Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Irsee, Pfarrkirche der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Peter und Paul", Ostallgäu

Irsee

 
 

Ortsinfos

Irsee ist ein lebendiges Dorf, das Tradition und Kultur auf besondere Weise verbindet. Historisch vom ehemaligen Benediktinerkloster geprägt, entwickelte sich hier früh eine eigene Siedlungsstruktur mit Handwerkern und Dienstleistern. Noch heute prägen Häuser aus der Klosterzeit das Ortsbild. Zentrum des Dorfes ist die barocke Klosterkirche Sankt Peter und Paul, erbaut von 1699 bis 1703. Sie dient als Pfarrkirche und Veranstaltungsort für Konzerte wie das Schwäbische Adventssingen oder Orgelvespern auf der berühmten Balthasar-Freiwiß-Orgel.

Das restaurierte Klosterensemble beherbergt heute das Schwäbische Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum Kloster Irsee des Bezirks Schwaben. Im ehemaligen Klosterbrauereibereich wird die Tradition des Bierbrauens fortgeführt: Die Irseer Klosterbrauerei produziert noch immer naturbelassene Bierspezialitäten und lädt mit Braugasthof, Museum und Biergarten zum Verweilen ein.

Kontakt

Marktgemeinde Irsee
Meinrad-Spieß-Platz 1
87660 Irsee
Tel.: 08341 / 2214
Fax: 08341 / 101529
E-Mail: info@irsee.bayern.de

 

Irsee ist auch kulturell aktiv: Die älteste Kleinkunstbühne im Allgäu präsentiert seit über 30 Jahren bekannte Künstler und außergewöhnliche Talente. Kunstausstellungen, Konzerte und lokale Veranstaltungen prägen das Dorfleben ebenso wie Feste, Vereine und gelebtes Brauchtum. So verbindet Irsee Geschichte, Kultur und Lebensfreude auf engem Raum.

Mehr als sechs Jahrhunderte prägten Benediktinermönche mit ihrem Wirken das Erscheinungsbild von Irsee. Der Kunst- und Kulturpfad führt Besucher zu den geschichtsträchtigen Orten des Dorfes und erzählt von der Vergangenheit des Klosters und seiner Bewohner. Entlang des Weges bereichern moderne Kunstwerke das Erlebnis. Der Rundweg mit 17 Informationstafeln beginnt am Meinrad-Spieß-Platz beim Bürgerhaus und führt hinauf ins „Obere Dorf“, den Ursprung Irsees. Von dort eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick über das Wertachtal und das Kloster. Für die rund 1,5 Stunden lange Strecke mit 64 Höhenmetern lohnt sich der Aufstieg in jeder Hinsicht.

Beim Stadl des ehemaligen Gasthauses „Zur Post“ lädt der Biomarkt nicht nur zum Einkauf regionaler und ökologischer Produkte ein, sondern auch zum gemütlichen Beisammensein. Am Freitagnachmittag trifft man sich hier gerne, um die Woche gemütlich ausklingen zu lassen. Für Getränke und Kleinigkeiten zu essen ist gesorgt.

Wanderwege führen durch den Klosterwald und zum nahe gelegenen Oggenrieder Weiher, der im Sommer ein beliebtes Badegewässer ist und im Winter zum Schlittschuhlaufen einlädt. Auch das Joggen oder gemütliche Spazierengehen durch die naturnahen Auenlandschaften bietet sich an.

Irsee, Braugasthof Irseer Klosterbräu, Ostallgäu
Irsee, Ostallgäu
 

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung von Irsee erfolgte 982 unter dem Namen Ursin. Im Hochmittelalter errichteten die Herren von Ursin eine Burg, die zum Ausgangspunkt für die Gründung des Benediktinerklosters im Jahr 1186 wurde. Bereits 1190 entstand am Fuß des Burgbergs die neue Klosteranlage, die sich über die Jahrhunderte zum geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum entwickelte. Unter Abt Roman Koepfle (1692 bis 1703) erhielt das Kloster Reichsunmittelbarkeit und die hohe Gerichtsbarkeit.

Irsee wurde 1782 mit wichtigen Eigenrechten zum Markt erhoben. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 fiel die Reichsabtei an Bayern, die Klosterherrschaft wurde aufgehoben. In der Folgezeit erlebte die Gemeinde große Veränderungen: 1849 eröffnete im Klostergebäude die „Kreis-Irrenanstalt Irsee“. Sie blieb bis 1972 in Betrieb und ging später in das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren über. In der Zeit des Nationalsozialismus war die Einrichtung Teil der sogenannten Euthanasie-Verbrechen, bei denen viele Menschen ermordet wurden. Heute erinnern Gedenkstätten und Stolpersteine an diese Opfer.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich Irsee zu einem bäuerlich geprägten Markt mit traditioneller Landwirtschaft. Die Vereinödung im 19. Jahrhundert führte zu einer weitläufigen Streusiedlung. Mit der Integration in das Königreich Bayern entstanden neue Verwaltungsstrukturen, Schulen und eine moderne Infrastruktur. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Irsee zu einem Kulturstandort: Die Schwabenakademie, das Kulturzentrum im Kloster und zahlreiche Veranstaltungen, von Konzerten bis hin zu Literaturtagen, machten den Markt überregional bekannt.

Auch die Gastgebertradition reicht weit zurück: Schon früh wurden Klosterbesucher und Reisende beherbergt. Diese Entwicklung setzte sich nach der Säkularisation fort und führte bis heute zu einer Vielfalt an Gasthöfen, Pensionen, Ferienwohnungen und Bauernhöfen, die den Ort für Gäste attraktiv machen.

 
 

Pfarrkirche der Katholischen Pfarrgemeinde „Sankt Peter und Paul“ • Schwäbische Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum • zahlreiche Konzertveranstaltungen • Braugasthof Irseer Klosterbräu • Brauereimuseum • Kleinkunstbühne Altbau • Kunst + Kultur Pfad • zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker • Kunst-Sommernacht Irsee • regelmäßig Orgelvespern • Benefizkonzerte • Klosterwald mit Klosterweiher • Kunst- und Handwerkermarkt • Seefest • Kunstnacht • diverse Dorffeste • Oggenrieder Weiher • Wandern • Joggen • Schwimmen • Radfahren • Skilanglauf • Schlittschuhlaufen