Ostallgäuer Orte - Übersicht

 
 
Stöttwang

Stöttwang

 
 

Stöttwang liegt im westlichen Ostallgäu, am Hang des Osterzeller Rückens, umgeben von Feldern, Wiesen und kleinen Wäldern. Die Landschaft ist sanft gewellt, geprägt von der Gennach, die sich durch das Gemeindegebiet zieht. Die klare Luft, die weiten Ausblicke in die Umgebung und die bäuerlich geprägten Strukturen machen den Ort zu einem typischen Beispiel für das ländliche Allgäu.

Die Freizeitmöglichkeiten sind vielseitig: Wanderwege führen durch das Gennachtal und über die Höhen des Rückens, Radfahrer nutzen die flachen wie auch leicht hügeligen Strecken. In den Wintermonaten bieten Loipen und Schneeschuhrouten Abwechslung. Für Schwimmer gibt es in der näheren Umgebung Badeseen, die im Sommer Abkühlung versprechen.

Geprägt wird das Bild der Gemeinde von zahlreichen sehenswerten Kirchen. Die bekannteste ist die Barockkirche. Diese wird liebevoll auch "Kleine Wies" genannt. Besonders sehenswert sind hier die schönen Deckengemälde sowie der Altar. Auch die Kirche Maria Schnee im Ortsteil Thalhofen ist einen Besuch wert. Im Ortsteil Linden befindet sich die Kirche St. Martin, eine kleine Kapelle aus spätgotischer Zeit. Ein weiteres Kleinod ist die Kapelle St. Blasius im Ortsteil Reichenbach. Letzte bedeutende Kirche der Gemeinde Stöttwang ist die Kapelle St. Antonius im Ortsteil Gennachhausen, welche im Jahr 1973 letztmalig restauriert wurde. Darüber hinaus befindet sich am Ortsausgang der Gemeinde eine Mariengrotte, welche zahlreiche religiöse Besucher anzieht.

Das Dorfleben wird getragen von aktiven Vereinen und einer guten Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie sichern die Grundversorgung und laden Gäste ein, regionale Küche zu genießen. Der Zusammenhalt im Vereinswesen zeigt sich bei Musik, Sport und Brauchtumspflege.

Stöttwang
Stöttwang
 

Stöttwang wurde bereits im Mittelalter als Teil der Reichsstadt Kaufbeuren urkundlich erwähnt. Die Bindung an Kaufbeuren prägte die Entwicklung über Jahrhunderte. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern, und 1818 wurde im Rahmen des Gemeindeedikts die politische Gemeinde gegründet.

Die Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus entstand im 18. Jahrhundert als eindrucksvoller Rokokobau. Sie wurde mehrfach umgestaltet und gilt als ein kunsthistorisch bedeutender Bau im Ostallgäu.

Das Mittelalter war geprägt von der Nähe zu Kaufbeuren, die als Reichsstadt eine starke Stellung hatte. Hungersnöte, Pestzüge und Überschwemmungen prägten auch in Stöttwang den Alltag der Menschen. Im Dreißigjährigen Krieg erreichten Durchzüge 1632 und 1646 auch die Region, mit Einquartierungen und Abgabenlasten für die Bevölkerung.

Im 19. Jahrhundert brachte die Vereinödung die Zersiedelung der alten Flurformen. Bauernhöfe wurden aus den Ortskernen ausgelagert und prägen bis heute das Landschaftsbild. Mit der Integration in das Königreich Bayern entstanden neue Strukturen in Verwaltung und Schule. Die bäuerliche Wirtschaft blieb Hauptgrundlage, ergänzt durch kleine Handwerksbetriebe.

Im 20. Jahrhundert kam es zu einer Modernisierung der Landwirtschaft und zum Ausbau der Infrastruktur. Die Dorfgemeinschaft blieb von Vereinen geprägt, die das kulturelle und soziale Leben bestimmten. 1971 schlossen sich die Gemeinden Linden, Thalhofen an der Gennach und Reichenbach mit Stöttwang zur heutigen Gemeinde zusammen. 1978 folgte die Zuordnung zur Verwaltungsgemeinschaft Westendorf.

Kontakt

Gemeinde Stöttwang
Kirchplatz 2
87677 Stöttwang

Tel.: 08345 / 326
E-Mail: info@stoettwang.de

Besonderheiten

  • Gastronomie
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Langlauf
  • Schneeschuhwandern