Zwischen Kaufbeuren und Kempten, eingebettet in sanfte Hügel, liegt Aitrang in einer abwechslungsreichen Voralpenlandschaft. Prägend für die Atmosphäre der Gemeinde ist der Elbsee, der mit seinem Landschaftsschutzgebiet und dem Moorerlebnis zu den schönsten Naturplätzen der Region zählt. Die Umgebung vereint offene Wiesen, Wälder und Moore, die in allen Jahreszeiten reizvolle Eindrücke bieten.
Für Freizeit und Erholung bietet Aitrang vielfältige Möglichkeiten: Rund um den Elbsee führen Wanderwege, die zu jeder Jahreszeit gut frequentiert sind. Radfahrer nutzen die ruhigen Nebenstraßen und Radverbindungen, um in das Ostallgäu oder in Richtung Allgäuer Alpen aufzubrechen. Im Winter stehen Loipen und Schneeschuhrouten bereit. Baden, Bootfahren und Naturbeobachtung am Elbsee machen den Ort besonders für Familien attraktiv.
Das kulturelle Leben spiegelt sich in den Kirchen und Kapellen wider, etwa der Wallfahrtskirche Sankt Alban bei Görwangs. Dorffeste, Brauchtum und Vereinsleben sorgen für eine lebendige Gemeinschaft. Gasthöfe und bieten Übernachtung und Bewirtung, dazu kommen Ferienwohnungen und Bauernhöfe, die Urlaub auf dem Land ermöglichen.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner bietet Aitrang eine gute Infrastruktur: Kindergärten, Grundschule und Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden, ergänzt durch Vereine, die Sport, Kultur und Brauchtum pflegen. Der Ort vereint somit die Vorzüge naturnaher Lage mit guter Lebensqualität.
Aitrang gehört zu den ältesten Siedlungen der Region. Frühgeschichtliche Spuren deuten auf eine keltische Besiedlung hin. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im 8. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde des Frankenkönigs Pippin des Kurzen. Die Reichsvogtei Aitrang stand lange unter dem Einfluss des Klosters St. Mang in Füssen und gelangte 1524 an das Fürststift Kempten.
Im Dreißigjährigen Krieg erlebte die Gemeinde schwere Zeiten: 1632 kam es nach dem Einfall der Schweden zu Plünderungen, 1633 bis 1634 verwüsteten kaiserliche Kroaten den Ort. 1648 besetzten Franzosen und ungarische Truppen die Gegend. Eine Brandkatastrophe im Jahr 1797 zerstörte über 40 Häuser und Stadel.
Mit der Säkularisation 1803 fiel Aitrang an die Fürsten Oettingen-Wallerstein, drei Jahre später an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand 1818 die politische Gemeinde.
Kirchlich prägend waren Sankt Ulrich in Aitrang, Sankt Johannes in Huttenwang und die Wallfahrtskirche Sankt Alban in Görwangs. Die Vereinödung setzte ab 1772 ein und veränderte die Siedlungsstruktur nachhaltig.
Ein einschneidendes Ereignis der Neuzeit war das Zugunglück von Aitrang am 9. Februar 1971, als der TEE „Bavaria“ entgleiste. 28 Menschen starben, 42 wurden verletzt.
Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde weiter: Landwirtschaft blieb prägend, ergänzt durch Handwerk, kleinere Gewerbe und die ersten Formen des Tourismus. Persönlichkeiten wie die Orgelbauer Balthasar Freiwiß und Franz Thoma oder der Bildhauer Georg Schreyögg machten den Ort überregional bekannt.
Gemeinde Aitrang
Lindenstraße 30
87648 Aitrang
Tel: 08343 / 218
Fax: 08343 / 1308
E-Mail: info@aitrang.bayern.de
www.aitrang.de