Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Friesenried, Ostallgäu

Friesenried

 
 

Friesenried liegt westlich von Kaufbeuren, eingebettet in sanfte Hügel, Wälder und Wiesen des nördlichen Allgäus. Die Landschaft ist von kleineren Flusstälern, wie dem Wörthbach, durchzogen und eröffnet weite Ausblicke in Richtung Alpen. Die Gemeinde wirkt ländlich-beschaulich und zugleich gut angebunden – ein Ort, der Ruhe und Lebendigkeit verbindet.

Für Gäste und Einheimische bietet Friesenried eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten: Wander- und Radwege führen durch die abwechslungsreiche Umgebung, im Winter locken gespurte Loipen und Schneeschuhrouten. Angler schätzen die stillen Weiher, während Spaziergänge zu kleinen Kapellen oder zur Riedkapelle auf dem Hügel über dem Ort das kulturelle Erlebnis mit Naturgenuss verbinden.

Das Vereinsleben ist rege und spiegelt sich in Musikkapellen, Sportvereinen und kirchlichen Gemeinschaften wider. Auch kulturell gibt es Akzente, etwa durch traditionelle Feste und das lebendige Brauchtum. Eine Besonderheit ist der LBV-Vogellehrpfad, der Naturinteressierten Einblicke in die heimische Tierwelt bietet.

Friesenried, Ostallgäu
Friesenried, Ostallgäu
 

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1104 als „Fridrichesriet“. Noch älter ist der Ortsteil Blöcktach, wo die Herren von Schwarzenburg zwischen 1230 und 1408 eine Stammburg unterhielten. Friesenried gehörte zum Fürststift Kempten und war Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts – ein Hinweis auf die einstige regionale Bedeutung.

Die religiöse Geschichte ist eng mit der Pfarrei Oberbeuren verbunden. Über Jahrhunderte wurden Gottesdienste in der abgelegenen Kirche Sankt Bartholomäus und Cyriakus zwischen Friesenried und Salenwang abgehalten. Nach dem Bau der Kirche Sankt Joseph in Friesenried im Jahr 1695 kam es zu einem über 100 Jahre dauernden Streit mit den Salenwangern um die Gottesdienstordnung. Erst 1816 wurde eine Regelung gefunden, 1929 schließlich Sankt Joseph als Pfarrkirche neu errichtet.

Auch Friesenried war von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges betroffen. 1632 fielen schwedische Truppen ein, 1635 brachte die Pest hohe Verluste. Trotz dieser Krisen blieb der Ort beständig und entwickelte sich weiter.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel Friesenried an Bayern. Das Gemeindeedikt von 1818 schuf die heutige Gemeinde. 1978 wurde Blöcktach eingegliedert. Landwirtschaft prägte über Jahrhunderte das Leben, ergänzt durch Handwerk und kleine Gewerbe.

Kontakt

Gemeinde Friesenried
Hauptstraße 40
87654 Friesenried

Tel.: 08347 / 9205-00
Fax: 08347 / 9205-015
E-Mail: gemeinde@friesenried.de

Besonderheiten

  • LBV Vogellehrpfad
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gastronomie
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern
  • Angeln