Ottobeuren liegt im weiten Tal der Westlichen Günz, eingebettet in eine bäuerlich geprägte Landschaft mit sanft ansteigenden Hügeln und reicht als Urlaubsziel weit über seine historische Bedeutung hinaus. Im Zentrum steht die Benediktinerabtei Ottobeuren, die seit ihrer Gründung im Jahr 764 ununterbrochen existiert und deren barocke Basilika zu den herausragenden Bauwerken der Region zählt. Diese Basilika gilt nicht nur als architektonisches Juwel, sondern besticht auch durch ihre hervorragende Akustik; regelmäßige Orgel- und klassische Konzerte sind fester Bestandteil des kulturellen Lebens. Weltbekannte Künstler wie Leonard Bernstein haben hier gewirkt, indem sie große Werke wie Haydns „Die Schöpfung“ bei den Ottobeurer Konzerten dirigierten.
Touristikamt Ottobeuren
Marktplatz 14
87724 Ottobeuren
Tel.: 08332 / 9219-50
Fax: 08332 / 9219-92
E-Mail: touristikamt@ottobeuren.de
Eng mit der klösterlichen Geschichte verbunden ist das Klostermuseum, eines der ältesten Museen im Allgäu, das in der barocken Klosteranlage beheimatet ist und die lange Geschichte der Benediktiner lebendig und erlebnisorientiert vermittelt. Ergänzt wird dieses historische Angebot durch das Museum für zeitgenössische Kunst, dessen moderne Architektur und Ausstellungen internationaler Künstler einen spannenden Kontrapunkt zur barocken Abtei darstellen.
Der Ort pflegt zudem seine Beziehung zur Natur und zur Gesundheit: Sebastian Kneipp, der Begründer der bekannten Naturheillehre, wurde hier getauft, und sein Vermächtnis spiegelt sich in Angeboten wie dem Kneipp-Aktiv-Park, Spazierwegen, Wasseranwendungen und sportlichen Aktivitäten wider. Die Günz als naturnahes Gewässer durchzieht heimische Wald- und Biotoplandschaften und lädt zu Wanderungen und Erholung ein. Weitere Freizeitmöglichkeiten reichen vom Walderlebnispfad über Rad- und Wanderwege bis hin zu Golf, Freibad und Langlaufloipen, die gleichermaßen aktive Erholung wie bewusste Entschleunigung ermöglichen.
Kulinarisch und gesellig zeigt sich Ottobeuren mit einer lebendigen Gastronomieszene, die regionale Allgäuer Spezialitäten wie Kässpatzen und lokale Biere anbietet, und mit einem malerischen Marktplatz, der den Aufenthalt abrundet. Camping- und Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Ortsrands und in Pensionen oder Ferienunterkünften erleichtern die individuelle Gestaltung des Aufenthalts.
Für Besucher ist Ottobeuren nicht nur ein kulturelles und historisches Zentrum mit einem reichen kirchlichen und künstlerischen Erbe, sondern auch ein Ort, der lebendige Gemeinschaft, Naturerlebnis und kulturelle Vielfalt miteinander verbindet.
Die Siedlungsgeschichte Ottobeurens verdichtet sich früh im Benediktinerkloster, das 764 gegründet wurde. 972 erhob Kaiser Otto I. die Abtei zur Reichsabtei – ein Privileg, das geistliche Selbständigkeit und Gerichtsbarkeit bündelte. Brände führten im 11. und 12. Jahrhundert zu Neubauten von Kirche und Kloster. 1365 geriet die Abtei unter das Hochstift Augsburg, verlor also ihre unmittelbare Stellung. Die spätmittelalterliche Stadt- und Landstruktur ordnete sich um das geistliche Zentrum, doch blieb das Umland bäuerlich geprägt.
Kirchenbauten markieren die Epochen: Auf die romanische und gotische Phase folgten Schäden im Deutschen Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts; danach wurde die Klosterkirche bis 1558 im Renaissancestil erneuert. Der Dreißigjährige Krieg brachte Einquartierungen, Plünderungen und Zerstörungen; 1632 und 1646 trafen Kriegsereignisse auch den Ort und seine Abtei. Mit Abt Rupert Neß gewann Ottobeuren im 18. Jahrhundert die Reichsunmittelbarkeit zurück (1711 Beginn des barocken Neubaus der Gesamtanlage). Von 1737 bis 1766 entstand die heutige Klosterkirche als großmaßstäbliche Basilika; das tausendjährige Klosterjubiläum wurde 1766 in der neuen Kirche gefeiert.
1802 gelangte Ottobeuren im Zuge der Säkularisation an das Königreich Bayern. Der Konvent bestand in reduzierter Form weiter; Klosterbauten wurden teils als Landgericht, Kaserne und Wohnungen genutzt. Das Gemeindeedikt von 1818 ordnete die kommunale Struktur neu. 1834 wurde das Kloster als Priorat der Abtei St. Stephan (Augsburg) wiederbegründet, 1918 wieder selbständige Abtei – eine über die Säkularisation hinausreichende Kontinuität, die in Oberschwaben selten ist. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert beschleunigten Straßen- und später Bahnanschlüsse Handel und Zirkulation; Handwerk und kleinere Betriebe wuchsen neben der Landwirtschaft.
Kriege des 20. Jahrhunderts ließ Ottobeuren nicht unberührt, prägten jedoch weniger das Ortsbild als die Biografien. Nach 1945 stabilisierten sich Verwaltung und Infrastruktur. 1957 erhielt der Ort den Status eines Kneippkurortes; damit begann eine moderne Phase des Gesundheitstourismus. Die Gastgebertradition reichte zuvor bereits von klösterlicher Herbergs- und Pilgerkultur bis zu bürgerlichen Gasthäusern; im 20. Jahrhundert kamen Pensionen, Ferienwohnungen und später Hotels dazu – heute eine breit gefächerte Struktur. In der Gebietreform wurden 1972 Betzisried, Guggenberg, Haitzen und 1972/1978 weitere Gemeindeteile eingegliedert; die Marktgemeinde wuchs räumlich und organisatorisch zusammen. Kultur setzten die Basilika mit ihrer Musikpflege, Museen und Vereine fort; mit der Allgäuer Volkssternwarte und dem Museum Diether Kunerth kamen neue Akzente hinzu.
Eine datierte Vereinödung mit Jahr und Folgen ist für den Markt nicht ausgewiesen. Markt- und Gerichtsrechte sind historisch im klösterlichen Zentrum verankert; eine konkrete Verleihungsjahreszahl liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor. Bayern ab 1803 bedeutete für Ottobeuren vor allem Verwaltungsreformen, die Wiederbelebung klösterlicher Funktionen im 19./20. Jahrhundert, der Aufbau moderner Schulen und die Etablierung des Kur- und Kulturtourismus seit der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Basilika • Pilgerwege • Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren • Museum • Konzerte • Wochenmarkt • Freibad • Tennis • Golf • Cardstudio • Einkaufsmöglichkeiten • Gastronomie • Wandern • Radfahren • Schwimmen • Langlauf • Schneeschuhwandern
Die "Basilika", wie sie heute in Ottobeuren steht und von den Touristen bewundert wird, entstand am 05.05.1711. An diesem Tage wurde der erste Grundstein zum Neubau der Kirche gelegt. Die "Basilika", ist die Hauptsehenswürdigkeit in Ottobeuren. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen locken Menschen aus aller Welt ins schöne Unterallgäu nach Ottobeuren. Ein höchst musikalischer Genuss sind die Konzerte, die in der "Barock-Basilika" stattfinden. Da ist es kein Wunder, dass so berühmte Menschen wie Herbert von Karajan und Leonard Bernstein hier schon aufgetreten sind.
Ein anderer, ebenfalls sehr berühmter Mann, stammt aus Ottobeuren. Genauer gesagt aus Stephansried. Pfarrer Sebastian Kneipp ist 1821 hier geboren, aus diesem Grunde nennt sich Ottobeuren auch Kneipp-Kurort. In den Kneipp-Kliniken und Kursanatorien können sich kranke Menschen im Sinne von Kneipp erholen und neue Kräfte tanken.
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