eine neue Epoche. Schulen wurden eingerichtet, die Verwaltung modernisiert und die Landwirtschaft weiterentwickelt. Carl Hirnbein (1807 bis 1871), Sohn der Gemeinde, wurde als Agrarreformer und Politiker weit über das Allgäu hinaus bekannt. Er führte den Anbau von Kartoffeln und die Herstellung von Käse nach Schweizer Vorbild ein. Damit trug er entscheidend dazu bei, dass die bäuerliche Bevölkerung wirtschaftlich unabhängiger wurde und das Allgäu seine Stellung als Käseland gewann.

Die Sennereigenossenschaften, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, bauten auf diesen Grundlagen auf. Auch der Tourismus setzte in dieser Zeit ein, als erste Gäste in Bauernhöfen Unterkunft fanden. Aus dieser Tradition entwickelte sich die bis heute gelebte Gastgeberkultur, die Missen-Wilhams prägt.

Im 20. Jahrhundert erlebte die Gemeinde verschiedene Phasen: von den Entbehrungen der Weltkriege über den Wiederaufbau bis hin zum Ausbau der touristischen Infrastruktur. Die Einrichtung von Museen, die Pflege von Brauchtum und die Integration moderner Freizeitangebote stärkten die Identität des Ortes. Heute ist Missen-Wilhams nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch eine Gemeinde mit aktiver Geschichtskultur.

Kontakt

Tourismusbüro
Missen-Wilhams
Hauptstraße 45
87547 Missen

Tel.: 08320 / 456
E-Mail: gemeinde@missen-wilhams.de

Besonderheiten

  • Carl-Hirnbein-Museum
  • Carl-Hirnbein-Weg
  • Missner Kirbe mit Krämer- und Kunsthandwerkermarkt
  • diverse Veranstaltungen
  • Viehscheid
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Familienfreibad
  • Minigolfplatz
  • Tennis
  • Tischtennis
  • Beachvolleyball
  • Schach
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Skifahren
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern