Amberg gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Türkheim und liegt im östlichen Unterallgäu in einer sanft geschwungenen Landschaft zwischen Wertach- und Lechebene. Der Ort zeigt die Struktur eines Straßendorfes, durchzogen vom Hungerbach, der teils offen verläuft und teils unter der Hauptstraße geführt wird. Felder, Wiesen und kleine Waldstücke prägen das Ortsbild und verleihen Amberg seinen ruhigen, ländlichen Charakter.
Der Blick auf die nahen Allgäuer Alpen, kurze Wege zu den Mittelzentren Mindelheim und Landsberg am Lech sowie die gute Erreichbarkeit der Großräume Augsburg und München machen den Ort für viele zum idealen Lebensmittelpunkt zwischen Natur und städtischen Angeboten. Die Verkehrsanbindung über die Autobahn und die Nähe zum Bahnknoten Buchloe erleichtern den Alltag ebenso wie die gute regionale Infrastruktur.
1972 entstand im Norden des Gemeindegebiets die Großsendeanlage Wertachtal, einst bedeutendste Kurzwellensendeanlage Deutschlands. Ihr Motiv fand später auch Eingang in das Gemeindewappen. Seit 1978 ist Amberg Teil der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim, was Verwaltungswege bündelt und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn stärkt.
Die Nähe zu Kurorten wie Bad Wörishofen, Bad Grönenbach und Ottobeuren eröffnet vielfältige Gesundheits- und Kulturerlebnisse. Wanderer und Radfahrer finden abwechslungsreiche Touren in der umliegenden Hügellandschaft, im Winter locken Loipen und Schneeschuhrouten.
Amberg bietet Gästen eine Auswahl an Unterkünften sowie Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Ein aktives Vereinsleben prägen das Miteinander im Ort und machen Amberg zu einer lebendigen Gemeinde, die Naturverbundenheit und Lebensqualität verbindet.
Die erste gesicherte Erwähnung Ambergs datiert auf das Jahr 1170, als der Ort als welfisches Gut in Urkunden auftauchte. Bereits 1249 begann der Bau der Pfarrkirche, die zunächst Johannes dem Täufer geweiht war und ab 1399 unter das Patrozinium Mariä Heimsuchung gestellt wurde.
Im 16. Jahrhundert prägte die Augsburger Patrizierfamilie Welser die Geschichte Ambergs. Bartholomäus Welser erwarb 1540 den Ort und ließ ein Schloss errichten, das nach 1775 wieder abgebrochen wurde. Nach mehreren Eigentümerwechseln kam das Dorf 1601 unter die Verwaltung des Klosters Steingaden.
Während der frühen Neuzeit war Amberg als geschlossene Hofmark Teil der Herrschaft Schwabegg im Kurfürstentum Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen des Königreichs Bayern entstand 1818 die heutige politische Gemeinde.
Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Amberg kontinuierlich weiter. Bedeutende Persönlichkeiten stammten aus dem Ort, darunter der Altarbauer Paul Gedler (1715 bis 1790), der Redakteur und Landtagsabgeordnete Anton Städele (1873 bis 1956) sowie der Kirchenmusiker und Komponist Adalbert Meier (1926 bis 2021). Ein weiterer bekannter Name ist der Theologe und Hochschullehrer Adalbert Keller (*1959).
Von 1972 bis 2014 prägte die weithin sichtbare Kurzwellensendeanlage Wertachtal das Ortsbild, sie galt als stärkste ihrer Art in Europa. Das Wappen der Gemeinde erinnert daran mit stilisierten Radiowellen, während die heraldische Lilie an die Zeit der Welser anknüpft.
Gemeinde Amberg
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